Neue Filmprojekte aus Südtiroler Hand
Dieser Artikel ist für dich kostenlos. Unabhängiger Journalismus in Südtirol braucht aber deine Unterstützung. Wir würden uns daher freuen, wenn du ein SALTO Abo abschließen würdest. Vielen Dank!
Jetzt S+ abonnierenSALTO: Frau Gamper, wie bewerten Sie den Erfolg der aktuellen Förderrunde, bei der mehr als die Hälfte der Projekte das Siegel „Made in Südtirol“ tragen?
Margit Gamper: Das Ergebnis dieser Ausschreibung ist sehr positiv, da wir zahlreiche Bewerbungen erhalten und 20 Projekte finanziert haben – ein Beleg für die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen audiovisuellen Branche. Die Tatsache, dass 11 Projekte in die Kategorie „Made in Südtirol“ fallen, ist für uns eine große Genugtuung, denn das bedeutet, dass mindestens eine Schlüsselposition – Regie, Produktion oder Drehbuch – auf das Gebiet zurückzuführen ist. Das ist ein sehr ermutigendes Signal, auch in Kontinuität mit der ersten Ausschreibung 2026, in der es 9 „Made in Südtirol“ Projekte gab. Auf diese Weise trägt der Fond umso mehr zum Wachstum lokaler Kompetenzen, Unternehmen und kreativer Profile bei.
Inwiefern trägt die überdurchschnittliche Wertschöpfung von über 350 Prozent dazu bei, die lokale Filmbranche nachhaltig zu professionalisieren?
Das Reglement sieht vor, dass jede Produktion in Südtirol territoriale Ausgaben in Höhe von mindestens 150 % des beantragten Beitrags generiert. In dieser Ausschreibung übersteigen die voraussichtlichen Ausgaben auf dem Gebiet – auf Basis der von den ausgewählten Projekten vorgelegten Kostenvoranschläge – 5 Millionen Euro, bei Beiträgen von rund 1,5 Millionen Euro. Das entspricht einer erwarteten territorialen Wertschöpfung von über 350 % und zeigt, wie öffentliche Investitionen einen bedeutenden wirtschaftlichen Mehrwert für die lokale Wirtschaft schaffen. Die Professionalisierung entsteht dadurch, dass sich die von den Produktionen generierten Ausgaben in konkrete Aufträge für Filmschaffende, Crews, technisches und kreatives Personal, Produktionsdienstleistungen, Lieferanten, Logistik, Beherbergungsbetriebe und andere lokale Akteure umsetzen. Auf diese Weise trägt der Fonds zur Kontinuität der Beschäftigung, zum Kompetenzaufbau und zur Stärkung der Südtiroler audiovisuellen Wertschöpfungskette bei.
Welche Bedeutung haben Projekte wie die Dokumentation über „Shanti Powa“ für die Sichtbarkeit lokaler kultureller Identität im internationalen Filmmarkt?
Die Dokumentation über die Shanti Powa spielt eine wichtige Rolle, da sie eine zeitgenössische Facette der Südtiroler Kultur erzählt. Die Band steht für eine Realität, die seit über fünfzehn Jahren ihre Musik auf renommierten internationalen Festivalbühnen präsentiert und so dazu beiträgt, Südtirol über eine zeitgemäße Sprache aus Geschichten, Talenten und kultureller Vermischung bekannt zu machen. Aus Sicht des Fonds steht das Projekt auch im Einklang mit der Logik „Made in Südtirol“: Drehbuch und Regie stammen von Christoph Franceschini, einem bekannten Journalisten aus unserem Gebiet, und die Produktion liegt bei der Bozner Albolina Film. Das Projekt wertet somit lokale Inhalte, lokale Kompetenzen und lokale Produktionskapazität auf und zeigt konkret den Reichtum und die Vielfalt des Gebiets.
Internationale Leuchtturmprojekte
Südtirol fungiert regelmäßig als verlässlicher Partner für internationale Produktionen, die das Land als Kulisse nutzen und lokale Fachkräfte sowie Infrastrukturen einbinden. Zu den aktuellen Projekten zählen der Familienfilm Lassie und die Legende vom wilden Bären (Henning Ferber Filmproduktions), das The Cleaner Christmas Special 2026 (Studio Hamburg UK), die Komödie Der Buchspazierer und die Liebe (Wüste Film), der Thriller Under The Ice (C-FILMS AG) sowie die historische Dokumentation Der Deserteur (Staccato Films).
Welche Synergien entstehen für den Standort, wenn internationale Produktionen wie das „The Cleaner“-Special oder „Lassie“ regelmäßig in Südtirol drehen?
Ergebnisse wie diese sind das Resultat einer langfristig aufgebauten Arbeit. Seit über 15 Jahren investiert unsere Film Commission nicht nur in Förderungen, sondern auch in die Bewerbung des Standorts auf Festivals, bei Branchentreffen und im Dialog mit internationalen Produzenten und Fachleuten.
