„Unternehmen unter Druck“
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Jetzt S+ abonnierenSALTO: Exportorientierte Bereiche scheinen zunehmend unter Druck zu geraten. Wie ordnen Sie diese Entwicklung ein?
Alexander Rieper: Der Export der Südtiroler Unternehmen ist in den letzten zehn Jahren um rund 80 Prozent gestiegen. Das war nur möglich, weil unsere Industrieunternehmen hochinnovativ sind, sich ständig weiterentwickeln, neue Märkte erschlossen haben und eine hervorragende Qualität bieten. Aber der Wettbewerbsdruck verstärkt sich. Unsere Unternehmen sind mit globaler Unsicherheit konfrontiert: Konflikte, Schwierigkeiten in den Lieferketten und Zölle. Wir haben hohe Rohstoff- und vor allem hohe Energiepreise und eine enorme Bürokratie. Zudem bringen Innovation, Digitalisierung und die grüne Transformation weitere Herausforderungen mit sich. Vor allem die mangelnde Planbarkeit setzt unsere Unternehmen stark unter Druck. Der Export in einen unserer wichtigsten Märkte wie Deutschland ist rückläufig, was in erster Linie auf die Probleme in der Automotive-Branche zurückzuführen ist. Beim Export in die USA machen sich die Zölle bemerkbar. Umso wichtiger ist es nun, neue Märkte zu erschließen. Freihandelsabkommen wie mit den Mercosur-Staaten, Indien, Australien und Kanada sind deshalb zentral.
Südtirols Wirtschaft wächst 2026 laut Prognose des WIFO voraussichtlich um 0,6 Prozent. Ein geringeres Wachstum im Vergleich zu den 1,1 Prozent im letzten Jahr. Das verhaltene Wachstum macht sich an den Zahlen bemerkbar, denn mehrere Indikatoren zeigen nach unten: Die Exporte sanken im zweiten Quartal um 1,1 Prozent, nach China um 24,8 Prozent in die USA um 17,4 Prozent und auch nach Deutschland, unserem wichtigsten Handelspartner, um 1,2 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen ging um 0,8 Prozent zurück, die genehmigte Baukubatur sank um 38,2 Prozent. SALTO hat Unternehmerverbandspräsident Alexander Rieper zu den Entwicklungen befragt.
Der WIFO-Report zeigt gleichzeitig einen starken Rückgang der Exporte nach China. Reagieren wir in Bezug auf die Umorientierung auf andere Absatzmärkte zu langsam?
Im Export liegt weiter viel Potenzial und Diversifizierung ist das Um und Auf. Wir müssen neue Absatzmärkte erschließen und die Internationalisierung vorantreiben. Ein wichtiger Schritt dafür sind, wie bereits erwähnt, die Freihandelsabkommen. Vor allem aber müssen wir unseren europäischen Binnenmarkt stärken und dort Hürden abbauen. Wir haben noch viel zu viele „interne Zölle“. Es gilt, zu vereinfachen, zu entschlacken und insgesamt die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Unsere Unternehmen sind mit Regulierungen konfrontiert wie kaum irgendwo sonst auf der Welt. Wie Confindustria-Vizepräsident Stefan Pan erst kürzlich erklärte, fördere China seine Industrien massiv mit Staatsgeldern und schwäche gezielt die eigene Währung, um Produkte zu Dumpingpreisen zu verkaufen. Hier müssen wir dafür sorgen, dass faire Spielregeln gelten. Dafür braucht es ein starkes Europa.
Gleichzeitig sinkt laut ISTAT die Zahl der Erwerbstätigen, obwohl immer weniger Menschen arbeitssuchend sind. Wie erklären Sie diesen Befund?
