Vogelschutz vertagt
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Jetzt S+ abonnieren„Eckverglasungen und Wintergärten sind zukünftig aus hochwirksamem Vogelschutzglas zu errichten“, sagte Brunner damals. Ebenso alle zusammenhängenden Flächen, die größer als acht Quadratmeter sind. Es betrifft also nicht das Wohnzimmerfenster, sondern vor allem Glasfassaden, Balkonbrüstungen, Lärmschutzwände und Wartehäuschen.
Der Gesetzentwurf war gemeinsam mit dem Landesverband der Handwerker (lvh) und dem Dachverband für Natur- und Umweltschutz ausgearbeitet worden, von den Gemeinden und der Landesregierung für gut befunden und hätte im Juni im Landtag behandelt werden sollen.
„Erst wurde das Gesetz groß angekündigt, dann hieß es plötzlich, es sei zu teuer und es gebe Probleme bei der Verfügbarkeit.
Nun wurde aber im zweiten Gesetzgebungsausschuss die Passage erst mal gestrichen, wie Madeleine Rohrer von den Grünen kritisiert: “Erst wurde das Gesetz groß angekündigt, im Gesetzgebungsausschuss hieß es dann plötzlich, es sei zu teuer und es gebe Probleme bei der Verfügbarkeit."
„Nicht gestrichen, nur zurückgezogen“
Ist das Projekt damit vom Tisch? Brunner widerspricht: „Der Antrag ist nicht gestrichen, nur zurückgezogen. Wir sind weiterhin davon überzeugt, das Thema bleibt auf der Agenda, das haben wir so auch mit dem Dachverband besprochen.“
Es habe aber mehrere Meldungen von Fensterbauern und aus der Glasindustrie gegeben, die sich nicht so schnell auf die neue Regelung einstellen können und es sei noch nicht genügend Vogelschutzglas verfügbar.
„Wer eine Maßnahme erst öffentlich ankündigt und sie dann selbst abschießt, hat entweder schlampig gearbeitet oder reine Ankündigungspolitik betrieben.“
Ein weiteres Problem sei der Einfluss der Spezialgläser auf die thermische Isolierung und somit auf den Klimahausstandard, das sei noch abzuklären. „Wir wollen es nicht jetzt beschließen und dann ändern“, sagt Brunner, „sondern werden in einigen Monaten einen neuen Vorschlag vorlegen.“
Doch das lässt Rohrer nicht gelten: „Hat Brunner seinen eigenen Vorschlag eingebracht, ohne diese Punkte vorher zu prüfen? Wer eine Maßnahme erst öffentlich ankündigt und sie dann selbst abschießt, hat entweder schlampig gearbeitet oder reine Ankündigungspolitik betrieben. So oder so ein schlechtes Arbeitszeugnis.“
10.000 tote Vögel pro Jahr
Jährlich verenden in Südtirol rund 10.000 Vögel an Glasfassaden, weil sie diese nicht als Hindernisse erkennen und dagegen prallen. Vogelschutzglas ist Glas mit speziellen Beschichtungen oder Mustern, für Menschen kaum sichtbar, für Vögel schon. Sie erkennen das Hindernis und umfliegen es.
Das vogelsichere Glas kostet rund zehn Prozent mehr als normales Glas, aber gerechnet auf das gesamte Fenster, bei dem das Glas ja nur einen Teil der Kosten ausmacht, oder gar auf das gesamte Gebäude, fallen die Mehrkosten kaum ins Gewcht.
Bereits in der vergangenen Legislaturperiode war von der Grünen Fraktion ein Gesetz zu diesem Thema eingebracht und im zuständigen Gesetzgebungsausschuss beschlossen worden. Wegen der Neuwahlen kam das Gesetz damals aber nicht mehr in den Landtag.
Schon wieder leeres Palaver…
Schon wieder leeres Palaver von Brunner. Vielleicht wollte er auch auf seiner Lüsner Alm ein Glashaus aufstellen.
Der BRUNNER wie immer voll…
Der BRUNNER wie immer voll auf der Seite der GLAS- , FENSTER-MACHER-M... + PLANER, die noch einige idiotische sehr teuer zu klimatisierende GLAS-KISTEN (er)schaffen wollen ...!