„Wachstum darf nicht Vorrang haben“
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Jetzt S+ abonnierenSüdtirols Wasserressourcen geraten zunehmend unter Druck: Lange Trockenperioden, hohe Temperaturen und fehlende Schneereserven verschärfen die Situation. Das Land hat bereits im Juli erste Maßnahmen zur Wassereinsparung ergriffen. Für die Soziale Mitte der SVP reicht das aber nicht aus, teilt sie in einer Aussendung mit. Es brauche eine grundsätzliche Diskussion darüber, wie viel Wachstum Südtirols Wasserversorgung überhaupt verkraftet, teilt der Parteiflügel mit.
„Wir können nicht so tun, als wären unsere Wasserressourcen unbegrenzt. Wenn weniger Wasser zur Verfügung steht, müssen wir auch darüber sprechen, ob und wo weiteres Wachstum noch möglich ist“, betont die Vorsitzende der Sozialen Mitte der SVP, Gabi Morandell.
Besonders der Tourismus müsse dabei Teil der Diskussion sein. Südtirol verzeichnet rund 38 Millionen Übernachtungen pro Jahr. Je nach Unterkunft und Angebot kann der Wasserverbrauch eines Gastes deutlich über jenem eines Einheimischen liegen, deshalb sei eine Datenerfassung des Wasserverbrauchs in diesem Sektor notwendig. Auch Landwirtschaft, Industrie, Gemeinden und private Haushalte müssten ihren Beitrag leisten, betont die Soziale Mitte (SVP). Zudem sei zu erheben, wie viel Wasser durch veraltete oder undichte Leitungsnetze verloren geht.
Morandell fordert deshalb eine „Wasserstrategie Südtirol 2030/2040“ mit verbindliche Zielen für Einsparung, Wiederverwendung, Speicher, Bewässerung und die Sanierung der Leitungsnetze. „Wachstum darf nicht automatisch Vorrang vor der Verfügbarkeit unserer natürlichen Ressourcen haben“, so die Vorsitzende. (al)
Die Schwammige Mitte ist ja…
Die Schwammige Mitte ist ja so kompetent und geht mit Problemen in die Presse anstatt die eigenen Partei anzuleiten, die Probleme zu lösen.
Ja, sind denn bald Wahlen …
Ja, sind denn bald Wahlen ...
Habe noch nie verstanden, warum sich die Soziale Mitte der SVP regelmäßig an die Presse wendet, wo sie mit der SVP ja an der Macht sitzt. Einfach tun ... wäre angesagt!!!
Antwort auf Ja, sind denn bald Wahlen … von G. P.
In der Partei hat der…
In der Partei hat der soziale Flügel nichts zu melden, deshalb begnügt man sich mit Presseaussendungen und geht damit auf Stimmenfang. Dem kleinen Mann soll vorgegaukelt werden, die SVP interessiere sich für seine Themen.
Ihr seid regierende Partei:…
Ihr seid regierende Partei: handelt!
(Wer sonst kann handeln und verbindliche Maßnahmen beschließen?)
Die Morandell wird auch…
Die Morandell wird auch diesmal wieder nicht in den Landtag kommen, und ihr Vize, der Klarinettist, erst recht nicht. Eine traurige Truppe, die Ex-Arbeitnehmer.
Gabriele Morandell hat mich…
Gabriele Morandell hat mich gebeten, zu ihrem Vorschlag meine Sichtweise einzubringen.
Nun, das mit dem Bestimmen der verfügbaren Wassermenge ist nicht ganz einfach:
🏔️ Das Problem mit dem Wasserkreislauf (Die Gletscher als „Zeit-Puffer“)
Wasser lässt sich nicht einfach statisch berechnen, da wir es mit einem dynamischen Kreislauf im Wandel zu tun haben. Die Gletscherschmelze ist zwar eine Prognose – ob sie exakt so eintrifft, kann keiner auf das Jahr genau sagen –, aber die Tendenz ist eindeutig.
Stellt euch die Gletscher und Schneereserven wie einen natürlichen Zeit-Puffer vor, der das Wasser im Winter speichert und im Sommer langsam abgibt. ❄️➡️💧
Wenn dieser Puffer schrumpft, verteilt sich der Niederschlag anders: Er fällt je nach Jahreszeit vermehrt als Intensivregen ⛈️ oder Winterregen. Dieser Niederschlag muss dann erst einmal den Weg ins Grundwasser finden. Wenn aber starker Regen auf ausgetrocknete, harte Böden trifft, wirkt die Oberfläche wie eine Wachstuchdecke: Das Wasser fließt oberflächlich ab, bevor es langsam einsickern und die Grundwasserkörper neu auffüllen kann. So steht es uns später nicht mehr im gewohnten Umfang als Quell- oder Grundwasser zur Verfügung.
