Mein Schnabel
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„Ich rede, wie mir der Schnabel gewachsen ist, und ich bleibe, wie ich bin“, lauten die Untertitel zum digital und dialektal erstellten Einleitungssatz des Landtagsabgeordneten Hannes Rabensteiner für sein Reel, das er am Tag der Muttersprache, am 21. Februar 2026, online stellt. Einen Tag nach dem Todestag von Andreas Hofer: Wiederbelebung urtirolerischer Umgangssprache – auf höchster Ebene.
Rabensteiner belegt seine vermeintliche linguistische Expertise mit den Aussagen: „Weil der Dialekt ist unsere Muttersprache“ und „Wir sprechen unseren Tiroler Dialekt, und genau das macht uns aus.“ Im ruralen Blabla-Ton floskelt der Abgeordnete aus dem Eisacktal, als müsste er etwas verteidigen, das er nicht gut kann: Reden.
Rabensteiner versteckt sich lieber hinter lokal-talibanischen Allgemeinplätzen, und vielleicht ist das auch der Grund, weshalb er von den Landtagskollegen Bianchi, Scarafoni oder Galateo angegangen wird. Die rechten Recken wären dabei vielleicht sogar die Einzigen, die Rabensteiner – seine Wortmeldungen sind auch inhaltlich grenzwertig – tatsächlich ein Ohr schenken würden. Nur leider verstehen sie ihren rechten Gesinnungskollegen nicht. Purtroppo.
Oder aber man will eben gar nicht gehört werden, weil man tatsächlich weniger zu sagen hat, als man selbst glaubt.
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Macht das Rabensteiner mit Kalkül? Zuzutrauen wäre es ihm. Er spricht in aller Öffentlichkeit im tiefsten Villanderer Dialekt, weil er womöglich überhaupt nicht verstanden werden möchte, da er ja eigentlich – und da sind wir wieder bei Scarafoni, Galateo und Bianchi – gar nichts Wichtiges zu sagen hat.
Wenn Jannik Sinner oder Dominik Paris auf internationaler Ebene gerne Interviews in ihrer Sextner oder Ultner Mundart geben, hat das eher etwas Extraterrestrisches, als kämen die erfolgreichen Leistungssportler tatsächlich von einem anderen Stern und nicht aus dem Südtiroler Hinterland. Professionell ist es nicht. Sprachlich sind beide Amateure. Halbwegs gerade Sätze in der Hochsprache vor anderen zu sagen, ist natürlich nicht jedermanns Sache. Besonders bei Sportlerinnen und Sportlern drückt man da gerne ein Auge zu. Aber bei einem Politiker wie Rabensteiner?
Wie der Schnabel, so die Sprache.: Hausgemachte Verständnisprobleme, eingemachte Haltung. Foto: SALTOWer im „Hohen Haus“ Südtirols seine Forderungen unter die Leute bringen und im besten Fall auch politisch weiterbringen will, der oder die sollte sich doch bemühen, einigermaßen verständlich zu sprechen. Was spricht dagegen? In einem zweiten Moment ist natürlich am Inhalt zu feilen, denn der sture Lokalpatriotismus Rabensteiners und der Nationalismus Galateos, Bianchis und Scarafonis sind deckungsgleicher, als sie selbst vielleicht glauben. Wie gut würden sie sich doch verstehen, wenn sie sich (wenn auch aus Versehen) richtig gut „verstehen“ würden. Du verstehen, Rabensteiner?
Am gestrigen 1. April legt Rabensteiner in der Debatte nach und verbreitet über seine Partei die frohe Oster-Botschaft „Wer uns den Dialekt verbieten will, will uns unsere Wurzeln nehmen!“ Ein Aprilscherz? Zum Weinen lächerlich?
Den „Dialekt bewahren“ tut man nicht, wenn man sich aus Prinzip und ohne Kompromiss fundamentalistisch isoliert ausdrückt – außer man möchte genau das, wie es wohl Rabensteiners Credo zu sein scheint. So kann man sich auch weiterhin hinter platten Argumenten verstecken und den Anschein erwecken, dass die anderen, die einen nicht verstehen, Feinde sind, die es zu bekämpfen gilt.
Oder aber man will eben gar nicht gehört werden, weil man tatsächlich weniger zu sagen hat, als man selbst glaubt.
