Wirtschaft
| SALTO Gespräch
„Wer sich beklagt, soll daheimbleiben“
Bettenstopp im Tourismus: Bergführer und Hotelier Joe Rainer aus Sexten fordert auch für Gemeinden mit Hotspots Entwicklungsmöglichkeiten und fürchtet um kleine Betriebe.
SALTO: Herr Rainer, wie hat sich die Gefahrenlage am Berg verändert, seit Sie Bergführer sind?Joe Rainer: Die Gefahrenlage in den Dolomiten ist die gleiche geblieben. Die Veränderungen sind eher in den höheren Lagen der Westalpen zu beobachten. Ich bin schon mein ganzes Leben bei der Bergrettung und ich muss sagen, die Leute sind heute besser ausgerüstet, wenn sie auf den Berg gehen.
Es soll auch Leute geben,…
Es soll auch Leute geben, die kein Hotel haben und an diesen Orten leben, die machen meines Wissens sogar die Mehrheit aus. Vielleicht sollte man mal mehr berücksichtigen, was die wollen.
Zitat: "Frage Salto: Also…
Zitat: "Frage Salto: Also alles nur eine Erfindung der Journalistinnen und Journalisten?
Antwort Jo? Rainer: Ich weiß es nicht... Wenn wir dann runtergehen und mittags in die Menschenmassen kommen":
Also wissen Sie es („Menschenmassen“) doch - da sollte man dann schon ehrlich sein...
Beim Namen Joe muss ich…
Beim Namen Joe muss ich unweigerlich an die Piefke-Saga denken....
Soll nich wertend sein, passt allerdings ins Gesamtbild...
Antwort auf Beim Namen Joe muss ich… von H. Predazzer
https://youtu.be/ffJD_PffYiA…
https://youtu.be/ffJD_PffYiA?is=mUdEfShm7mi4ueCK
Er hat vollkommen Recht…
Er hat vollkommen Recht. Warum soll ein kleiner Betrieb wie der seine nicht ein paar Betten dazubauen können?
Joe Rainer, Beispiel für…
Joe Rainer, Beispiel für eine patriarchal geprägte Haltung, welche die Natur ausschließlich als frei ausbeutbare Ressource wahrnimmt.
- In so einem DenkSystem hat nichts einen inhärenten (inneren) Wert. Ein Berg, Gebiet oder Landschaft hat erst dann einen Wert, wenn materiell, oder in AusBauland umgerechnet wird....
- Empathieverbot: Patriarchale Sozialisation belohnt oft Härte, Wettbewerb und das Unterdrücken von Mitgefühl. Empathie mit nicht-menschlichen Lebewesen oder das Eingeständnis von Verbundenheit
(zur Mitwelt) wird als „weich“ oder „unmännlich“ abgewertet...
- Ausbeutung wird als Statussymbol getarnt...
Kleiner Betrieb? Alles unter…
Kleiner Betrieb? Alles unter 100 betten ist ein kleiner Betrieb? Wer räumt die zimmer dort auf?
Mit 70 Betten kann eine…
Mit 70 Betten kann eine Hotelliers-Familie durchaus an-gemessen leben + die Gäste noch halb-wegs familier betreuen!
Es ist die nackte GIER, „es den Berufs-Kollegen zu zeigen, das -m a n- bei den -B e s s e r e n- angekommen ist“ + sich „mehr Betten leisten kann ...! ...?“
Die Probleme bei den Drei…
Die Probleme bei den Drei Zinnen werden auch laut mir hauptsächlich von der Straße zur Auronzohütte verursacht. Man muss sich diese Höhe und den Ausblick nicht „erarbeiten“ und somit ist auch jeder Zoggler in Flipflops oben. Das entwertet die ganze Umgebung der Zinnen.
Wenn man von Sextner Seite, also vom Fischleintal hochwandert (oder Innichen/Innerfeldtal - ähnlich auch ab Toblach/Rienztal), schaut es anders aus. Wir erwandern die typische Hüttenrunde mehrmals pro Jahr - auch in der Hochsaison - und von den Massen erstickt werden nur die einfach (am besten mit dem eigenen Grottn) zu erreichenden Orte. Bei der Büllelejoch- und der Zsigmondyhütte kann ich in den letzten Jahren keinen Ansturm erkennen. Es sind Leute da, aber immer im Rahmen. Im Gegenteil habe ich eher den Eindruck, dass die echten Bergwanderer eher nachgelassen haben.
Die Herausforderung dort ist eine andere: wie schafft man für Auronzo einen Ausgleich zur äußerst lukrativen Mautstraße. Wir können nicht einfach großkotzig von Südtiroler Seite sagen: tut die Straße zu...