Pflege nach Schumann
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Korinna Schumann wurde am 3. März 2025 die österreichische Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz. Gleichzeitig wirkt sie als Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Damit ist Schumann mächtig in der SPÖ.
Schumann ist mit dem Sozialministerium eng verbunden. Dort wurde sie 1989 Mitarbeiterin in der Abteilung für Koordination und Planung mit der Schnittstelle Behinderung, Pflege, Sozialhilfe (IV/A/2). Schumann war auch Mitglied der Personalvertretung und Vorsitzende des Dienststellenausschusses im Sozialministerium.
In der Schnittstelle von Koordination mit Pflege und Sozialhilfe ist Korinna Schumann fraglos vertraut mit der Problematik von Erwachsenenvertretung. Sachwalter übernehmen das gesamte Vermögen. Finanziell und politisch motiviert. Ohne strafrechtliche Begründung. Zivilrechtlich durchgeführt. Mit eklatanten Verletzungen der Grundrechte. Arbeitnehmer werden ernsthaft blockiert und ausgeschaltet. Sie verlieren ihre Wohn- und Arbeitsräume, ihre Konten werden beschlagnahmt, alle Vermögenswerte übernommen, ihre Produktionsmittel enteignet.
Verelendung und soziale Isolation sind die Folge. Schumann wurde befragt, welche Maßnahmen sie als Ministerin gegen Übergriffe durch Erwachsenenvertreter setzen wird.
Die Presseanfrage wurde auf SALTO veröffentlicht:Erwachsenenvertretung als Mobbing
Anfrage an Ministerin Korinna Schumann
Salto, 4. 3. 2025
www.salto.bz/de/article/04032026/erwachsenenvertretung-als-mobbing
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Bearbeitung der Presseanfrage im Sozialministerium von Schumann
Die Presseanfrage wurde an die Abteilung I/B9 des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz weitergeleitet. B9 ist die Abteilung für Compliance, Veranstaltungs- und Auszeichnungsmanagement, Sonderprojekte, Bürgerinnenanfragen, unterstellt der Sektion I für Präsidialangelegenheiten.
Antwort des Ministeriums für Arbeit und Soziales
Die Antwort der Abteilung I/B9 erfolgte am 5. März, mit den üblichen Floskeln.Subject: AW: Presseanfrage: Frau Bundesministerin Schumann
Inbox: 2026/03/05 23:30
from: <[email protected]>
to: <johannes.schuetz@journalist...>
Guten Tag!
Frau Bundesministerin Korinna Schumann hat das Service für Bürgerinnen und Bürger beauftragt, Ihnen auf Ihr Anliegen zu antworten.
Diesem Auftrag kommen wir hiermit gerne nach.
Ihr Anliegen betreffend Sachwalterschaft bzw. das Erwachsenenschutzgesetz fällt nicht in den Zuständigkeitsbereich unseres Ressorts, sondern obliegt dem Bundministerium [sic!] für Justiz.(...) [Übliche Links zum Bundesministerium für Justiz]
Auch wenn Ihnen das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz nicht in Ihrem Sinne behilflich sein konnte, hoffen wir, Sie zumindest hinreichend über die Zuständigkeit informiert zu haben".
(Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Abteilung I/B/9, Email, 5. 3. 2026)Bundesministerium für Arbeit, Soziales,
Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Sektion I – Präsidialangelegenheiten, Supportfunktionen, IT
Gruppe B/Abteilung 9 – Compliance, Veranstaltungs- und Auszeichnungsmanagement, Sonderprojekte, Bürger:innenanfragen
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Pressesprecher um Stellungnahme angefragt
Die beiden Pressesprecher Christoph Ertl und Martin Mandl wurden nun um einen Kommentar zu dieser Antwort der Abteilung I/B/9 angefragt, am 19. März und am 23. März:
„Ich bin an Ihrer Aussage zur Antwort des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales durchaus interessiert. Sind Sie der Meinung, dass eine solche Presseanfrage an die Frau Bundesministerin in dieser Weise beantwortet werden darf?“
(Johannes Schütz, Email an Christoph Ertl und Martin Mandl, Pressesprecher Ministerin Schumann, 19. 3. 2026)Es wurde dabei betont, dass bei der Anfrage auch die Verelendung der Betroffenen mehr thematisiert werden kann:
„Selbstverständlich könnte ich in einer Anfrage auch die sozialen Folgen der Übergriffe durch Sachwalterschaft und Erwachsenenvertretung betonen“.
Die Pressesprecher wurden darauf aufmerksam gemacht, dass die Presseanfrage bereits auf SALTO veröffentlicht wurde und jedenfalls ein ausführlicher Report über die Ergebnisse dieser Umfrage vorgelegt wird.
Die Pressesprecher blieben stumm. Es erfolgte keine Erklärung von Sozialministerin Schumann.
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Links
Erwachsenenvertretung als Mobbing
Anfrage an Ministerin Korinna Schumann
Salto, 4. 3. 2025
Erwachsenenvertretung und Sachwalterschaft werden als als Instrumente für Mobbing eingesetzt. Arbeitnehmer werden damit blockiert. Wie reagiert die österreichische Bundesministerin für Arbeit und Soziales.
www.salto.bz/de/article/04032026/erwachsenenvertretung-als-mobbingKlingenbrunner Macht Justiz
Salto, 3. 4. 2026
Tausende Beschwerden über die Justiz in Österreich. Vermögenskonfiskation durch Erwachsenenvertretung. Spielmacher im Ministerium ist Kabinettschef Alexander Klingenbrunner. Am Aschermittwoch wurde Justizministerin Anna Sporrer um eine Stellungnahme angefragt.
www.salto.bz/de/article/03042026/klingenbrunner-macht-justizPressefreiheit Ohne Babler
Salto, 6. 4. 2026
Angriff auf die Pressefreiheit durch Sachwalterschaft und Erwachsenenvertretung in Österreich. Angefragt wurde Medienminister Andreas Babler.
www.salto.bz/de/article/06042026/pressefreiheit-ohne-babler
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