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Hätten Mikrophone ein…
Hätten Mikrophone ein Bewusstsein, oh wie müsste ich mich ihrer erbarmen!
Sowohl für die phonetische wie auch für die inhaltliche Belastung.
Wir sind eben nur Dreck verzapfende Menschlein, die euch misshandeln und nicht einmal pflegen und reinigen!
Mikros, verzeihet uns bitte!
Mahlzeit
Antwort auf Hätten Mikrophone ein… von Andrea Terrigno
Bozen. Wann hört endlich das…
Bozen. Wann hört endlich das ständige übergriffige Angehen wegen des Sprachgebrauchs Deutsch (d.h. Varietät) auf?
Wieso hat man dieses Problem symbolischer Ordnung seltsamerweise in der Schweiz nicht?
Es ist eine Frage der Mentalität einzelner, der Ideologie der Auslöschung und wohl doch nicht Schutz und Recht des dt. Sprachgebrauchs (d.h. Varietät).
Im Regional- und Provinzlandtag wird eh alles stets auf Italienisch übersetzt. Es gibt dafür ja sogar eigens einen professionellen Übersetzungsdienst. Nur, weil Volksvertreter-innen nicht mal (passiv) die Sprache der eigenen Bürgerschaft verstehen (wollen).
Wieso hingegen aber die Praxis in Ordnung ist, dass selbst hohe Amts- und Entscheidungsträger öffentlich stets nur einsprachig auf Italienisch kommunizieren und andere diskriminieren dürfen, sollten Galateo, Bianchi ... mal eher beantworten
Denn jeder Amtsinhaber hat vor Antritt doch Gesetzeseinhaltung: „Esecuzione del Trattato di pace fra l’Italia e le Potenze Alleate ed Associate, firmato a Parigi il 10 febbraio 1947.“ (GU Serie Generale n.295 del 24-12-1947) zu beschwören.
Der Rest ist Würde — ein Gang.
Als Mensch fragt man sich fernststehend, was spricht hier gegen Varietät „Trentìn“ und Ploder-Deutsch eines freien Volksvertreters in der sog. Tiroler Autonomie Italiens mit transgenerationaler Minderheitenerfahrung, die ja auch nach 1947 Minderwertigeit, d.h. Ungleichwertigkeit, Diskriminierung und Hetze in der politischen Kommunikation bestimmt.
Manchmal werden Probleme ge- bzw. erfunden, ideologisch überformt (strategisch „gehypt“) und instrumentalisiert.
Wobei Vernunftbegnadete wissen: Was alle angeht, können nur alle lösen.
Antwort auf Bozen. Wann hört endlich das… von △rtim post
Im Schweizer Bundesrat wird…
Im Schweizer Bundesrat wird Standarddeutsch gesprochen. Das Schwyzerdütsch ist als Verhandlungssprache nicht zugelassen. Der Verweis auf die Schweiz ist daher falsch. Übrigens wird auch im Österreichischen Nationalrat Standarddeutsch (mit der typisch österreichischen Einfärbung, die aber kein Dialekt ist) gesprochen, also hören wir mit diesen Märchen auf.
Mit „Auslöschung“ der deutschen Sprache hat das nicht im Entferntesten etwas zu tun. Die gibt es nicht. Es geht um Verständlichkeit und Respekt. Auch ihre Aussage dass „Entscheidungsträger öffentlich stets nur einsprachig auf Italienisch kommunizieren und andere diskriminieren dürfen“ ist totaler Quatsch. Es wird keinem Abgeordneten deutscher Muttersprache verboten auf Deutsch zu kommunizieren, aber damit ist die Standardsprache gemeint, wenn er sich nicht gerade im privaten Umfeld oder im Wirtshaus befindet.
Die Diskussion über den Sprachgebrauch in öffentlichen Institutionen kann man schon mal damit lösen, dass solche unsinnige Kommentare, mit denen man vermittelt, die deutsche Sprache sei in Gefahr, vermeidet.
Antwort auf Im Schweizer Bundesrat wird… von Manfred Klotz
Pragmatismus nicht…
Pragmatismus nicht ethnozidiale Mentalität und Praxis, ansonsten er-, bzw. kennen Sie weder Themenfelder noch Helvetia, die Schweiz🇨🇭.