Für Südtiroler Fachleute ist es zudem eine Gelegenheit, an groß angelegten Produktionen mitzuwirken.
Die von Ihnen genannten internationalen Produktionen erzeugen konkrete Effekte auf mehreren Ebenen. Für Südtiroler Fachleute ist es zudem eine Gelegenheit, an groß angelegten Produktionen mitzuwirken. Sich mit unterschiedlichen Produktionsstandards auseinanderzusetzen und Kompetenzen zu erwerben, die im Gebiet verbleiben. Diese Produktionen bestätigen somit sowohl die Qualität unserer audiovisuellen Wertschöpfungskette als auch den wachsenden Ruf Südtirols als zuverlässiger und wettbewerbsfähiger Partner auf internationaler Ebene.
Wie definieren Sie die strategische Balance zwischen der Förderung etablierter Namen wie Maura Delpero und der Unterstützung von Kurzfilmprojekten aus dem MASO-Programm?
Es geht nicht darum, etablierte Namen und neue Talente gegeneinander auszuspielen, sondern eine vollständige Wertschöpfungskette aufzubauen. Einerseits stärkt die Unterstützung anerkannter Fachleute wie Maura Delpero die Positionierung Südtirols in nationalen und internationalen Kreisen.
Auf diese Weise greift der Fonds in unterschiedlichen Phasen der Karriere mit unterschiedlichen Instrumenten ein.
Andererseits ist MASO ein besonders wichtiges Programm, da es jungen Regisseuren und Produzenten die Möglichkeit bietet, ein Projekt zu entwickeln, dabei Kompetenzen zu erwerben und ein berufliches Netzwerk aufzubauen. Auf diese Weise greift der Fonds in unterschiedlichen Phasen der Karriere mit unterschiedlichen Instrumenten ein.
Wie stellen Sie sicher, dass die finanzielle Förderung über die reinen Drehtage hinaus langfristige Kooperationen zwischen Südtiroler Dienstleistern und internationalen Produzenten fördert?
Wir können nicht garantieren, dass eine Zusammenarbeit über das einzelne Projekt hinaus fortbesteht. Wir können jedoch auf drei Bedingungen einwirken: Projekte mit konkretem territorialem Effekt auswählen, Produktionen beim Kontakt mit lokalen Fachleuten und Lieferanten begleiten und im Nachhinein die tatsächlich in Südtirol getätigten Ausgaben überprüfen. Wenn internationale Produktionen wie Lassie sich entscheiden, mehrfach nach Südtirol zurückzukehren, bedeutet das, dass sie hier Qualität, Zuverlässigkeit und Professionalität finden.
Projekte mit dem Siegel „Made in Südtirol“
Das Label „Made in Südtirol“ wird für elf Projekte vergeben, bei denen Schlüsselpositionen wie Regie, Produktion oder Drehbuch lokal besetzt sind. In der Produktion gefördert werden: Shanti Powa – Music is our Weapon (Albolina Film), Das Vermächtnis (Dolomites Film), Italy's secret gardens (Cornelia Schöpf/Federico Campana), La Base. Una storia di confine (Vittorio Curzel), The Winnowing (Greif Produktion), Heinz Rühmann – Ein Schauspielerleben (A Company Italia), sowie die Kurzfilme Grenzgang (Movie.mento) und Kalte Nähe (Gugg OHG). In der Entwicklung oder als Kurzfilm unterstützt werden zudem Klimt (Maura Delpero), Flügge (Lisa Maria Kerschbaumer), Perfect Tiger (Tamara Diepold/Julian Giacomuzzi), Nanà (Da Palmer Film), Dolasilla – Principessa del destino (Anita Rivaroli/Carlo Zoratti), Can You Touch Me? (Mickey Lai) und Sotto i Nostri Occhi (Luca Bedini).
Ich möchte ja niemanden…
Ich möchte ja niemanden beleidigen, nur bekomme ich bei solchen „Gesprächen“, die mir eher sehr nach schriftlicher Redigierung und PR-Aktion aussehen immer so ein lästiges Gefühl...
Pecunia non olet, sagt jemand. Selbstlob schon, sage ich.
IhDuMm hat mehr Angestellte als das Wobi.
Na dann... Mahlzeit
Hauptsache ...!, die vom…
Hauptsache ...!, die vom Widmann erfundene Film-Förderung den t........... POLITIKERN „350 %tig vor-zu-rechnen + sie zahlen + zahlen + zahlen + stopfen die I D M weiter,“ bis der allerletzte HOTH-SPOTH „von den ...??? sehr beliebten 1 TAGES-TOURISTEN tot getrampelt ist ...!!!“