Gesellschaft | Schule

Religionsunterricht - der richtige Weg

Es ist mit großer Freude zu beobachten, dass der Religionsunterricht in unserem Land wieder jenen Stellenwert erhält, der ihm in einem traditionsbewussten Südtirol immer schon zugestanden hätte.
Hinweis: Dieser Artikel ist ein Beitrag der Community und spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der SALTO-Redaktion wider.
Schulbank mit Kreuz im Hintergrund
Foto: dpa
  • Neuerungen in der Schulbewertung

    Über viele Jahre hinweg hatte man beinahe den Eindruck, als müsse sich dieses Fach rechtfertigen oder gar zurücknehmen, obwohl es doch eine der zentralen Grundlagen für Werte, Orientierung und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft darstellt. Umso erfreulicher ist es, dass nun wieder klar ausgesprochen wird, dass der Religionsunterricht ein ordentliches und gleichwertiges Fach ist, das seinen festen Platz im schulischen Alltag hat.

    Besonders hervorzuheben ist dabei die klare Einbindung der Religionslehrpersonen in die schulischen Entscheidungsstrukturen. Es ist nur folgerichtig, dass jene, die junge Menschen nicht nur fachlich, sondern auch in Fragen von Haltung und Orientierung begleiten, auch bei der Gesamtbeurteilung entsprechend gehört werden und ihre Stimme im Klassenrat einbringen können.

    Dabei bleibt die Freiheit der Entscheidung gewahrt, während zugleich sichergestellt ist, dass die Teilnahme im schulischen Gesamtbild berücksichtigt wird – eine überzeugende Lösung, da eine mögliche Benachteiligung ausgeschlossen ist, solange jeder die Möglichkeit hat, sich ihr durch Teilnahme zu entziehen. 

    Gerade in einer Zeit, in der viele Orientierungspunkte verloren zu gehen scheinen, erscheint es umso wichtiger, dass jene, die sich für den Religionsunterricht entscheiden, auch die entsprechende Wertschätzung und Berücksichtigung im schulischen Gesamtbild erfahren.

    Besonders überzeugend ist dabei das zugrunde liegende Prinzip, dass keine Benachteiligung vorliegt, solange allen die Teilnahme offensteht. Damit ist sichergestellt, dass jeder seinen eigenen Weg gehen kann, ohne dass dies als Einschränkung verstanden werden muss.

    So zeigt sich, dass es möglich ist, Tradition und Freiheit miteinander zu verbinden und dabei zugleich eine klare und nachvollziehbare Struktur im schulischen Alltag zu schaffen.