Daher nutze ich die Gelegenheit Sie als BZ zu fragen: Seit wann hat es, Ihrer Aussagen folgend, nach dem Vorbild der Schweizer Kontone, das Tiroler Hochdeutsch als Standardsprache von Kufstein bis zur Berner Klause (Borghét) oder auf staatsebene Deutsch, Provenzalisch, Sardisch, Slowenisch ... im 🇮🇹 Parlament?
Klotz, es gibt Ebene(n) und ein weites Feld. Aber.
Gilt es sich hier nicht dennoch den Versuch der Abschaffung der Gleichwertigkeit der Bürgerschaft und des demokratischen Vertrauen bewusst zu werden (vgl. I. Levi, H. Arendt ...) und politisch zu handeln?
Antwort auf Pragmatismus nicht… von △rtim post
N.B: Man fragt sich, was…
N.B:
Man fragt sich, was spricht hier genau gegen eine Duldung der Varietät moderates „Trentìn“ und Tiroler Hochdeutsch („German element“) eines freien Volksvertreters in der 🇺🇳 Tiroler Autonomie Italiens mit transgenerationaler, kolonialer Minderheitenerfahrung, die ja auch nach 1947 Minderwertigeit, dh Ungleichwertigkeit, Diskriminierung und Hetze in der politischen Kommunikation bestimmt.
Da werden bekanntlich immer noch propagandistische Probleme ge- bzw. erfunden, ideologisch überformt (strategisch „gehypt“), polarisiert und toxisch instrumentalisiert.
„talibanische…
„talibanische Allgemeinplätze“. Vielleicht geht es eine Nummer kleiner und etwas sachlicher.
Antwort auf „talibanische… von Leser79
Die Bezeichnung ist absolut…
Die Bezeichnung ist absolut sachlich. Sie können sie auch als „fundamentalistische Platitüden“ lesen.
Sinner und Paris reden…
Sinner und Paris reden vollkommen unverständlich. Das ist aber weiter nicht schlimm, weil sie ohnehin nichts zu sagen haben. Bei einem Landtagsabgeordneten sieht die Sache schon anders aus. Der sollte so reden, dass man ihn versteht.
Antwort auf Sinner und Paris reden… von Hartmuth Staffler
Na ja Herr Staffler…
Na ja Herr Staffler,unverständlich ist für mich und sicherlich auch anderen Ihr Gedankengut gegenüber unseren tollen Sportlern.
Antwort auf Na ja Herr Staffler… von Georg Markart
Es geht hier nicht um ihre -…
Es geht hier nicht um ihre - nicht unsere und schon gar nicht meine - Sportler, sondern um die Probleme bzw. die Unfähigkeit dieser Sportler, sich verständlich auszudrücken. Sie können das „toll“ finden,, ich nicht
Nein. „Talibanisch“ ist kein…
Nein. „Talibanisch“ ist kein neutrales Synonym für „fundamentalistisch“.
Rabensteiner zu unterstellen, er verwende „talibanische Allgemeinplätze“, ist sicher keine sachliche Formulierung, sondern eine Hyperbel.
Antwort auf Nein. „Talibanisch“ ist kein… von Leser79
Es ist Rabensteiner, der in…
Es ist Rabensteiner, der in Hyperbeln spricht, daher ist die Formulierung sachlich. Wenn Sie keine semantische Affinität zwischen „talibanisch“ und „fundamentalistisch“ erkennen, haben wir ein grundsätzliches Verständigungsproblem.
Zitat: „Ich rede, wie mir…
Zitat: „Ich rede, wie mir der Schnabel gewachsen ist, und ich bleibe, wie ich bin“:
es gibt eben Menschen, die sich nicht entwickeln, nicht dazulernen und nicht über den eigenen Tellerrand hinaussehen.
Das muss man so akzeptieren.
Dass diese dann auch noch gewählt werden, ist eben auch so.
Dagegen hilft nur Bildung. Wer verstanden werden will, muss sich so ausdrücken, dass der Empfänger den Sender versteht.
Das ist ganz ganz kleines Einmaleins der Kommunikation. Aber nicht jeder ist so weit gebildet.
