Wirtschaft
| Erneuerbare
„100 Fußballfelder mit Batteriespeicher“
Das Pumpspeicherkraftwerk in Ulten ist das wohl größte Infrastrukturprojekt für Südtirols Energiewende: Alperia will die Bevölkerung mit einem neuen Angebot überzeugen.
Wenige Wochen vor Abschluss der Probebohrungen am Larcherberg in Ulten befinden sich auch die Verhandlungen zwischen Gemeinde und Landesenergiegesellschaft Alperia in der Endphase. Es geht um das wohl größte Infrastrukturprojekt für die Energiewende in Südtirol: Ein Pumpspeicherkraftwerk mit 400 Megawatt Leistung. Es soll den Zoggler Stausee im Ultental mit dem Arzkar-Stausee auf 2.250 Metern Höhe durch einen neuen Wasserstollen samt Pumpe verbinden.
„Solange wir Konzessions…
„Solange wir Konzessions-Inhaber sind ...!“
Da genügt ein Namens- oder Besitzer-Wechsel, wenn man „eingegangene Verpflichtungen los-werden will!“
Die Energiewende ist eine…
Die Energiewende ist eine Schimäre, denn die unsichere Versorgung wird trotz aller Maßnahmen bestehen bleiben, weil eine ausgereifte Speicherkapazität nicht vorhanden ist und das vorliegende Projekt nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein kann.
Energiewende, Klimaplan ,erneuerbare Energien in einen Topf mit Umweltfreundlichkeit zu werfen kann nur ein Witz sein. Abgesehen von der unzuverlässigen Versorgung geht dies alles mit nie dagewesenen Landschafts- und Umweltzerstörungen einher und bedient mit nicht umwelt- und vielfach nicht recykelbaren Materialien lobbies und Produktionsfelder die in China angesiedelt sind. Wenn man schon die Öl- und Gaslobby verteufelt wird hier halt der Teufel mit Beelzebub ausgetrieben.
Um den enormen Strombedarf zu decken wird man um den Bau von Kernkraftanlagen jedenfalls nicht herumkommen.
Hoffentlich lässt sich die Bevölkerung mit sogenannten lukrativen Angeboten nicht Sand in die Augen streuen. Denn was nach Jahrzehnten an benefit übrigbleibt werden sie wohl gesehen haben.
Das Geschäft machen immer andere, denn was man nicht in der Hand hat kann man nicht kontrollieren. Was ihnen letztlich bleibt ist die zerstörte Landschaft .
Antwort auf Die Energiewende ist eine… von Milo Tschurtsch
Zitat: „Um den enormen…
Zitat: „Um den enormen Strombedarf zu decken wird man um den Bau von Kernkraftanlagen jedenfalls nicht herumkommen“:
ich habe da aber lieber ein Pumpspeicherkraftwerk in meiner Nähe als ein Atomkraftwerk.
Sie mögen dies anders sehen, aber es ist doch etwas skurril, gegen Impfung aber für Atomkraft zu sein. Krass auf jeden Fall, meine ich.
Antwort auf Die Energiewende ist eine… von Milo Tschurtsch
Und haben Sie auch schon…
Und haben Sie auch schon einen Ort in Südtirol auserkoren, wo der Atommüll endgelagert werden soll?
Antwort auf Und haben Sie auch schon… von Sigmund Kripp
Es geht nicht um entweder …
Es geht nicht um entweder -oder.
Die Atomkraftwerke werden ohnehin in ganz Europa gebaut werden, weil die anderen Energieformen nicht ausreichen (Ulten, ein Tropfen auf dem heißen Stein), Landschaft wird zunächst beeinträchtigt und am Ende wird man trotzdem auf die Atomkraft zurückgreifen müssen.
Profitieren tun inzwischen andere zumal wie gesagt Südtirol nichts in der Hand hat.
