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Politik | Wahlgesetz

Wahlgesetz ist Sache der Bürger*innen

Es geht beim derzeitigen Geschacher um das Wahlgesetz, national genau so, wie lokal, um keine einzige Änderung, die etwas mit den Erwartungen der Bürger*innen zu tun hat. Den Regierenden geht es dabei um nichts anderes, als um den eigenen Machterhalt.

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Beitrag der Community und spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der SALTO-Redaktion wider.

Bild: Initiative für mehr Demokratie

Die Initiative für mehr Demokratie EO empfindet es für eine wirkliche Demokratie beschämend, dass die politische Vertretung ganz selbstverständlich darüber schachert, wie sie gewählt werden will. Die politische Vertretung gebärdet sich, als wäre das Wahlgesetz ihre ureigenste Domäne und als habe nur sie die Kompetenz, dieses auf zuträgliche Weise festzulegen. Dabei ist das Wahlgesetz das letzte, das sie allein bestimmen dürfte. So ist z. B. im Autonomiestatut festgelegt, dass dazu die Bürger*innen zumindest mit einem Referendum das letzte Wort haben können. In Südtirol also kein Wahlgesetz ohne die Zustimmung der Bürger*innen!

Die Initiative für mehr Demokratie hat schon vor 10 Jahren in einem jahrelangen Beteiligungsverfahren ein neues Landeswahlgesetz erarbeitet und sucht nach Wegen, dieses endlich den Bürger*innen in einer Volksabstimmung vorlegen zu können. Das wird von der Regierungsmehrheit im Landtag mit allen Mitteln - das Autonomiestatut und das Gebot der UN-Menschenrechtskommission verletzend - verhindert. Sie fürchtet, dass die Bürger*innen ein Wahlgesetz verabschieden, mit dem sie nach ihren eigenen Vorstellungen die politische Vertretung wählen können.

Deshalb, so ist die Initiative für mehr Demokratie überzeugt, muss das Ergebnis der nächsten Landtagswahlen 2028 eine grundlegende Demokratiereform möglich machen. Für die dafür nötige Mehrheit wird sie sich mit Nachdruck einsetzen.