Interessant, dass ein so –…
Interessant, dass ein so – darf ich sagen: progressiv-intellektuelles? – Medium wie Salto einen „sprachenpolitischen“ Kommentar über den Kult um den Dialekt eines Landtagsabgeordneten veröffentlicht, nicht aber diese, für Südtirol wohl deutlich relevantere Meldung:
https://www.manager-magazin.de/unternehmen/industrie/air-canada-ceo-mic…
Ich fände es jedenfalls deutlich sympathischer, wenn der Abgeordnete Rabensteiner Ladinisch sprechen würde – also jene Sprache, die in Südtirol noch stärker marginalisiert und in weit stärkerem Maße auf den privaten Raum zurückgedrängt wird als die österreichisch-tirolerische Varietät des Deutschen. Wenn ich die Mehrheitsverhältnisse im Südtiroler Landtag richtig in Erinnerung habe, ist Herr Rabensteiner allerdings „nur“ Oppositionsabgeordneter und bearbeitet überdies ein eher schmales thematisches Terrain.
Ich verstehe Menschen, die sich als links, liberal, intellektuell und progressiv inszenieren, immer weniger. Gerade sie, die ansonsten überall die nationalistischen, patriarchalen, ja selbst die kapitalistischen Verhältnisse anprangern, die sich gegen Frauen, Minderheiten aller Art und den globalen Süden richten, scheinen die Augen vor jener strukturellen Gewalt zu verschließen, die sich in Südtirol gegen die österreichisch-tirolerische Varietät des Deutschen und gegen die ladinische Sprache richtet. Beiden Sprachen droht, auf bloße Privatsprachen reduziert zu werden, während ihre formale Offizialität zunehmend nur noch geduldet erscheint.
Ist eigentlich öffentlich bekannt, wie es um die Deutschkenntnisse der Landesräte Christian Bianchi und Marco Galateo bestellt ist? Beide sind - anders als Herr Rabensteiner - Mitglieder der Landesregierung mit umfangreichen Kompetenzen.
Antwort auf Interessant, dass ein so –… von WerPram
So ein Kommentar kommt…
So ein Kommentar kommt zustande, wenn man den wichtigsten Aspekt dieser Thematik vollkommen ausklammert: Es geht nicht darum den Dialekt auszumerzen, es geht um das Verständnis - das manchen offenbar fehlt - wann die Benutzung des Dialekts (als keineswegs allgemein verständliche Ausdrucksform) angemessen ist und wann nicht. Stellen Sie sich eine legislative Institution vor in der jeder spricht, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Das hat schon beim Turmbau zu Babel nicht funktioniert.
Antwort auf So ein Kommentar kommt… von Manfred Klotz
Funktioniert aber…
Funktioniert aber anscheinend in der Schweiz, oder?
Antwort auf Funktioniert aber… von Manfred Gasser
In der Schweiz funktioniert…
In der Schweiz funktioniert es nur, weil man sich auf ein einheitliches Schwyzerdeutsch, einen extrem abgemilderten Dialekt geeinigt hat. Wenn jeder Deutschschweizer seinen Dialekt sprechen würde, dann gäbe es erhebliche Verständigungsschwierigkeiten., weil z. B. zwischen den Dialekten vom Appenzell und dem Wallis Welten liegen. In Südtirol könnte die Lösung in einer allgemein verständlichen Umgangssprache liegen.
Antwort auf In der Schweiz funktioniert… von Hartmuth Staffler
Die Schweiz wird hier völlig…
Die Schweiz wird hier völlig überhöht. Weil so harmonisch wie es hier dargestellt wird ist es nicht.
Antwort auf Funktioniert aber… von Manfred Gasser
Im Schweizer Nationalrat…
Im Schweizer Nationalrat wird Standarddeutsch gesprochen. Schwyzerdütsch ist nicht zugelassen. Im osterreichischen Nationalrat wird übrigens auch Standarddeutsch gesprochen und nicht irgendein Dialekt.
Es gibt in Südtirol 3…
Es gibt in Südtirol 3 Amtssprachen
Deutsch, Italienisch und Ladinisch.
Die ladinischen , politischen Vertreter sprechen sowieso bis dato aus Respekt im Landtag entweder deutsch oder Italienisch . Sowohl die deutschen - als auch italienischen Vertreter im Landtag sollten jeweils der Hochsprache mächtig sein. Bei ihrem Salär ist das sicherlich nicht zu viel verlangt.
