Pfeifkonzert mit Helge
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Vorausgeschickt: Helge Schneider kann man nicht beschreiben. Sie lesen also einen kläglichen Versuch, dieses Phänomen in Worte zu fassen.
Denn wie soll man beschreiben, wenn da ein siebzigjähriges Multitalent, das im Kopf immer Kind geblieben ist, im Helge-typisch geschnittenen blauen Anzug vorgeblich unbeholfen auf die Bühne stakst und mit seinem bloßen Blick das Publikum im Brixner Forum zum Lachen bringt? Wie er da singt, wunderbare Melodien pfeift, improvisiert, herumkaspert, musiziert, Geschichten erzählt, Grimassen zieht, sich auf der Bühne verrenkt - kurz: den Klamauk zur Kunstform erhebt.
Helge lobt Brixen, seinen Käse, die Holzschuhe und das nahe Rotterdam.
Helge weiß, wo er ist. Er hat es sich auf der Handfläche notiert! Er lobt Brixen, seinen Käse, die Holzschuhe und das nahe Rotterdam. Das gern Sinatra zugeschriebene „New York, New York“ wird zu „Brixeen, Brixeen“, aber bei all den schönen Bergen, der Regen sei schon eher nicht so gut, „der November kommt heuer etwas früh“.
Auf der Bühne spielt er Klavier – dass Helge Schneider ein ausgezeichneter Jazzmusiker ist, ist ja kein Geheimnis –, aber auch Gitarre, Saxophon, Vibraphon, Conga, allerlei Rhythmusinstrumente, Panflöte und Melodica, diese eigenartige Kreuzung aus Blasinstrument und Klavier. Beim Trompeten hilft ihm ein Stoffäffchen, aber wir vermuten, dass er da selbst drinnen steckt. Auch singen kann er wunderbar, wenn er den will, aber lieber nuschelt er seine Lieder auf Chinesisch, Türkisch und Spanisch oder unterhält sich mit dem Publikum auf Italienisch, einem Italienisch, das nur er selbst versteht.
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Die dumme Sau!
Zu Helge gehören auch Kraftausdrücke, gern grob und vulgär, dumme Sau, ficken, er darf das. Backen ohne Mehl und Backblech, stricken ohne Nadel und Faden, ficken ohne Frau. Er singt ein „Liebeslied“ an seine Mutter, „die wichtigste Frau für jeden Mann.“ Also Helges Mutter natürlich.
Auch Meeresgetier kommt zum Handkuss. Aus Bert Brechts Haifisch aus der Dreigroschenoper wird ein Plädoyer für Kukident und auch Wal Timmy wird erwähnt, war Helge doch selbst mal Wahlhelfer. „Wie die jetzt alle heulen!“
„Schlagzeug spielen muss man nur wollen – aber wer will das schon.“
Seine drei Mit-Musiker in den schlecht sitzenden Anzügen bedenkt er mit Zuneigung und Spott. Der Gitarrist und der Kontrabassist seien tolle Musiker, der Schlagzeuger weniger. „Schlagzeug spielen muss man nur wollen – aber wer will das schon.“
Das vielleicht schönste Bild des Abends ist dann auch Schlagzeuger Thomas Alkier, der sich während des Konzerts durchgehend hinter seinen Jazzbesen vor Lachen biegt. Den Spaß an sich selbst merkt man auch Helge Schneider an, der sichtlich gutgelaunt durch den Abend führt, mal als Sänger, mal als Musiker, mal als Dirigent, Pantomime, Showmaster und Zauberkünstler.
Aber wie gesagt, man kann all die Absurditäten nicht annähernd beschreiben. Man kann Helge nicht in Worte fassen, man muss ihn sehen.
Ich verstehe Helge, habe ihn…
Ich verstehe Helge, habe ihn immer verstanden, egal in welcher Sprache er sich gerade äußert. Und so war es auch dieses Mal, eine großes Spektakel!
Wie??? Er kommt bei Brichsen…
Wie??? Er kommt bei Brichsen und sagt mir nichts???
War ich schon im Winterschlaf, ich Schaf!!!
Ja dann... Mahlzeit...!
helgefan forever ....
helgefan forever ....
Sehr schöner Text 👌…und…
Sehr schöner Text 👌…und stimmt : „Man kann Helge nicht in Worte fassen, man muss ihn sehen.“