Was auf den „Täfelchen“ stand
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Landeshauptmann Arno Kompatscher bleibt auch heute, zwei Tage nach der Demonstration am Brenner, bei seiner bisherigen Haltung: „Der Protest löst ja nichts. Wir sind jetzt genauso schlau wie vorher“, meint er im heutigen Morgengespräch bei RAI Südtirol. Auch sein Fernbleiben am Samstag bereut Kompatscher nicht. Stattdessen hebt er die aufwendigen Vorkehrungen hervor, die ein Verkehrschaos rund um die Brennerachse abwenden konnten.
Kompatscher verweist im Morgengespräch zur Verteidigung seiner Position darauf, dass Südtirol seit Jahren einen anderen, konstruktiven Ansatz im Umgang mit dem Transitverkehr verfolge. Das Land habe wiederholt eine Erhöhung der Maut gefordert, unter anderem durch die Einführung der Eurovignette, und entsprechende Anliegen mehrfach auf nationaler Ebene in Rom eingebracht. Zudem seien Maßnahmen wie eine generelle Mautanhebung, eine Umweltmaut, die Digitalisierung der Autobahninfrastruktur sowie ein Lkw-Buchungssystem vorgeschlagen worden – bislang jedoch ohne größeren Erfolg.
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Zwei Landeshauptleute fordern höhere Maut
Kompatschers Tiroler Amtskollege Anton Mattle (ÖVP) hatte am vergangenen Samstag Präsenz gezeigt und zu den fast 5.000 Demonstrierenden, die sich auf der Brennerautobahn bei Matrei in Tirol versammelt hatten, gesprochen. Mattle verkündete der Menge, dass er zur Beruhigung der Verkehrssituation das Ziel einer deutlich höheren Maut in Richtung Schweizer Niveau verfolge.
Auch Landeshauptmann Kompatscher spricht sich dafür aus, bei der Erhöhung der Maut nachzuziehen. Diese Position vertrete er und die Südtiroler Landdesregierung schon seit Jahren. „Deshalb habe ich auch entschieden, mich jetzt nicht am Brenner mit dem Täfelchen hinzustellen“, so der SVP-Politiker.
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Kritik von den Grünen
Scharfe Kritik üben die Grünen Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa und Madeleine Rohrer am Südtiroler Regierungschef bezüglich der Kundgebung am Brenner: „Landeshauptmann Kompatscher hatte vor der Brennersperre versucht, dem Protest den Wind aus den Segeln zu nehmen. Wir können ihm sagen, dass seine ablehnende Haltung am Brenner großes Thema bei den Anwesenden war. Die Enttäuschung und der Zorn über Kompatscher waren enorm“, heißt es in einer heutigen Presseaussendung. Das Festhalten des Landeshauptmanns an seiner Vorveruteilung der Kundgebung sei ein großer politischer Fehler.
„Wir waren am Brenner. Wir haben Tausende von Menschen gesehen, die sehr friedlich und in bester Absicht, quer über alle politischen Lager hinweg, demonstriert haben und die Welt auf die entglittene Verkehrslage und -politik entlang der Brennerachse aufmerksam gemacht haben,“ so Foppa und Rohrer. Auch berichten sie in der heutigen Presseaussendung davon, dass der Tiroler Landeshauptmann Mattle von den anwesenden Südtirolerinnen und Südtirolern anhaltenden Applaus erhalten habe. „Er hat damit gezeigt, dass Verständnis und Solidarität politische Kategorien sind, die noch nicht aus der Mode sind – zumindest im Bundesland Tirol,“ sagen die beiden Grünen Landtagsabgeordneten.
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Die Grünen erkennen im Fernbleiben Kompatschers die Abkehr seines Versuchs einer Klimapolitik: „Sein eigener Klimaplan sah doch vor, dass sich der Schwerverkehr jährlich um 7% verringern sollte. Indessen steigt er jährlich weiter an“, so Rohrer und Foppa. Und bezüglich seiner Aussage, er habe nicht „mit einem Täfelchen am Brenner stehen“ wollen meinen die Grünen Politikerinnen: „Er hätte es doch tun sollen. Es hätte ein Schild gereicht, auf dem steht: ‚Ihr habt recht.‘“
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„Wenn du lange in einen…
„Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“ Koalitionen mit der italienischen Rechten macht man nicht, ohne in der eigenen Wolle plötzlich ganz und gar unbunte Einfärbungen entdecken zu müssen... Gestern noch mit den greenwashenden Nachhaltigkeits-Würfelen auf Wahlkampf-Verkaufstour durch die Käffer, heute ein Kläffer für Salvinis LKW-Brigaden. Ein Mann mit Zukunft im Team der Gestrigen.
Antwort auf „Wenn du lange in einen… von Thomas Strobl
„ein Kläffer für Salvinis…
„ein Kläffer für Salvinis LKW-Brigaden“
Ich lese Ihre wortgewanden Kommentare sehr gerne, leider verfehlt diese Formulierung Ihr Ziel.