Der demografische Wandel macht sich bemerkbar. Die geburtenstarken Jahrgänge gehen in den Ruhestand und es rücken weniger Junge nach – die Zahl der Erwerbstätigen sinkt. In den kommenden zehn bis 15 Jahren werden uns in Südtirol rund 30.000 Arbeitskräfte fehlen. Wir sprechen ganz bewusst nicht mehr nur von Fachkräftemangel, sondern von Arbeitskräftemangel. Es mangelt mittlerweile in allen Bereichen. Mittlerweile ist mehr als die Hälfte der gesuchten Arbeitskräfte nicht zu finden, wie ein Bericht kürzlich zeigte. Wir müssen deshalb alles tun, um Frauen verstärkt und noch besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Wir müssen die Rahmenbedingungen attraktiv gestalten, damit Menschen auch nach der Pensionierung noch weiterarbeiten möchten. Und wir müssen Südtirol zu einem attraktiven Ort zum Leben und Arbeiten machen, um Talente von außerhalb anzuziehen. Dies wird uns nur gemeinsam gelingen.
Die genehmigte Baukubatur ist im zweiten Quartal um 38,2 Prozent eingebrochen. Wie relevant ist das für das Wirtschaftswachstum?
Wir haben in Italien nun eine Weile von den PNRR-Geldern und dem Olympia-Topf profitiert. All das läuft nun aus. Außerdem sind wir mit steigender Inflation, steigenden Zinsen und hohen Rohstoffpreisen konfrontiert. Das macht sich bemerkbar. Es gilt, die öffentlichen Haushalte dahingehend zu gestalten, dass Spielraum für strategische Investitionen frei wird. Rund 80 Prozent unserer Mittel im Landesrekordhaushalt sind gebunden. Es geht darum, langfristig zu denken, um zukunftsfit zu werden und Infrastrukturen umzusetzen. Damit geht auch einher, dass wir Entwicklung zulassen, Vereinfachungen vorantreiben und Genehmigungsverfahren beschleunigen.
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„Der Export der Südtiroler…
„Der Export der Südtiroler Unternehmen ist in den letzten zehn Jahren um rund 80 Prozent gestiegen.“
Und der Gehalt der Menschen, die diesen Export ermöglichen, ist inflationsbereinigt um ca. 12 Prozent gesunken.
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jammern hilft immer!
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Es ist ganz okay und…
Es ist ganz okay und ohneweiters kann man die Sache mit dem EXPORT auch aus diesem Blickwinkel sehen, so wie es die drei Landleute von vor, kurz zitierten. Ja – und trotzdem verbirgt sich hinter den gemachten „Anstößen“ ein großes Potenzial an Diskussionsstoff für eine Chance gemeinsam nützliche Aspekte zum Bereich Wirtschaft-Export, zu finden. Diese könnten dann zum Wohle Aller und die der Gesamtheit einfließen, wenn da nicht immer die alte Denkweise in kontinuierlicher wie schablonenartiger administrationsweise, alles zunichtemachen würde! ( ich wage nur zu sagen, daß der Anteil am Geschäftskostenfaktor des Untätigen am Exportgeschäft zerstörerisch hoch ist und die wirklichen Leistungsträger der Gebarung, leer ausgehen, ist Fakt. Der Anteil diese Untätigen, man kann sie auch als Bürokratie bezeichnen, darf nicht höher als 8-10%, sein - in seiner Gesamtheit!).
Es ist ganz okay und…
Es ist ganz okay und ohneweiters kann man die Sache mit dem EXPORT auch aus diesem Blickwinkel sehen, so wie es die drei Landleute von vor, kurz zitierten. Ja – und trotzdem verbirgt sich hinter den gemachten „Anstößen“ ein großes Potenzial an Diskussionsstoff für eine Chance gemeinsam nützliche Aspekte zum Bereich Wirtschaft-Export, zu finden. Diese könnten dann zum Wohle Aller und die der Gesamtheit einfließen, wenn da nicht immer die alte Denkweise in kontinuierlicher wie schablonenartiger administrationsweise, alles zunichtemachen würde! ( ich wage nur zu sagen, daß der Anteil am Geschäftskostenfaktor des Untätigen am Exportgeschäft zerstörerisch hoch ist und die wirklichen Leistungsträger der Gebarung, leer ausgehen, ist Fakt. Der Anteil diese Untätigen, man kann sie auch als Bürokratie bezeichnen, darf nicht höher als 8-10%, sein - in seiner Gesamtheit!).