Gesellschaft | Lehrpersonen

Löhne werden rückwirkend erhöht

Einigung im Bildungsbereich: Die Reallöhne steigen rückwirkend ab 2026 auch an staatlichen Schulen.
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Foto: Fabio Brucculeri LPA
  • Die Verhandlungspartner im Bildungsbereich haben sich auf eine Reallohnerhöhung geeinigt, die nun auch für staatliche Schulen gilt. Damit wird die bereits beschlossene Gehaltsanpassung für Landeslehrpersonen auch für das staatliche Lehrpersonal geltend gemacht. Die Erhöhung tritt rückwirkend mit 1. Januar 2026 in Kraft.

    Das Lehr- und Erziehungspersonal an Schulen und Kindergärten sowie Mitarbeitende im Integrations- und Sozialbereich sollen laut Verhandlungspartnern davon profitieren. Insgesamt betreffe die Maßnahme rund 14.000 Vollzeitstellen. Besonders deutlich falle die Erhöhung beim Einstiegsgehalt aus: Dieses steigt etwa an Grundschulen von rund 39.300 auf 46.800 Euro brutto jährlich.

    Noch Diskussionsbedarf besteht hingegen bei der geplanten Annäherung der Gehälter zwischen den Schulstufen sowie zwischen Schulen des Landes und staatlicher Art, heißt es in der Presseaussendung. Von den insgesamt vorgesehenen 110 Millionen Euro seien bereits 92 Millionen verplant, über die verbleibenden Mittel werde weiter verhandelt.

    Auch Andrea Perger von der Initiativgruppe der Lehrerproteste Qualitätsmarke Bildung sieht die Entwicklung positiv: „Die Erhöhung ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und war dringend notwendig. Ich bin überzeugt, es hat diesen Druck der Lehrpersonen vor Ort gebraucht! Dies ist also vor allem ein basisdemokratischer Erfolg. Das haben wir Lehrpersonen gemeinsam geschafft, darauf können wir auch gemeinsam stolz sein. Dass alle Unterrichtsergänzenden Tätigkeiten wie Ausflüge und Projekte wieder ‚normal‘ starten im Herbst glaub ich dennoch nicht. Denn grad beim Thema Ausflüge sind viele rechtliche Fragen offen, wie etwa die fehlende Versicherung für die Lehrpersonen. Zudem gibt es neben der ökonomischen Seite, auch noch weitere große Baustellen im Bereich Bildung: etwa beim Thema Integration gibt es dringenden Handlungsbedarf. Viele Kolleginnen und Kollegen beobachten die Entwicklungen genau und werden dann ihre Entscheidung treffen.“