Das sind unser aller LKW Brigaden und die betroffenen Regionen Nord und Südtirol profitieren verhältnismäßig stark von diesem relativ freien Wirtschaftsraum EU und den damit verbundenen Warenverkehr.
Lärmschutzwände und Einhausungen der stark refrenquentierten Streckenabschnitte wäre/sind erste Wahl, egal ob Straße/Schiene. Ebenso die Elektrifizierung des Straßenverkehrs, welcher mittlerweile auch beim LKW stark voran kommt.
Wer etwas genauer recherchiert wird feststellen, dass die Bevölkerung im Rheintal und zwischen München und Kufstein die gleichen Anliegen hat wie am Brenner. Und so gibt es noch zig andere Ballungsräume und Transportkorridore welche auch ständig überlastet sind. Wer dann noch die geographische Lage von Italien betrachtet, stellt sehr schnell fest, dass es auf der Nord Süd Achse nur 2 Übergänge gibt. Und diese sind beide ständig überlastet.
Letzte und entscheidende Feststellung, unser Wirtschaftssystem ist mit Gedeih und Verderb auf Wachstum ausgerichtet. Höher, schneller, weiter. Greifbarer Gegenentwurf = Fehlanzeige.
Vielleicht, und der Tip geht jetzt nicht an Sie, beim nächsten Mal die linksgrün versifften wählen aber die wurden medial leider mit unendlichen Lügenmärchen, verbrannt. Von Kompatscher, Söder, Merz, Meloni und der Putin/Trump Co KG.
Antwort auf „ein Kläffer für Salvinis… von Stefan S
Hier noch zum Thema…
Hier noch zum Thema Elektromobilität
Gutes Interview, obwohl die Fragen teilweise aus der populistischen rechten Echokammer kommen 🧐
https://www.zeit.de/2026/24/teresa-ribera-eu-kommissarin-wettbewerbsfae…
„Dabei lehren uns Energiekrisen wie die jetzt durch den Irankrieg ausgelöste doch: Es ist besser, auf heimische Energie zu setzen, als von etwas abhängig zu sein, das wir nicht produzieren, das aber unsere ganze Wirtschaft in die Krise reißen kann. Bei Autos passiert jetzt viel: Nach dem Hormus-Schock sind die europäischen Zulassungen von E-Autos um 34 Prozent im Jahresvergleich gestiegen.“
Und
„Die Europäer waren gemeinsam mit den Japanern sehr gut darin, die Emissionen von Verbrennungsmotoren zu senken. Das verschaffte ihnen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren US-Konkurrenten. Doch als wir vor 25 Jahren begannen, über den nächsten Schritt zu sprechen, damit wir unsere gefährliche Abhängigkeit vom Öl verringern, herrschte Angst vor dem neuen Weg der Elektromobilität und davor, vom Verbrennungsmotor abzulassen, auf den wir so stolz waren. Dann griffen andere diese Idee auf.“
Sehr gut analysiert und genau mit dieser Angst spielen rechtsextreme und konservative Parteien.
Er soll zurücktreten, aber…
Er soll zurücktreten, aber dalli!
Der LH löst keine Probleme!!!
Der LH löst keine Probleme!!!
Antwort auf Der LH löst keine Probleme!!! von Günther Stocker
Der LH ist in Problem-
Der LH ist in Problem-
Kläffer für Salvini, …
Kläffer für Salvini, ... eine passende Definition !
Wäre Kompatscher erschienen…
Wäre Kompatscher erschienen,hätte er von der Speditionslobby die rote Karte erhalten,vermute deshalb war er nicht anwesend! Jetzt versucht er sich wie üblich billig rauszuholen.
Kompatscher hat wieder…
Kompatscher hat wieder einmal bewiesen daß er nur noch für die Südtiroler Looby da ist. Der Rest der Bevölkerung geht ihm am A....h vorbei.
Denke der Landeshauptmann…
Denke der Landeshauptmann ist von Salvini und co. wegen der kürzlich in Rom genehmigten Autonomiereform unter Druck gesetzt worden ja nicht an der Demo am
Brennerpass teilzunehmen!!
Fazit: eine Hand wäscht die andere….
Zynischer, um nicht zu sagen…
Zynischer, um nicht zu sagen bürgerverachtend, geht’s wohl nicht, Herr Kompatscher!
„Protest allein löst ja nichts... wir haben einen anderen Weg gewählt: konstruktive Vorschläge...“ Und welche Lösungen des Verkehrs über den Brenner haben SIE bisher vorzuweisen? Keine!
Die Rede von variabler Maut, Buchungssysteme usw. zielt doch nur auf die Abschaffung des Nachtfahrverbots hin ( von Rom und Berlin stark betrieben). Und genau diese Beibehaltung des Nachtfahrverbots ist die erste Forderung der Kundgebung.
