Bücher | Präsentation

„Ausschluss – Esclusione“

Zugehörigkeit oder Ausgrenzung? Das Projekt „Zeitworte - Parole del tempo“ präsentiert in Bozen Texte von Elvira Mujčić und Marlene Streeruwitz über soziale Risse.
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Foto: ZeLT
  • Das spannungsgeladene Worttandem „Ausschluss – Esclusione“ steht im Mittelpunkt des  Rechercheprojekts „Zeitworte - Parole del tempo“.  Das Projekt ist eine Initiative des Edizioni Alphabeta Verlags und des Europäisches Zentrum für Literatur und Übersetzung (ZeLT).

    Bereits im Frühjahr 2025 wurde während eines ZeLTsalon:s  „Ausschluss – Esclusione“ von den beteiligten Autorinnen und Autoren und ihren Übersetzerinnen und Übersetzern erarbeitet. Das Ergebnis liegt nun in Form einer zweisprachigen Publikation vor, die insgesamt vier Erzählungen vereint. 

  • Autorin Elvira Mujčić: Foto: Salvatore Madau
  • Neben den Autorinnen Elvira Mujčić und Marlene Streeruwitz haben auch Kurt Lanthaler und Sebastiano Mondadori wesentliche Beiträge zu diesem Band beigesteuert. 

  • Die Autorinnen

    Elvira Mujčić, 1980 in Loznica geboren, kam durch die Balkankriege nach Italien. Die in Rom lebende Autorin, Übersetzerin und Radio-Stimme (Rai Radio 3) vermittelt in ihren Werken, wie dem aktuellen Roman La stagione che non c’era, meisterhaft zwischen den Kulturen. 

    Marlene Streeruwitz zählt zu den wichtigsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Die vielfach ausgezeichnete Autorin setzt sich in ihren Romanen, wie Flammenwand oder ihren jüngsten Handbüchern, radikal mit gesellschaftspolitischen Machtstrukturen und der Zeitgeschichte auseinander. 

  • Die Autorin Marlene Streerufwitz: Foto: Mafalda Rakos
  • Die Texte thematisieren die prekäre Lage von Menschen auf unsicherem Terrain – zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit. Es geht um Erinnerungen und innere Konflikte, die zeigen, wie Ausgrenzung schleichend zur Gewohnheit werden kann. Unterstützt wurde der literarische Prozess durch die präzise Arbeit der Übersetzer:innen Michaela Heissenberger, Donatella Trevisan, Alma Vallazza und Stefano Zangrando, welche die Texte für den deutsch- und italienischsprachigen Band zugänglich machten. 

  • Das Buch wird am morgigen Donnerstag, den 9. April 2026, um 20 Uhr in der Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann in Bozen vorgestellt. Im Dialog mit Stefano Zangrando und Maria C. Hilber geben die Autorinnen Einblick in ihre Texte. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Bibliotheken Teßmann, „Claudia Augusta“ und der Stadtbibliothek Bozen gemeinsam mit dem Alphabeta Verlag und dem ZeLT. Weitere Termine der Reihe werden in Kürze bekanntgegeben. Infos