Wo würden wir hin kommen , wenn jeder seinen Dialekt verwenden würde! Der Ahrntaler würden ja gar nicht mehr den „Vinschger “ verstehen und die Italiener würden im „ dialetto veneto oder napoletano “ sprechen.
Also bitte Herr Rabensteiner haben Sie Respekt vor den anderen!
Antwort auf Es gibt in Südtirol 3… von Klauspeter Dissinger
Ja, schrecklich. Wo würden…
Ja, schrecklich. Wo würden wir da hinkommen. Der Ahrntaler würde ja gar nicht den Vinschger verstehen und die Italiener würden sich untereinander auch nicht mehr verstehen. Glauben Sie das wirklich? Die einzigen, die wirklich Grund zum Protestieren hätten, wären die Übersetzer. Ich habe kein Problem damit, dass jemand im „hohen“ Haus im Dialekt redet. Bei dem vielen Blödsinn, der dort verzapft wird, ist es vielleicht sowieso besser, wenn nicht alles verstanden wird. Was mich persönlich weitaus mehr stört, ist, dass heutzutage die deutsche Schriftsprache verdrängt wird und alles in den sozialen Medien in einem selbsterfundenen Dialekt geschrieben wird. Das weist nämlich effektiv darauf hin, dass viele mit der deutschen Schriftsprache ein Problem haben.
Also vielleicht will er sich…
Also vielleicht will er sich mit der Verwendung des Südtiroler Dialekts bewusst volksnah zeigen, also jene Gruppe vertreten, die sich im Landtag zu wenig repräsentiert fühlt und so zeigen: schaut her, ich bin einer von Euch, vom normalsterblichen Südtiroler, der normalsterblichen Südtirolerin, ja so einer bin ich, und wenn ihr eine Vertretung für Euch in der Politik sucht, und mich wählt, ich stelle mich zur Verfügung. Und sich so sogar bewusst als Gegenpol zur intellektuellen Elite positionieren... Denn sie hätten genauso ein demokratisches Recht in der Politik vertreten zu werden. Anscheinend sucht auch diese Personengruppe eine Vertretung, sonst wäre er nicht gewählt worden, und das ist, bitte richtig verstehen, KEINE Wertung der Vertretenen, denn diese sind oft sehr gute, fleißige Menschen mit starken Werten und Traditionen, die in der Politik kaum Gehör finden, weil sie keine Lobby haben, aber viel zum Wohlstand Südtirols beitragen. Also ist von daher komplett legitim und demokratisch sogar sehr korrekt, dass auch sie eine Vertretung ihrer Interessen haben. Leider habe ich nicht immer die Zeit (oder den Nerv :-)) Politik genau zu verfolgen, daher kann ich inhaltlich über die Arbeit von Herrn Rabensteiner keine Meinung abgeben, aber so auf Anhieb fällt mir das als möglicher Grund zur Verwendung seiner dialektalen Mundart ein... Jeder kann natürlich eine eigene Meinung dazu haben, das ist klarerweise genauso legitim.
Was wird sonst noch im…
Was wird sonst noch im Landtag besprochen?
Wenn man nichts zu sagen hat…
Wenn man nichts zu sagen hat, aber „trotzdem -r e d e n - w i l l“ / das Plapper-Maul aufreißen - / in Bewegung setzen will, sollte man das nicht im Landtag tun!
Dafür ist Stunden-Lohn aller Abgeordneten im Landtag, von geschätzt mindestens 10.000 € ...! doch etwas zu hoch ...!
