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Foto: Kubatur Verein
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Salto Afternoon

Der Kubaturwettbewerb

Der neue Verein "Kubatur" möchte die lokale Kulturszene aufmischen. Unter anderem mit einem Wettbewerb. Salto hat mit dem Präsidenten Jörg Zemmler gesprochen.
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salto.bz: Was unterscheidet euren neugegründeten Kulturverein von anderen Kulturvereinen?
Jörg Zemmler: In erster Linie einmal nichts. Auch wir werden, wie die anderen Kulturvereine auch, Sachen organisieren, davor Werbung machen und danach aufräumen, Ansuchen schreiben, abrechnen, Sitzungen machen, diskutieren und Wein trinken. Aber natürlich gleicht auch kein Verein dem anderen, weil es immer andere Menschen sind, die im Verein mitarbeiten. Jeder, jede hat persönliche Interessen, Prioritäten und Vorstellungen und bringt diese ein. Bei uns sind das Hubert, Karin, Lukas, Matthias, Helmuth und ich. Das unterscheidet uns am meisten von anderen Vereinen. Und dass das Geschlecht unseres Vereins weiblich ist.

"Die" Kubatur, ja. Der Begriff ist aber mitunter auch eine taktvolle Anspielung auf wachstumswahnsinnigen Bauboom?
Möglicherweise. Ja, sicher. Nicht auszuschließen. Kaum. Doch. Kubatur steht für uns für die Freiheit, die in einem beschränkten Raum möglich ist. Wir möchten Raum, oder eben: Kubatur, gestalten. Kubatur im konkreten und übertragenen Sinn.

Auch Scheitern ist immer eine Möglichkeit, das steht ausdrücklich in den Prinzipien des Vereins.

Welche Kultur will Kubatur in den Vordergrund stellen?
Solche, die eine Ergänzung oder Alternative zum bereits bestehenden kulturellen Angebot ist. Was schon da ist, brauchen nicht auch wir noch machen und daraus ergibt sich, dass wir für das eintreten wollen, das noch unterrepräsentiert ist oder gar ganz fehlt. Wir sind erst am Anfang, aber es gibt schon konkrete Ideen in diese Richtung.

Zu Jahresbeginn wurde eine Kubatur-Neujahrs-Tour unternommen, wie es auch Feuerwehren, Musikkapellen oder Sternsinger machen. Wie hat sich der Kubaturbonus in der Vereinskasse niedergeschlagen?
Circa Tausend Euro an Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Das ist natürlich toll, damit können wir arbeiten. Aber was uns beim Neujahrswünschen aufgefallen ist, ist dass viele Menschen unsere Idee gut fanden und sich gefreut haben, so war unser Eindruck, dass endlich etwas in diese Richtung am Schlernhochplateau passiert. Wir haben jetzt natürlich die Verantwortung, dieses Geld und mehr noch diesen Vertrauensvorschuss, gut zu verwenden.

Demnächst steht ein Kubatur-Projekt mit literarischen Zitaten an...
Die Idee ist, Texte von Südtiroler Schriftstellern und Schriftstellerinnen zum Thema „Berg“ per Aufruf zu sammeln, eine Auswahl zu treffen und sie dann auszustellen. Man kann nämlich auch über Berge nachdenken, nicht nur rauf- und runtergehen. Als Ort für die Ausstellung haben wir an das neu renovierte Laechlerhaus in Kastelruth gedacht. Auch eine Kooperation mit einer Institution vom Land ist auf den Weg gebracht. Aber mal sehen, ob es klappt. Auch Scheitern ist immer eine Möglichkeit, das steht ausdrücklich in den Prinzipien des Vereins.

Die Ausschreibung

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