Klasse Radschläge
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Jetzt S+ abonnierenBozen Radstadt? Das war einmal! Schlug die Landeshauptstadt vor einem Vierteljahrhundert den modernen Weg ein, indem sie die Fahrradkultur auf hohem Niveau förderte, scheint die Liebe zum Fahrrad 25 Jahre später etwas eingeschlafen zu sein. Der neue Radwegknotenpunkt am Verdiplatz ist eher ein Schandfleck, der obendrein verkehrstechnisch etwas wirr erdacht wurde. Zudem setzt die Stadt immer noch auf das Automobil als heilbringendes und nach wie vor en vogue befindliches Fortbewegungsmittel oder hechelt, etwas ewiggestrig, nach mehr Parkplätzen und Tiefgaragen.
Doch aktuell gibt es eine Insel der Fahrradkultur. Sie kann im ersten Stock des Universitätsgebäudes in Bozen in Form einer Fahrradausstellung begangen und erlebt werden. Ursprünglich nur bis zum 7. Juli geplant, wurde sie wegen des großen Erfolgs bis zum 14. Juli verlängert.
Die Ausstellung Creating Cycling zeigt das Fahrrad nicht nur als Objekt, sondern als Teil einer Kultur aus Design, Infrastruktur und Gemeinschaft. Es steht für nachhaltige Mobilität, sozialen Austausch und gesellschaftlichen Wandel. Besonders seine Einfachheit und Zugänglichkeit fördern Freiheit und Teilhabe. Gezeigt werden vielfältige Projekte aus Design, Kunst und Forschung rund um das Fahrrad. Sogar das legendäre Wetten, dass..?-Rad von Raimund („Heitschi“) Weissensteiner ist als antiquarischer und lokaler Hingucker am Eingang zu sehen. Dazu allerhand Neues und Soziales – alles im Sinne eines emanzipatorischen Freiheitsgedankens, der beim Fahrradfahren mitschwingt (und nicht nur historisch belegbar ist).
SALTO hat mit zwei der drei Kuratoren von Creating Cycling gesprochen. Schauen Sie sich das Video an.
Mit dem E-Fahrrad lässt sich…
Mit dem E-Fahrrad lässt sich auch nicht so flaches Gelände mit an-nehmbarer Mühe über-winden.
Gegenwärtig fehlt nur noch die Wieder-Gewinnung der Energie beim abwärts-Fahren, auch um die Pfleg-aufwendigen Bremsen zu schonen, die beim E-Auto gut 1/3 der Energie zurück bringt!