Dass überhaupt so viel über…
Dass überhaupt so viel über dieses Thema diskutiert und geschrieben wird ist einfach nur noch peinlich und provinziell. Kein Mensch hat etwas gegen Dialekte, sie sind etwas Gutes und Schönes, sie sollen gepflegt werden und sie sind wie das Salz in der Suppe einer jeden Kultur, aber in einem offiziellen, formalen Kontext ist Hochsprache zu verwenden! Ich verstehe hier die Süd-Tiroler Freiheit auch nicht wirklich, bei allem Respekt. Wenn wir unsere Zugehörigkeit zum gesamtdeutschen Sprachraum hochhalten und pflegen wollen – was ich für unabdingbar und für ein fundamentales Element unseres Fortbestehens als Deutschsprechende halte, können wir uns doch nicht nur auf den Dialekt beschränken. Wenn man das österreichische und deutsche Fernsehen verfolgt, hört man natürlich, ob es die Zeit im Bild oder das Heute Journal im ZDF ist oder der Bayrische Rundfunk, sogar bei den Profisprechern. Doch es ist immer Hochdeutsch, oder Standarddeutsch, mit der jeweiligen Färbung! Wenn man daher einem Landtagsabgeordneten auferlegt, er habe Hochdeutsch zu sprechen, dann ist das kein Affront, sondern sogar längst überfällig, auch weil er es ganz offensichtlich bewusst auf die Spitze treibt und man nicht mal in anderen Landesteilen Südtirols alles versteht was er sagt. Frühere und heutige Spitzenvertreter der Süd-Tiroler Freiheit machen es doch vor und haben ein beispielhaft schönes und gepflegtes Deutsch, an dem sich viele eine Scheibe abschneiden könnten! Es ist nicht klar, ob mit diesem Theater um den Dialekt eine bestimmte Wählerschicht angesprochen werden soll, die auch nicht Hochdeutsch kann, oder ob es der Betroffene nicht besser gelernt hat. Doch falls letzteres zutrifft, dann einfach üben, es zahlt sich aus!
https://salto.bz/de/article…
https://salto.bz/de/article/02042026/verstasch-af-wos-i-aussi-will?chec…
Im Landtag ist die korrekte…
Im Landtag ist die korrekte Handhabe der deutschen Sprache irrelevant. Dasselbe gilt für die öffentlich-rechtlichen und privaten Medien. Es gab Zeiten da diente die Sprache eines Politikers oder Journalisten als Vorbild. Das ist schon lange vorbei. Das hier ist die typische "„Wichtigtuerei“ von Prinzipienreitern. Laßt doch diejenigen, die unbedingt zeigen müssen, woher sie kommen, ihre Sprache reden. Das ist für den Gesprächspartner ja nur informativ und er kann sich auf das dementsprechende Niveau einstellen. - Was für ein humorloses Affentheater!
Antwort auf Im Landtag ist die korrekte… von Arne Saknussemm
Respekt ist bei ihnen wohl…
Respekt ist bei ihnen wohl ein Fremdwort, oder?
wichtiger ist eigentlich…
wichtiger ist eigentlich schon der Inhalt, als die reine Form... Wenn der Inhalt in Dialekt für die Bürger mehr Nutzen bringen würde wäre als der Inhalt in schönstem Hochdeutsch mit keinem oder kaum Nutzen für den Bürger, plädiere ich eindeutig für den gewinnbringenden Inhalt für die Bürger in nicht so perfekter Form :-), denn das wäre ja eigentlich die ursprüngliche Aufgabe eines guten Politikers, für das er (fürstlich) bezahlt wird
Wenn junge Südtiroler das…
Wenn junge Südtiroler das Land verlassen, weil sie sich kein Leben mehr in der Heimat leisten können, ist das ein unumkehrbarer struktureller Schaden. Ein „unperfektes“ Gesetz, das sofort hilft (z. B. bei Mietobergrenzen oder Lohnzuschüsse), ist in dieser Notsituation tausendmal wertvoller als ein juristisch brillantes Werk, das erst fertig ist, wenn die Zielgruppe längst in Innsbruck, Wien oder München lebt.
Antwort auf Wenn junge Südtiroler das… von Luckygirl
Wenn die Zielgruppe wegen…
Wenn die Zielgruppe wegen der Mieten in Südtirol nach Innsbruck, Wien oder München geht, dann dürfte die Überraschung groß sein. Die „Zielgruppe“ geht doch eher wegen anderer Gründe ins Ausland (bessere Karrierechancen, bessere Bezahlung usw.), wobei bei manchen Studienrichtungen von Haus aus klar ist, dass es kaum Arbeitsmöglichkeiten in Südtirol gibt.
