Gesellschaft | Neubeginn Zuversicht

Ostern 2.0 ... für Anfänger

Heute wissen vielleicht nicht mehr alle was das Osterfest bedeutet. Oder was es bedeuten sollte.
Oder für was es steht. Kurz zusammengefasst: Hoffnung & Leben, Neubeginn & Licht, Verbundenheit & Frieden
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Golgatha von Edvard Munch um 1900
Foto: free / Golgatha von Edvard Munch
  • Ostern 2.0 … für Anfänger

    Heute wissen vielleicht nicht mehr alle was das Osterfest bedeutet. Oder was es bedeuten sollte. Oder für was es steht. Kurz zusammengefasst:
    - Hoffnung & Leben
    - Neubeginn & Licht
    - Verbundenheit & Frieden

    Zurückzuführen ist das Ganze auf einen gewissen Jesus von Nazareth, der vor gut 2000 Jahren da drüben in Palästina (damals durch eine militärische Spezialoperation durch das Römischen Reich besetzt) - im Nahen Osten - gelebt, gepredigt und begeistert hat. Und von unsäglichen Typen - nach einem fragwürdigen Volksentscheid - zum Tod verurteilt wurde. An´s Kreuz mit ihm! 

    Nun, dieser Jesus Christus ist dann ziemlich armselig an diesem Kreuz auf dem Hügel Golgatha bei Jerusalem verreckt. So wie die beiden links und rechts von ihm, und so wie unzählige andere vor und nach ihm auch. 

    Und warum kennen wir, 2000 Jahre später, immer noch diesen Nazarener? Und vielleicht noch jene beiden, die neben ihm dasselbe Schicksal erlitten haben. Wobei, das waren natürlich Verbrecher, Banditen … die damals irgendwie damit rechnen mussten. 
    Gut, wir kennen heute nicht nur den Namen dieses Jesus Christus, sondern seine ganze Geschichte. Wir kennen die Namen seines Vaters, seiner Mutter, seiner Verwandten, seiner Freunde, seiner Feinde und jene seiner Mörder. Das alles steht in dieser sogenannten Bibel. Eine Art Geschichtsbuch … oder Geschichtenbuch. Darin kann nachgelesen werden wie dieser Jesus wohl gelebt und gewirkt haben dürfte. Und das aus verschiedenen Perspektiven noch dazu. 

    Kurz gesagt; Dieser Jesu war ein Revoluzzer, vielleicht a Hippie, a versiffter Links-Grianer no dorzua. Es war ein sanfter Aufwiegler, ein Schlichter, ein Prediger, ein Menschenrechtler, ein Menschenfreund, ein Mahner, ein Gewerkschafter, eine Lichtgestalt, ein Heiler, ein Heiliger … der Messias.         Oder ein Influencer, dessen Reichweite und Einfluss bis heute unerreicht bleibt. Und das ohne Gesichtsbuch, Sofort-Telegramm, Tick-Tack, BlauHimmel, X oder dieses Was-geht-App. Ja nicht einmal richtigen Büchern, Radio, Fernsehen, Telefon, Internet, Meta, Google und KI. 

    Auf jedem Fall soll dieser „INRI“ (Jesus von Nazareth, König der Juden … das hatte der römische Statthalter Pontius Pilatus am Kreuz anbringen lassen), bald nach seinem Tod am Kreuz, sozusagen irgendwie abhandengekommen sein. Er war nicht mehr dort wo man ihn hingelegt hatte. Maria Magdalena und andere Frauen waren demnach erschrocken, als sie nach dem Rechten sehen wollten und dabei feststellen mussten, dass der Stein vor dem Grab weggewälzt und der Leichnam Jesu verschwunden war. 
    Und jetzt kommts … und das wirkt bis heute nach: Jesus soll „auferstanden“* sein. Ja, auferstanden … vom Ende, vom toten, von den Toten. Auferstanden und aufgefahren in den Himmel. Letzteres passt eh noch. Daran glauben vielleicht selbst jene, die nicht daran glauben. Aber laut dem zweiten Teil dieser vorher genannten Bibel ist dieser auferstandene Jesus mehrfach seinen sogenannten 12 Jüngern und anderen Leuten in leiblicher Gestalt erschienen. Na ja, er hat damit nichts anderes erreichen wollen als den Sieg über den Tod zu bezeugen. Oder das Unmögliche möglich zu machen. Oder, wie es der Apostel Paulus etwas später meinte: Ohne dieses Ereignis wäre der christliche Glaube „sinnlos“.  Freilich gibt es keine Beweise dafür, keine Kripo, keine Sonderkommision und kein Untersuchungsausschuss hat sich damals auch nur irgendwie um so einen Schachsinn gekümmert. Aber egal, es hat zu einer raketenhaften Ausbreitung des Glaubens beigetragen. Der auferstandene Sohn Gottes wurde in diesem Sinne zum einflussreichsten Influencer überhaupt … weit über den eigenen Tod hinaus. 

