Politik | Soziale Mitte / SVP

Privatwirtschaft soll nachziehen

Die Chefin der Sozialen Mitte der SVP, Gabi Morandell, begrüßt den automatischen Inflationsangleich im öffentlichen Dienst und appelliert an die Privatwirtschaft. Als Generalsekretärin der Region trat sie nach Kritik zurück.
Gabi Morandell: Die Chefin der Sozialen Mitte (SVP) ist nicht mehr die Generalsekretärin der Regionalregierung. Bild: Soziale Mitte der SVP

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Die Lohnsituation und die Kaufkraft in Südtirol standen im Mittelpunkt des gemeinsamen Austauschs der Sozialen Mitte der SVP mit Vertreterinnen und Vertretern der Gewerkschaften und Sozialverbände, teilt der Parteiflügel der Arbeitnehmerschaft in einer Aussendung mit. Auf Einladung der Vorsitzenden Gabi Morandell kamen die Beteiligten heute in Bozen zusammen, um über die aktuelle Situation, bestehende Herausforderungen und mögliche Handlungsansätze zu diskutieren.

Morandell ist außerdem diese Woche als Generalsekretärin der Region zurückgetreten, nachdem die italienischen Koalitionspartner die SVP in der Landesregierung wiederholt auf die Unvereinbarkeit mit dem politischen Amt aufmerksam gemacht haben. Laut Tageszeitung könnte sie nun in ihre frühere Position als Vizegeneralsekretärin der Gemeinde Brixen zurückkehren. Die Vorsitzende der Sozialen Mitte hatte 2023 den Einzug in den Landtag knapp verpasst, ihre Kandidatur für die Wahl 2028 gilt als wahrscheinlich.

Stärkung der Kaufkraft

Landesrätin Magdalena Amhof berichtete bei dem Treffen mit den Gewerkschaften über die Entwicklung der Gehälter im öffentlichen Dienst. Ein zentraler Schritt sei die geplante regelmäßige Inflationsanpassung: Ab 2027 sollen die Gehälter im öffentlichen Dienst jährlich auf Grundlage der programmierten Inflation angepasst werden. Damit soll verhindert werden, dass Gehaltsanpassungen erst mit mehrjähriger Verzögerung erfolgen. Für Morandell sei dieser Mechanismus auch über den öffentlichen Dienst hinaus ein wichtiges Signal: „Wenn es mit dieser Maßnahme gelingt einen Anreiz zu schaffen, die Gehälter auch in der Privatwirtschaft regelmäßig an die Preisentwicklung anzupassen, ist das ein wichtiger Schritt.“

Auch Soziallandesrätin Rosmarie Pamer war bei dem Treffen dabei und verwies unter anderem auf die Unterstützungsleistung für ältere Menschen mit geringem Einkommen. Im letzten Jahr profitierten davon rund 3.000 Seniorinnen und Senioren. Die Erfahrungen aus der ersten Anwendung sollen nun genutzt werden, um die Maßnahme treffsicherer weiterzuentwickeln. Der Austausch habe deutlich gemacht, dass die Stärkung der Kaufkraft verschiedene Bereiche betrifft, von den Löhnen über soziale Unterstützungsleistungen bis hin zu Entlastungen für Familien und Haushalte. (al)

 

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