Allein die Annahme das man…
Allein die Annahme das man als deutschsprechender Südtiroler irgendeinen sich selbst nicht eigenen südtiroler Dialekt nicht versteht, ist eine Überreaktion. Der Ahrntaler versteht den Vinschger genauso wie in Salurn jeder den Hinterpasseirer versteht. Mit relativ wenig Anstrengung verstehen wir auch Dialekte aus Vorarlberg und Schweiz. Der Vorwurf das man den Herrn aus Villanders nicht verstehen kann ist völliger Blödsinn.
Antwort auf Allein die Annahme das man… von Karl
Genau diese engstirnige…
Genau diese engstirnige Sicht der Dinge ist das Problem. Wichtig sind für Sie offenbar nur, dass Südtiroler deutscher Muttersprache die dialektale Ausdrucksweise verstehen. Alle anderen sind offenbar egal. Es gehört auch zur Würde des Landtags, dass sich seine Mitglieder halbwegs gesittet ausdrücken. Zu sprechen wie einem der Schnabel gewachsen ist, dazu gibt es genug andere Gelegenheiten.
Zumindest sollte man in…
Zumindest sollte man in einem zweisprachigem Land , aus Respekt vor der jeweils anderen Volksgruppe, sich in der Hochsprache der angestammten Volksgruppe ausdrücken.
Respekt gegenüber den Mitmenschen und prinzipiell vor der Natur ( zu der ja auch der Mensch gehört) würde wohl viele Probleme lösen.
Dieser Artikel ist für…
Dieser Artikel ist für meinen Geschmack zu untergriffig und zu meinungslastig.
Von „Lokaltaliban“ zu sprechen ist beispielsweise völlig unangemessen. Die Taliban ist eine gewaltbereite, wenn nicht gar terroristische Organisation, die für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen und andere Verbrechen verantwortlich ist.
Auch die Aussagen über Südtiroler Sportler ist daneben und aus meiner Sicht ein Zeichen für unsere Südtiroler Minderwertigkeitskomplexe.
Ich lebe seit fast 20 Jahren in der Steiermark und kann euch sagen: In Österreich haben die Leute weit weniger Problem mit ihrem Dialekt. Hier ist es eher umgekehrt: Wenn ein Südtiroler daherkommt (z.B. frisch von der Matura) und dann diesen für Südtirol typischen „Schulhochsprach“-Slang auspackt, wirkt das oft total unauthentisch und deplatziert.
Manchmal würde ein bisschen mehr Mut zum Dialekt nicht schaden.
Antwort auf Dieser Artikel ist für… von Oliver Hopfgartner
„Taliban“ oder „talibanisch“…
„Taliban“ oder „talibanisch“ ist im deutschen Sprachraum eine häufig benutzte metaphorische Bezeichnung für Menschen oder Verhaltensweisen, die fundamentalistisches Festhalten an bestimmten Haltungen oder Wertvorstellungen zeigen. Von untergriffig im Sinn von boshaft oder verletzend kann also nicht die Rede sein, wenn die Realität - wie in diesem Fall - genau ein fundamentalistisches Verhalten anspricht.
Niemand hat ein Problem mit dem Dialekt, wenn er im angemessenen Umfeld benutzt wird.
Ich finde auch, den Dialekt…
Ich finde auch, den Dialekt sollten wir nicht verleugnen, wobei das Argument der besseren Verständigung aller Sprachgruppen im öffentlichen Rahmen natürlich stimmt. Bei Hannes Rabensteiner ist es wie gesagt, vermutlich bewusst gewählt, um sich mit seinen Wählern verbunden zu fühlen, und sie direkt anzusprechen. Aber da es anscheinend keine Vorschrift diesbezüglich gibt, ist es legitim. Und das mit dem Respekt ist wirklich das A und O einer gut funktionierenden, zivilisierten Gesellschaft, das stimmt vollkommen... Das vermisst man schon manchmal. Man sollte nicht mit der Walze über Menschen drüberfahren...
Als nicht deutscher…
Als nicht deutscher Suedtiroler(und auch nicht der Hellste)habe ich keinProblem die Reden von Jonny Ravenstone zu verstehen,ich sehe es sogar als positiv.Man kann (noch) davon ausgehen das seine Reden nicht KI generiert sind
Den -R E S P E K T- hat sich…
Den -R E S P E K T- hat sich der Südtiroler-LANDTAG:
Finger-Nägel pflegend / zwickend
Handy sielend
Sessel f..... / lümmelnd
schlafend / dösend
großteils in der BAR - nach dem Klingeln - nach Daumen ... ja / nein gestimmt
... auch bei den besuchenden Schulklassen schon längst -v e r t a n- ... !
https://www.rainews.it/tgr…
https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/video/2026/04/der-fall-rabenstein….