Eine zukunftsfähige Wasserstrategie muss deshalb an drei zentralen Hebeln ansetzen:
1. 🧽 Schwamm-Konzepte umsetzen
Wir müssen Wasser in Städten und in der Landschaft dort zurückhalten, aufsaugen und versickern lassen, wo es fällt (Sponge City / Schwamm-Landschaft). Nur so geben wir dem Boden die Zeit, das Wasser wie ein weicher Schwamm aufzunehmen und verzögert ins Grundwasser einzuspeisen. 🌱
2. 🚰 Das verdeckte Potenzial im Netz heben (Sanierungsdruck statt bloßer Fördergelder)
Unsere Trinkwasserleitungen gleichen stellenweise einem Nudelsieb. Allein in der Region Trentino-Südtirol verlieren wir schätzungsweise rund 58 Millionen Kubikmeter aufbereitetes Trinkwasser pro Jahr durch undichte Netze! 📉
> 💡 Zum Vergleich: Damit könnte man rund 400.000 Durchschnittshaushalte ein ganzes Jahr lang vollständig mit Trinkwasser versorgen!
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Hier darf die Landesregierung nicht nur Fördergelder verteilen. Sie muss endlich echten Druck auf die Gemeinden ausüben, ihre Netze verbindlich zu sanieren – wenn notwendig auch mit konsequenten Sanktionen bei Verzug. Bevor wir den Bürgern das Wasser rationieren, müssen die Hausaufgaben bei der Infrastruktur erledigt werden! 🛠️
3. ⚖️ Tarifreform, Wassereffizienz & moderne Agrar-Systeme
* 💶 Tarife anpassen: Großabnehmer müssen tariflich anders behandelt werden – wer übermäßig viel verbraucht, muss progressiv mehr bezahlen.
* ⚡ Smarte Energienutzung im Wasserkreislauf: Im Wasserkreislauf lässt sich Energie nicht nur verbrauchen, sondern auch erzeugen. Warum rüsten wir Druckminderer in unseren Leitungsnetzen nicht flächendeckend zu kleinen Stromturbinen um?
* 🍏 Landwirtschaftliche Innovation nutzen: Für die Landwirtschaft gibt es längst hervorragende Lösungen, die von der Politik und Landeseinrichtungen (wie etwa der Laimburg) bisher leider zu wenig gesehen oder verstanden werden.
Ein Paradebeispiel dafür ist das in Naturns entwickelte Agrarkurtsystem (weitere Infos unter www.agrarkurtsystem.eu und Kurt Raffl agrarkurtsystem):
* ☀️ Doppelernte auf derselben Fläche: Neben dem Apfel- oder Weinbau wird über integrierte Solarzellen direkt auf der Plantage sauberer Strom erzeugt.
* 💧 Massive Wassereinsparung: Durch kinetische, automatisierte Schutzfolien wird die Verdunstung extrem gesenkt und der Wasserverbrauch um bis zu 70 % reduziert. Zudem entfällt der gigantische Wasserbedarf für die klassische Frostschutzberegnung im Frühjahr, da die Folien die Bodenwärme unter dem Dach halten. ❄️❌
* 🛡️ 100 % Abdriftschutz & 66 % weniger Pflanzenschutzmittel: Spritzmittel werden unter dem geschlossenen Dach ausgebracht, wodurch Windabdrift komplett ausgeschlossen wird.
* 🌿 Mikroplastik-Stopp: Da die Schutzfolien im Gegensatz zu dauerhaft montierten Hagelnetzen nur bei Unwetter ausgefahren werden und sonst geschützt aufgerollt bleiben, wird der witterungsbedingte Plastikabrieb in Böden und Gewässer drastisch minimiert.
Fazit: 🎯 Echte Nachhaltigkeit beginnt beim messtechnischen Nachweis, dem Mut zu klaren politischen Vorgaben für die Gemeinden und dem mutigen Einsatz innovativer Technologien, die Wasser sparen und gleichzeitig Energie erzeugen.
#Wasserwirtsc#Klimawande#Umweltschutz #ZukunftGestalten
So scheinheilig..... wir…
So scheinheilig..... wir haben in Südtirol eine Eurac, welche unmengen an Geld verschlingen und niemand ist auf die Idee gekommen, den Wasserhaushalt-/mengen/ Kapazitäten zu untersuchen. Oder eine Laimburg.....
frau morandell, sie sprechen…
frau morandell, sie sprechen hier themen an, für welche sich die 2seriösen oppositionsparteien schon lange einsetzen... wie wäre es mit einer überparteilichen zusammenarbeit? Statt taktiererei und machtspielchen. - Um mit diesen wichtigen zukunftsthemen endlich in die gänge zu kommen?...würde auch sie, als politische vertreterin der mitte, glaubwürdig machen...
Wenn ich sehe Wie die…
Wenn ich sehe Wie die Vinschger Obstbarone „Alles“ auf Tropfberegnung umgestellt haben denke ich könnten Sie auf die Oberkronen Beregnung verzichten. Aber es scheint dass Einige der Alten die Fahrgassen „übergrün“ brauchen um zu mulchen