In den Aussagen Kompatschers habe ich kein Wort von gesundheitlichen Schäden gehört unter denen die Anrainer zu leiden haben, jedoch viel von wirtschaftlichen und finanziellen Schäden, die der Protest ausgelöst haben soll.
Natürlich ist der LH dem…
Natürlich ist der LH dem Salvini und der Meloni hörig, aber er hat nicht einmal den Mut, sich gegen die Provinz-Granden des Regimes, mit denen er regiert, durchzusetzen.
Der gute Mann hätte nicht…
Der gute Mann hätte nicht nur die Wirtschaftsverbände gegen sich aufgebracht. Er hätte sich auch Zoff mit seinen Koalitionspartner eingehandelt.
Auszug Falter zu…
Auszug Falter zu Brennerblockade
https://www.falter.at/lingens/20260602/letztlich-hilft-nur-teurer-lkw-v…
" ....es hat daher seit gut 40 Jahren in Brüssel Überlegungen gegeben, wie man das Straßenverkehrsaufkommen generell verringern kann und sie haben immer im gleichen Schluss gemündet:
Man muss ihn verteuern. Dem hat die Lobby der LKW- Transportunternehmen, aber nicht nur sie, immer genügend Widerstand entgegengesetzt, um sie zu verhindern. Dabei hätte eine in allen Mitgliedsländern gleichermaßen verordnete Verteuerung des LKW- Verkehrs auf Autobahnen die Konkurrenzverhältnisse innerhalb der LKW- Transportunternehmen nicht verändert. Nur gegenüber dem Schienenverkehr wäre der LKW in Nachteile geraten. Aber letztlich haben alle Unternehmen darauf hingewiesen, dass teurerer Transport Waren verteuert.
Studien und Diskussionen gingen damals aber noch ein gutes Stück weiter: Es wurde in Frage gestellt, ob es notwendig ist, dass beispielsweise Joghurt und ähnliche Waren quer durch Europa transportiert werden. Ob eine Verteuerung des Straßenverkehrs, aber selbst des Schienenverkehrs, nicht zu insgesamt vernünftigeren Wirtschaftsstrukturen führte: dass nämlich vor allem die in der Nähe erzeugten Waren und Nahrungsmittel eingekauft würden.
Auch das erhöhte Krankheitsrisiko, das die Verpestung der Luft oder ihre Belastung mit Feinstaub mit sich bringt, geht kaum in die Kostenrechnung ein, obwohl sie massiv für eine Verteuerung des gesamten Verkehrs spräche..."
NUN: Passend wäre gewesen, wenn der LH eine Debatte um Subventionen, regionale Wirtschaftskreisläufe und externe Kosten angeregt hätte, weil diese komplex ist und ökonomische, ökologische sowie soziale Seiten berührt!
Stattdessen zeigen LH und Lobbyboys antidemokratisches und patriarchales Führungsverhalten,
- also eine Rangordnungvorstellung, die auf Über- und Unterordnung basiert, und über Macht, System, Normen und Werte bestimmen will!
Antwort auf Auszug Falter zu… von Herta Abram
„dass nämlich vor allem die…
„dass nämlich vor allem die in der Nähe erzeugten Waren und Nahrungsmittel eingekauft würden.“
Das ist seit der Globalisierung schon längst vorbei, wenn Äpfel, Wein, Lamm etc. für den gleichen Preis oder gar billiger aus Chile, Australien, Südafrika usw. im Ladenregal liegen, ist es schon lange vorbei mit der Regionalisierung. Oder woher kommen bspw. die ganzen Maschinenteile für Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie und Anlagenbau.
Die globale Wirtschaft hat sich darauf geeinigt, dass Transport billig sein soll und zu keiner Wettbewerbsverzerrung führt.
Dieser Tage habe ich in 2 Supermärkten die Kartoffeln bezüglich Herkunft betrachtet. Zu über 90% aus Ägypten. Und billiger als die Kartoffel um die Ecke beim Bauern.
Noch Fragen? 😶🌫️
Antwort auf „dass nämlich vor allem die… von Stefan S
Dann brauchts halt Zölle,…
Dann brauchts halt Zölle, die gesamte Produktion wurde nach China ausgelagert , alle Teile für Wind-und Solar-Energie stammen aus China, die E-Autos aus China (weil bei uns die Energie zu teuer und die Bürokratie nicht mehr stemmbar ist , Mercosur-Abkommen von der EU durchgedrückt zum Nachteil der europäischen Bauern.....usw. usf...... die Deindustrialisierung ist voll im Gange, bei KI ist man im Rückstand ....
Der Zug ist abgefahren.
Antwort auf „dass nämlich vor allem die… von Stefan S
Ich frage nicht, sondern ich…
Ich frage nicht, sondern ich kaufe nur Kartoffeln aus dem Gebiet der Euregio.
Nach dreißig Jahren wird es…
Nach dreißig Jahren wird es Zeit, „Die Globalisierungsfalle“ als 2.0- Version neu zu schreiben (für uns mit Haupptteil „Auswirkungen auf Europa“).