Verhandlungen hängen in der Luft
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Jetzt S+ abonnierenDie Zukunft der Stahlwerke Valbruna in Bozen hängt noch in der Luft. Das Land will rund drei Millionen Euro pro Jahr für die Konzession für eine Laufzeit von 30 Jahren, verlängerbar um 30 Jahre. Ein hoher Preis, den die Gewerkschaften anprangern. Fim, Fiom und Uilm haben für Freitag, 10. Juli, eine Demonstration am Magnago-Platz in Bozen angekündigt. „Die Arbeiterinnen und Arbeiter brauchen Sicherheit und können nicht länger in dieser prekären Situation leben“, erklären die Gewerkschaften.
Zermürbendes Warten
Seit beinahe einem Jahr warten Beschäftigte und Gewerkschaften auf verbindliche Antworten. Zwar schien die Verhandlung nach Angaben der Gewerkschaften mehrmals kurz vor einem positiven Abschluss zu stehen, ein endgültiges Abkommen liegt aber weiterhin nicht vor.
Der Streit hatte sich nach dem von der Autonomen Provinz Bozen eingeleiteten Ausschreibungsverfahren festgefahren. Seither, so die Gewerkschaften, gebe es zwar Gespräche und politische Ankündigungen, aber keine klaren Fristen und keine rechtlich gesicherte Lösung. Das sei nicht länger tragbar. „Wir sind immer noch hier und müssen fragen, warum es nicht gelungen ist, zu einer sicheren Lösung zu kommen“, erklären Fim, Fiom und Uilm. Nun sei der Moment gekommen, in dem alle Beteiligten Verantwortung übernehmen müssten heißt es in ihrer Aussendung.
Gefordert werden eine rasche Lösung, die Sicherung der Arbeitsplätze und klare Perspektiven für den Produktionsstandort.
Die Kundgebung am 10. Juli wird nicht direkt auf dem Magnago-Platz stattfinden. Die Provinz hat die Besetzung des Platzes nach Angaben der Gewerkschaften nicht genehmigt. Eine Delegation der betrieblichen Gewerkschaftsvertretung und der Beschäftigten wird sich dennoch in der Nähe des Platzes versammeln, um Druck zu machen.
Die Botschaft der Gewerkschaften ist klar: Gefordert werden eine rasche Lösung, die Sicherung der Arbeitsplätze und klare Perspektiven für den Produktionsstandort.
„Zeit verstreicht nicht vergeblich“
Landesrat Christian Bianchi erklärte, er persönlich hätte nichts gegen die Genehmigung der Kundgebung am Magnago-Platz gehabt. „Das Streikrecht und das Recht auf Durchführung von Demonstrationen müssen geschützt und gewährleistet werden – besonders bei wichtigen Themen wie diesem, das alle Beschäftigten dieses bedeutenden Bozner Unternehmens betrifft“, so Bianchi.
Zugleich versucht Bianchi den Eindruck eines Stillstands zu entkräften. In den vergangenen Monaten sei wichtige Arbeit geleistet worden. Die Landesregierung stimme voll mit den Zielen der Gewerkschaften überein. Er verstehe die Sorge der Beschäftigten, für die jeder weitere Monat Unsicherheit bedeute. Die Zeit verstreiche aber nicht vergeblich, so Bianchi: Es gebe „wichtige Schritte nach vorne“.
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