Politik | Energiewende

„Rund 6,7 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen“

Erste Energiebilanz Südtirols: Mobilität und Wärmesektor bleiben Schlusslichter beim Klimaschutz. Landesrat Peter Brunner wirbt deshalb einmal mehr für die Wärmepumpe.
LPA / Fabio Bruccerli

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Landesrat Peter Brunner (SVP) stellte heute zur Halbzeit der Legislaturperiode im Alperia-Fernheizwerk in Bozen die erste Energiebilanz Südtirols vor. Diese wurde nach EUROSTAT-Methodik mit den Daten aus dem Jahr 2023 erstellt und stelle die Grundlage für eine fundierte Treibhausgasbilanz und die Überarbeitung des Klimaplans dar. 

​Südtirol sei bereits heute bei den erneuerbaren Energien, der Stromproduktion und der Fernwärme ​stark aufgestellt. „94 Prozent der Stromproduktion und 40 Prozent der Wärmeproduktion stammen aus erneuerbaren Quellen. Bei den erneuerbaren Energieträgern entfällt der Großteil auf Biomasse“, erklärte Brunner. Die Energiebilanz zeige aber, dass fossile Energieträger bei der Deckung des Endenergieverbrauches in Südtirol relevant bleiben, insbesondere im Wärme- und Transportsektor​.

Hohe Emissionen: Wärmeerzeugung und Transport

Mit der Weiterführung der Energieförderungen will das Land Südtirol deshalb hier weiter Anreize für die Energiewende setzen. „Die Zahlen zeigen, dass die Förderpolitik wirkt: So ist im Jahr 2025 das gesamte Investitionsvolumen – also die Summe, die die Bevölkerung in Gebäudesanierungen und erneuerbare Energien zu investieren bereit ist –  im Vergleich zum Vorjahr um 55 Prozent gestiegen“, berichtete Brunner.

Der Umstieg von einem Gaskessel auf eine Wärmepumpe zahle sich durch die Landesförderung auch ökonomisch aus: „Mit der Landesförderung von 60 Prozent beträgt die Amortisationszeit der Investition zwischen 6,5 und 7,5 Jahren – ohne würde sie sich auf rund 16,5 Jahre erhöhen“, so der Landesrat. Zudem leiste die Fördermaßnahme auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. „Durch den Umstieg von einem Gaskessel auf eine Wärmepumpe in Kombination mit einer Photovoltaikanlage kann ein Einfamilienhaus rund 6,7 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen“, so Brunner.

Erdgas: Laut Südtiroler Klimaplan ist das Heizen für rund 20 Prozent der CO2-Emissionen hierzulande verantwortlich. CC0

Außerdem kündigte Landesrat Brunner an, dass die Agentur für Energie Südtirol – KlimaHaus ab 2027 die Gebäudezertifizierungen sowie die Betreuung der Initiativen KlimaGemeinde und KlimaSchule und deren fachliche Begleitung kostenlos erbringen werde. 

Zudem würden sich mit der Autonomiereform neue Spielräume beim Abfallsystem und der kommunalen Wärmeplanung ergeben: „Diese möchten wir nutzen“, betonte Brunner.