Gesellschaft | Neue zebra.-Agenda

„Ein Projekt, das verbindet“

Mehr als nur ein Kalender: Die OEW stellt bei einer Mitmachaktion in Bozen die neue zebra.-Agenda 2026/27 vor – ein Gemeinschaftsprojekt mit Youth Info und dem Amt für Jugendarbeit, das zeigt, wie junge Menschen aktiv die Zukunft mitgestalten können.
Bild: Anna Mayr

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Als kleine Agenda, in der viel Großes zusammenkommt, beschreibt Maximilian Ploner, Geschäftsleiter der Organisation für Eine solidarische Welt (OEW) den neuen zebra. Terminplaner für 2026/27: Der zweisprachige Kalender verbindet junge Menschen, soziale Teilhabe und europäische Werte – und ist zugleich eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle für die Verkäuferinnen und Verkäufer der Straßenzeitung, wie zebra.-Straßenverkäufer Ighobue Nwachukwu erzählt.

An diesem Mittwochvormittag füllt sich der Rathausplatz, der im vergangenen November zum „Platz der Kinderrechte“ ernannt wurde, mit Farben, heiteren Gesprächen und neugierigen Passantinnen und Passanten. 

Auf den Pflastersteinen liegen großformatige Plakate mit den zwölf Monatsmotiven der neuen Agenda. Mittendrin: OEW-Bildungskoordinatorin Franziska Blaas, Direktor des Amts für Jugendarbeit Konrad Pamer, Giulia Hillebrand, Sozialarbeiterin im Projekt, zebra.-Straßenverkäufer Ighobue Nwachukwu, Julia Prossliner von Youth Info und Geschäftsleiter Maximilian Ploner. Sie erzählen stolz, was diese dritte Ausgabe der zebra.-Agenda so besonders macht. 

Gemeinsam kreativ: Kinder und Jugendliche malen die Motive zu den EU Youth Goals aus der neuen zebra.-Agenda am Rathausplatz aus. Valentina Huber

„Ein Gemeinschaftsprojekt“, sagt Konrad Pamer – die Agenda, die in Zusammenarbeit der OEW, des Amts für Jugendarbeit und Youth Info entstanden ist, umfasst mehr als nur Platz für Termine: Zitate, Tipps, Denkanstöße, Checklisten und praktische Impulse zu Themen, die junge Menschen beschäftigen, ziehen sich durch die Seiten des Hefts. Für Julia Prossliner von Youth Info eine wertvolle Möglichkeit, jungen Menschen Informationen niederschwellig, verständlich und alltagsnah zugänglich zu machen.

Im Mittelpunkt der Agenda stehen dieses Jahr die EU Youth Goals, elf Jugendziele, die europaweit von über 50.000 jungen Menschen erarbeitet wurden. Themen wie Bildung, mentale Gesundheit, Nachhaltigkeit oder Gleichberechtigung werden Monat für Monat aufgegriffen. „Mitbestimmung beginnt nicht erst in der Politik, sondern überall dort, wo Menschen ihr Umfeld aktiv mitgestalten“, sagt die Projektverantwortliche für Bildung und Schulprojekte Franziska Blaas. Sie beginnt dort, wo junge Menschen Verantwortung übernehmen, mitreden und ihre Ideen einbringen. Genau dazu wolle die Agenda inspirieren.

Die Libellen auf dem grünen Cover hat Nadia (14) vom Sarntal gezeichnet.

Besonders sichtbar wird das durch die Illustrationen: Sie stammen von jungen Kreativen aus Südtirol, die ihre Vorstellungen von einer besseren Zukunft im Rahmen eines Zeichenwettbewerbs als Mandalas umgesetzt haben.

Die Libellen auf dem grünen Cover, Symbol für gute Gewässerqualität und Umweltschutz, hat Nadia (14) vom Sarntal gezeichnet. Neben ihr auf dem Boden sitzen ihre Schwester Maria (17) und Ida (17). Auch sie haben für den Planer gezeichnet und sind heute am Rathausplatz dabei, um die selbstentworfenen Mandalas gemeinsam mit Passantinnen und Passanten anzumalen. „This is so much fun“, der 10-jährige Jakub aus Bosnien hat sich direkt einen Buntstift geschnappt und malt auf dem Boden kniend den Baum des Juli-Motivs zum Thema „Jugend im ländlichen Raum“ an. 

Jünge Künstlerinnen: Ida, Maria und Nadia haben selbst Mandalas für die Agenda entworfen Anna Mayr

Während auf dem Rathausplatz die letzten Mandalas Farbe bekommen, wird deutlich, worum es bei der zebra.-Agenda geht: Menschen zusammenzubringen. Für zebra.-Sozialarbeiterin Giulia Hillebrand liegt der besondere Wert des Projekts in der Gemeinschaft und der Vielzahl an Perspektiven, die durch dieses Projekt entstehen: „Ein Event wie heute bringt die Jugend, die Käuferinnen und Käufer zusammen und das Sozialprojekt mit den Verkäuferinnen und Verkäufern auf die Straße“.

Im Einsatz: zebra.-Straßenverkäufer Ighobue Nwachukwu verkauft die neue Agenda und trägt dazu bei, das Gemeinschaftsprojekt auf die Straße zu bringen. Valentina Huber

Die zebra.-Agenda 2026/27 ist seit Ende Juli bei den Verkäuferinnen und Verkäufern der Straßenzeitung zebra. für 12 Euro erhältlich. Sechs Euro davon bleiben direkt bei den Verkaufenden. Einige Exemplare der Agenda werden auch über die Südtiroler Weltläden verkauft.