„Habe nie Romane gelesen“
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Jetzt S+ abonnierenSALTO: Welches Buch hat Sie in Ihrer Kindheit nachhaltiger geprägt, als Sie damals je geglaubt hätten?
Stefan Innerhofer: Struwwelpeter.
Welcher letzte Satz eines Romans ist und bleibt für Sie ganz großes Kopfkino?
Habe nie Romane gelesen.
Das ist schwer zu sagen.
Reimen ist doof, Schleimen ist noch doofer… Auf welches – anscheinend gute – Buch konnten Sie sich nie wirklich einen Reim machen?
Keine Ahnung.
Ein Fall für Commissario Vernatschio. Wie erklären Sie einem Außerirdischen die geheimnisvolle Banalität von Lokalkrimis?
Das erinnert mich an den Wein Vernatsch.
Gewichtig! Welchen Buch-Tipps schenken Sie noch uneingeschränkt Vertrauen?
Im Namen Gottes.
Was für ein Fehlschlag! Welches Buch würden Sie auf einer einsamen Insel zurücklassen?
Das ist schwer zu sagen.
Das Rauschen des Blätterns. Welches Buch würden Sie auf keinen Fall am E-Book-Reader lesen?
Unwissend.
Welches Buch zu Südtirol oder eines/einer Autors/Autorin aus Südtirol würden Sie unbedingt weiterempfehlen?
Sabine Gruber und Oswald Egger.
Stefan Innerhofer
Ich bin im November 1962 geboren und bin in Lana aufgewachsen. Zusammen mit meinen Eltern, der Großmutter, drei Brüder und zwei Schwestern. Als Jüngster war es für mich nicht immer einfach, als ich zwei Jahre alt war, wurde ich an den Gardasee in zwei verschiedene Sanatorien gebracht, aufgrund der Diagnose: angehende Tuberkulose. Ein Jahr Arco, zwei Jahre Torbole und dazu eine antibiotische Kur, von der ich heute die Folgen zu tragen habe. Wieder zurück nach Lana sprach ich kein Wort deutsch, wurde trotzdem in die deutschsprachige Volksschule eingeschult. Alle Klassen samt der Mittelschule mit Bravour bestanden und anschließend in die Arbeitswelt eingetaucht. Die wohl kürzeste Arbeitszeit von vier Tagen, entrichtete ich als Konditor. Da diese Arbeit nicht meinen Erwartungen entsprach, beendete ich sie. Anschließend begann ich eine Lehre als Tapezierer (Raumausstatter) mit Schule und Abschluss als Geselle. Daraufhin kam ich zum Militär. Als ich wieder meine Arbeit als Tapezierer aufnehmen wollte, wurde mir mit der Begründung Arbeitsmangel gekündigt. Daraufhin habe ich die verschiedensten Tätigkeiten ausgeführt und entwickelte gleichzeitig den Bedarf, Texte zu verfassen, um diese dann 1996 in dem Buch Wissens erfüllte Welt niederzuschreiben. Um 2010 erschien Eine kuriose Reise. Derzeit arbeite ich in einer Schule als Schulwart.
Eine Welt ohne Romane ist…
Eine Welt ohne Romane ist möglich, aber sinnlos.