    * Auferstanden – lateinisch: „resurrectio“ … re = wieder, surgo/surrexi = aufstehen, sich erheben. Ergo: „wieder aufstehen“ / „von unten wieder aufrichten“.
    * Auferstanden – griechisch: „anástasis“ … „wiederaufstehen“ oder „aufstehen“.
    * „Auferstanden“ steht religiös für eine Neuschöpfung oder einen radikalen Neuanfang   … wenn im Oste(r)n am frühen Morgen nach der Morgenröte (eostarun) die Sonne aufgeht.

    Richtig! Wir haben dieses Fest (und auch diesen Feiertag Ostermontag) tatsächlich diesen unglaublichen Ereignissen von vor 2000 Jahren zu verdanken. So wie viele weitere Feiertage und andere Gepflogenheiten übrigens auch. 

    OSTERN … wir, oder zumindest ein Teil der westlichen Gesellschaft, feiert in diesen Tagen die Auferstehung Jesu Christi. Ein Hoffnungsfest sondergleichen. Das Wichtigste im christlichen Jahreslauf. Es ist der Sieg des Lebens über den Tod, der Sieg der Liebe über alles andere. Oder wie es der Theologe Dietrich Bonhoffer einmal formuliert hat: „Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln“. 
    Nun, beim „Nicht Verzweifeln“ tun wir uns derzeit gesellschaftlich etwas schwer. Aber wer diesen Bonhoffer kennt, verzweifelt tatsächlich nicht. Nach seinem über 10-jährigen Widerstand gegen das NS-Regime wurde er nur wenige Wochen vor Kriegsende hingerichtet. Auf persönlichen Befehl dieses braun-versifften Hitler hin. 

    OSTERN … ist das „Versprechen einer guten Zukunft“. So wird es jedenfalls oft gepredigt. Und ein Grund für Zuversicht … religiös interpretiert ist das weit mehr als Optimismus. 

    OSTERN … erinnert uns an einen Menschen, einen menschgewordenen Gott, an einen der gewirkt hat wie kaum andere. An einen, der Beispiel ist, der Vorbild ist (oder in kleinen Teilen sein sollte), der Frieden ist, der Liebe ist. 

    OSTERN … erinnert uns an das Licht der Welt, an den Friedensfürsten, an das Brot des Lebens, das Opfer Gottes … den Guten Hirten. 

    OSTERN … ist demnach eine Zeit der Erlösung, der Versöhnung, der Freude.

    OSTERN ist also die Zeit oder das Fest welches uns an fundamentale Werte wie Nächstenliebe, Gerechtigkeit und Demut erinnern sollte. Detaillierter formuliert, an Sanftmut, Barmherzigkeit, Aufrichtigkeit, Ehrfurcht, Frieden … Bescheidenheit, Gemeinschaft, … Liebe. 

    Ostern mahnt uns also zu Rücksicht, Respekt und Empathie gegenüber Mitmenschen und Natur. Verpflichtet uns zu Humanität, Hilfsbereitschaft, zum Zuhören und der Freude am Leben. 

    Ostern hoaßt in der heinting Zeit a: Oi von Gas! Schluss mit Hate Speech, Shitstorm & Trolling, Cybermobbing & Body Shaming. Es hoaßt Kante zoagn gegn Hass, Terror, Gewalt, Ungerechtigkeit, Radikalisierung, Populismus und Diskriminierung. Gegen das Schüren & Aufwiegeln. Und auch das Entlarven von Fake News und Lügen gehört dazu. 

    Ostern ist Frühling … Erwachen … Aufstehen … Auf-er-stehen. 
    Ostern ist bunt … farbenfroh … vielfältig … breit, lang & queer. 
    Ostern ist Freude …Wärme … Dialog … Zukunft. 

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    Ostern isch Preisguffn, Peckn, Ostergoggelen, Oasterschinkn & Kren, Oascherhos, Osterlampl, Fochaz, Hefezopf & Colomba, Ratschn, Terlaner Sporgl & Boazner Soß, Osterfuier … Kirchn gian, Tet & Tota, Gote & Goti, Gotlpacktl,  … und logisch es Konzert von der Musigkapell. 

    Frohe Ostern