Bozner Wedding Party
Dieser Artikel ist für dich kostenlos. Unabhängiger Journalismus in Südtirol braucht aber deine Unterstützung. Wir würden uns daher freuen, wenn du ein SALTO Abo abschließen würdest. Vielen Dank!
Jetzt S+ abonnierenAm vergangenen Samstag ging es schließlich (nach einer zweijährigen Vorbereitungsphase) über die Bühne, das außergewöhnliche Theater- und Gemeinschaftsprojekt unter dem schlagkräftigen Titel: Wedding Party. „Im Verlauf des Projekts rückte das Thema Liebesbeziehungen in den Mittelpunkt“, berichtet eine der Mitstreiterinnen, Valentina Gianera, gegenüber SALTO.
„Die Beteiligten untersuchten, wie Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft in Partnerschaften miteinander leben, Konflikte überwinden und gemeinsame Wege finden. Daraus sollten Erkenntnisse gewonnen werden, die auch für das Zusammenleben innerhalb einer Stadtgesellschaft von Bedeutung sein können.“ Dazu wurden unzählige Gespräche geführt und ausgewertet, zu Texten verarbeitet und schließlich zu einer dramaturgischen Gesamtstruktur zusammengefügt. Regisseurin Lorena La Rocca bediente sich dabei der Methoden des sogenannten Community-Theaters.
Ist das die Hochzeit des Egetmann-Hansl, oder was?
Das Projekt umfasste weit mehr als die eigentliche Theaterarbeit. „Beteiligt waren außerdem drei Schulen mit rund sechzig Schülerinnen und Schülern sowie zahlreiche weitere Mitwirkende aus den Bereichen Musik, Regie und Gestaltung“, erzählt Gianera.
Symbolischer Höhepunkt der Aufführung war die Hochzeit zweier von Schülerinnen und Schülern gestalteter Figuren: Giacomo Casanova und Lena Pfeifer. Der Hochzeitszug zog vom Samstagsmarkt auf den Rathausplatz. Nach der Trauung ging es zum Fest ins Stadtviertel Kaiserau, wo sich die Aufführung in ein regelrechtes Volksfest verwandelte.