Hier ist zu sehen und zu hören dass Rabensteiner sich gut verständlich ausdrückt und ihn jeder deutschsprachige Südtiroler, Tiroler, Süddeutscher gut verstehen kann.
Dass die italienischen Mitglieder der Landesregierung nicht nur den Dialekt nicht verstehen sondern auch kein deutsch...
Antwort auf https://www.rainews.it/tgr… von tutgutes brueder
So ein Quatsch. Man hat auch…
So ein Quatsch. Man hat auch als Übersetzer - besonders als Simultanübersetzer - Probleme damit.
Antwort auf So ein Quatsch. Man hat auch… von Manfred Klotz
Im Bericht wird ausdrücklich…
Im Bericht wird ausdrücklich gesagt dass die Übersetzer kein Problem mit Rabensteiners Dialekt hätten!
Antwort auf Im Bericht wird ausdrücklich… von tutgutes brueder
Erstens ist die Frage, wer…
Erstens ist die Frage, wer das behaptet. Das geht aus dem Bericht nicht hervor. Zweitens mögen vielleicht die eventuell befragten Simultanübersetzerin kein Problem haben, das ist aber keine Garantie dass niemand ein Problem hat. Besonders wenn beispielsweise die SimultanübersetzerInnen italienischer Muttersprache sind. Haben Sie das mal überlegt?
Antwort auf Erstens ist die Frage, wer… von Manfred Klotz
Prof. Risse sagt bei 1:20…
Prof. Risse sagt bei 1:20 dass die ÜbersetzerInnen im Landtag keine Probleme hätten, Rabensteiner zu verstehen.
Schuler sagt, die italienischen Abgeordneten verstehen nichteinmal passiv deutsch und bräuchten Simultanübersetzung.
Aber schauen/hören sie doch selbst!
Wenn eine ÜbersetzerIn, gleich welcher Muttersprache, mit den örtlichen Gegebenheiten nicht zurechtkommt, dann ist sie für den Job nicht geeignet.
ChatGPT versteht bairisch
Das Dialektpotpourri finde…
Das Dialektpotpourri finde ich manchmal sogar inspirierend und manche Ausdrücke richtig süß :-). Menschen mit etwas Sprachgefühl lieben solche dialektalen Färbungen/sprachlichen Abwandlungen
PARLAMENTE in halbwegs…
PARLAMENTE in halbwegs demokratisch geführten Staaten „leben von der Überzeungs-Arbeit der einzelnen Mitglieder!“
Da es dabei auch auf die Ausdrucks-Weise + den Ton ankommt, „wird der breite Villenderer-Dialekt nur bedingt geeignet sein, um mit einem Stundenlohn von min. 10.000 € aller Mandatare, Mehrheiten zu überzeugen!“
Dazu ist der Landtag mit dem Stunden-Lohn aller Mandatare
Wann wird der ganze…
Wann wird der ganze Kommentar, vor der Freigabe/„SPEICHERN“ sichtbar gemacht?
... + der Aufruf von Dateien ohne Abbildung, gelingt oft erst nach längerem herum-Zappen!
Kompliment Rabensteiner! 43…
Kompliment Rabensteiner! 43 Kommentare(mit meinem 44)! Das hat schon lang keiner Deiner KollegInnen mehr ge-
schafft! Deine Rechnung ist zu 100% aufgegangen! ( Soll ich das jetzt übersetzen oder kannst Du Standardsprache zumindest LESEN?)
Antwort auf Kompliment Rabensteiner! 43… von evikeifl
Ja natürlich müssen Sie es…
Ja natürlich müssen Sie es ihm übersetzen. Ein Dialekt-Sprechender kann als Analphabet der er dann selbstredend auch ist, natürlich nicht lesen. Ist doch eh klar.
Antwort auf Ja natürlich müssen Sie es… von Milo Tschurtsch
Damit ist er ja ein würdiger…
Damit ist er ja ein würdiger Vertreter seiner Wählerschaft und bestens qualifiziert für den Südtiroler Landtag.