Das Meraner „Niemandsland“
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Jetzt S+ abonnierenAls „Niemandsland“ bezeichnen die Anwohnerinnen und Anwohner in einem offenen Brief das Plankensteinviertel in Meran. Grund ist die im März wieder eröffnete Diskothek „Club La Perla“, in der manche Veranstaltungen auch unter der Woche bis 5 Uhr morgens andauern.
Es sei allerdings nicht nur die Musik der Diskothek, die ihnen mehrmals die Woche den Schlaf raube, beklagen die Anwohnerinnen in dem Schreiben mit rund 50 Unterschriften: „Es ist ein ganzes Viertel, das von Verwahrlosung, Unsicherheit, Schlägereien, nächtlichem Lärm, Drogen und Gewalt geprägt wird. Wir verbringen einen Großteil der Nacht wach – entweder, um unser Eigentum zu schützen, oder weil der Lärm uns schlicht nicht schlafen lässt.“
Dabei unterstreichen sie, dass ein vielfältiges Nachtleben für Meran wichtig sei: „Eine lebendige Stadt braucht Begegnung, Musik und Orte zum Ausgehen. Aber sie braucht ebenso Rücksicht, Verantwortung und Regeln. Ein nachhaltiges Nachtleben kann aber nur dann bestehen, wenn diese Interessen miteinander in Einklang gebracht werden.“
Laut den Anwohnern sei den zuständigen Behörden das Problem bekannt: „Wir wenden uns hilfesuchend an die Gemeinde, das Land, die Polizei und alle anderen zuständigen Stellen. Immer und immer wieder. Doch am Ende geschieht nichts“, heißt es im Brief. Nun fragen sie sich, wer die Verantwortung für die Geschehnisse übernehmen wird und für die wirtschaftlichen Schäden sowie Mietausfällen aufkommen werde.
Dennoch äußern die Anwohnerinnen die Hoffnung, dass das Viertel wieder zu einem ruhigen und einladenden Wohn- und Geschäftsviertel werden könne.
Das Gerichtsverfahren wegen Lärm
Die Gemeinde Meran hatte wegen der Beschwerden bereits eine Verfügung zur Schließung ausgestellt, die von der Diskothek vor Gericht erfolgreich angefochten wurde. Bis zur Verhandlung am Verwaltungsgericht Mitte September wird wohl weiter ohne Rücksicht gefeiert werden.
Schon interessant wie…
Schon interessant wie Richter ticken.
Die sollten mal dort ein Wochenende verbringen und am frühen morgen, nach nicht durchgeschlafener Nacht, die „Reste“ wegputzen.
Es war früher bekanntlich…
Es war früher bekanntlich ein Etablissement, wo man sich im Innenbereich - offenbar auch ohne maximale Beschallung und Störungen der Nachbarschaft - vergnügte. Dass man nun vor und in einem Kondominium hingegen bis 5:00 Uhr akustischer Folter ausgesetzt ist, scheint wohl das zentrale Problem zu sein.
Warum verlagert man solche Betriebe nicht in die Peripherie oder die Industriezone anstatt in einem Wohngebiet oder einer Altstadt. Dort stören sie niemanden, und es gibt auch keine Probleme mit dem Parken. So könnte man gleich Aktivitäten wie Wrestling oder andere Unterhaltungsangebote dorthin verlegen? Der Pfarrplatz, die Lauben ... würden nicht zu Kampfzonen und Orten des Vandalismus.