Politik | Landtag

Kinderbetreuung? Nicht durch Opposition

Team-K-Abgeordnete Maria Elisabeth Rieder wollte ein Gesamtkonzept für Kinderbetreuung. Die Mehrheit lehnte ab, obwohl vieles davon längst im Regierungsprogramm steht.
Seehauserfoto

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Ein Nein aufgrund politischer Besitzansprüche? Das kritisiert Team-K-Abgeordneten Maria Elisabeth Rieder und in Bezug auf den abgelehnten Beschlussantrags zur Weiterentwicklung der Kinderbetreuung. „Ich habe mit meinem Antrag keine unrealistischen Forderungen aufgestellt. Ich habe Maßnahmen aufgegriffen, über die Landesrat Achammer und Landesrätin Pamer seit über einem Jahr sprechen und die von der Landesregierung selbst als notwendig bezeichnet werden“, erklärt Rieder. Im Kern ging es um einen Arbeitstisch mit allen Beteiligten, ein ganzheitliches Konzept für Kinder von 0 bis 14 Jahren, die Neuorganisation der Sommerbetreuung und das Ende der viel kritisierten Clickdays.

„Ich habe meinen Antrag damals ausgesetzt, weil mir zugesichert wurde, dass gemeinsam an einem Konzept gearbeitet wird.“

 

Wer in Südtirol Kinder hat und berufstätig ist, kennt das Sommerritual: Im Jänner beginnt die Jagd nach Betreuungsplätzen im Sommer, im Frühjahr die Unsicherheit, im Sommer die Improvisation. Eine Woche hier, eine Erlebniswoche dort, dazwischen Großeltern, Urlaubstage, private Netzwerke; und für viele Familien zusätzliche Kosten, die nicht einfach nebenbei zu stemmen sind.

Die Landesregierung habe das Problem erkannt, beschrieben und programmatisch festgehalten, so Rieder. Nur als Antrag der Opposition war er offenbar nicht mehr mehrheitsfähig, und genau darin sieht die Team-K-Landtagsabgeordnete den Widerspruch. „Ich habe meinen Antrag damals ausgesetzt, weil mir zugesichert wurde, dass gemeinsam an einem Konzept gearbeitet wird. Über ein Jahr später gibt es zwar noch immer Arbeitstische und zahlreiche Ankündigungen, ein konkretes Gesamtkonzept liegt aber bis heute nicht vor. Deshalb habe ich den Antrag erneut eingebracht“, erklärt Rieder. 

Für sie ist das unverständlich: Wenn dieselben Inhalte von der Landesregierung angekündigt werden, würden sie als richtiger Weg gelten. Bringt die Opposition sie ein, würden sie scheitern.