La Umfrage è la cosa più difficile
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Jetzt S+ abonnierenEr könne es sich schon vorstellen, Journalist zu werden, erzählt der 13-jährige Maximilian bei der heutigen Pressekonferenz auf dem Sandplatz in Meran, auch wenn er es zuweilen schwierig fand, Leute auf der Straße für Interviews oder Umfragen anzusprechen.
Maximilian ist eines von neun Kindern und Jugendlichen, die in den Sommerferien eine Zeitung von Kindern für Kinder mitkonzipiert und mitgestaltet haben. Heute ist das neue Printprodukt in Südtirols Medienlandschaft auf den Markt gekommen: „zebra.kidz“.
„La cosa più difficile era, quando siamo andati in città e abbiamo fatto una Umfrage.“
Die elfjährige Aurora denkt ebenfalls darüber nach, Journalistin zu werden, sie weiß es aber noch nicht so genau, auch wenn es ihr sehr gefallen hat, online Interviews mit Kindern aus der ganzen Welt zu führen. „La cosa più difficile era quando siamo andati in città e abbiamo fatto una Umfrage. Era difficile quando le persone ci dicevano ‚no, non ci interessa‘, però dovevi farla lo stesso“, bestätigt sie die Schilderungen ihres Kollegen Maximilian.
Dieser Hürde zum Trotz ist „zebra.kidz“ heute dennoch auf den Markt gekommen. Die Zeitung wird der Oktoberausgabe der „großen“ „zebra.“ beigelegt und von den zebra.-Verkäufern in ganz Südtirol vertrieben. Von hier aus schickt sie sich an, die Südtiroler Medienlandschaft zu erobern. Im Mittelpunkt der Ausgabe von „zebra.kidz“ steht das Kinderrecht auf Bildung, das in Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben ist.
Internationale Umschau
Wie sieht Schule in verschiedenen Teilen der Welt aus? Was denken Kinder in Südtirol über ihren Schulalltag? Sind Hausaufgaben sinnvoll? Und wo kann Lernen auch außerhalb des Klassenzimmers stattfinden? Diesen Fragen gingen die Jungen und Mädchen nach.
Zu Wort kommen Kinder aus Kanada, Deutschland, Uganda, Äthiopien, Mosambik, der Ukraine, Sambia und natürlich aus Südtirol. Alle berichten über ihren Schulalltag und die damit verbundenen Alltagsgeschichten, wie etwa die Bewältigung des Schulwegs.
In Südtirol befragten die jungen Journalistinnen und Journalisten außerdem 50 Kinder und Jugendliche dazu, wie gerne sie zur Schule gehen, welche Fächer sie mögen und wie wichtig ihnen Noten sind.
Die Redaktion von zebra.kidz
Anna Bizzotto (11), Alexander Puff (12), Asia Petull (11), Manuel Gostner (12), Nicola Pedrollo (12), Aurora Omobono (11), Soleil Angela (12), Johanna Travis (12) und Maximilian Winkler Hellrigl (13) bilden die Redaktion von zebra.kidz und die Redaktion ist - genau wie die von SALTO - zweisprachig besetzt.
Machen Hausaufgaben nur Stress?
Ein weiterer Beitrag stellt die Frage, ob Hausaufgaben wirklich wichtig fürs Lernen sind oder nur Stress im Familienalltag verursachen und soziale Unterschiede verstärken. Darüber hinaus kümmern sich die jungen Schreiberlinge um die Partizipation von Kindern, eine fahrende Bücherbühne in Sydney oder eine Bibliothek für gehörlose Kinder in Burundi. Und sie widmen sich der Mehrsprachigkeit und der Wichtigkeit der eigenen Erstsprache.
Und die Erwachsenen?
Ganz allein haben die Youngsters das Projekt dann aber doch nicht gestemmt. Unterstützt wurden sie von Marco Valente vom Jugenddienst Meran und Adrian Luncke von der OEW. Auch sie ein zweisprachiges Team. „Die Zweisprachigkeit war in der Redaktion der Kids nie ein Problem. Jeder hat in seiner Erstsprache gesprochen und wurde von den anderen auch verstanden“, erzählt Luncke.
Natürlich werde auch geswitcht, aber das geschehe relativ selbstverständlich und ohne Zwang. „Die Probleme und Fragestellungen, um die es bei “zebra.kidz„ geht, sind ja in aller Welt für alle Schülerinnen und Schüler mehr oder weniger die gleichen, ganz unabhängig von Nationalität, Hautfarbe, Religion oder Sprachgruppenzugehörigkeit“, so Luncke.
Und da spricht Luncke ein großes Wort gelassen aus, denn das Gleiche gilt eigentlich auch für die Erwachsenenwelt.
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