Wer weiß vielleicht kommen die Konzessionäre bald aus China :-)
Wenn es mit der Wirtschaft in Europa weiter so bergab geht, dann dauert es gar nicht mehr lange.
Antwort auf Es geht nicht um entweder … von Milo Tschurtsch
Atomkraft- die teuerste…
Atomkraft- die teuerste aller Energieform. Egal, irgendjemand wirds schon bezahlen. Wer, das interessiert doch einen Alternativfaktler nicht, nicht wahr? AKW's- die verschanteln die Umwelt natürlich nicht, was? Wahre Perlen der Landschaft.
Atommüll- reden wir nicht drüber.
Atomares Material- von wem will Tschurtsch sich abhängig machen?
Solide Versorgung mit Atomstrom- so wie in Ungarn oder Frankreich? Lief nicht so gut diesen Sommer, was? Aber du glaubst vermutlich einfach nicht an die Trockenheit, was?
Antwort auf Atomkraft- die teuerste… von Markus Schwärzer
Und doch wird der Atomstrom…
Und doch wird der Atomstrom überall kommen aus dem einfachen Grund weil die Erneuerbaren hinten und vorne nicht ausreichen werden ( abgesehen von der mangelnden Zuverlässigkeit) bei dem massiven Bedarf der auf uns zukommt.
Also sollte man sich überlegen die Landschaft doppelt und dreifach zu verschandeln (wo dann andere das Geschäft machen).
Antwort auf Und doch wird der Atomstrom… von Milo Tschurtsch
Einfach mal so Faktenfrei…
Einfach mal so Faktenfrei schwadronieren.
Antwort auf Und doch wird der Atomstrom… von Milo Tschurtsch
Ach und bei der teuersten…
Ach und bei der teuersten aller Energieformen, der Atomkraft, macht wer das Geschäft? Der einheimische Platoniumbauer?
Kein AKW der Welt rechnet sich. Stichwort Subventionen. Die findest du super, was?
Bei Hitze gibt’s Kühlprobleme, was zu massiven Versorgungsengpässen in Ländern geführt hat, die in erster Linie auf Atomkraft setzen. Soviel zum Thema grundlastfähig.
Und dann wäre da noch der Atommüll.
Wie kann man eigentlich so widersprüchlich argumentieren?
Antwort auf Ach und bei der teuersten… von Markus Schwärzer
Die Zukunft wird es zeigen,…
Die Zukunft wird es zeigen, der Trend zeigt jedenfalls Richtung Atomstrom (aus Atomkraftwerken der neuen Generation). Einen Energiemix mag es schon geben aber keine Energiewende hin zu ausschließlich Erneuerbaren.
Und in Ulten müssen die Betroffenen wissen und entscheiden wohin der Weg führen soll.
Antwort auf Die Zukunft wird es zeigen,… von Milo Tschurtsch
„aus Atomkraftwerken der…
„aus Atomkraftwerken der neuen Generation“ 😅
Ein Wunschtraum welcher nicht ansatzweise greifbar ist, 10-20 Jahre ist die aktuelle Prognose bis überhaupt mal ein Prototyp verfügbar wäre.
Antwort auf Die Zukunft wird es zeigen,… von Milo Tschurtsch
Nein, der Trend geht nicht…
Nein, der Trend geht nicht Richtung AK. Das ist falsch. Hast du dir halt so gedacht, was?https://lowcarbonpower.org/de/
Fakten.
Antwort auf Ach und bei der teuersten… von Markus Schwärzer
Man kann nicht pauschal…
Man kann nicht pauschal sagen, dass AKWs die teuerste Energieform ist, da wir einerseits betrachten müssen, was in die Berechnung der Kosten alles mit einfließt, andererseits weil es einen Unterschied macht, ob wir von einem Neubau sprechen oder vom Weiterbetreiben/Ausbau bestehender AKWs.
Ich habe den überhasteten Atomausstieg der Deutschen nach Fukushima genau aus diesem Grund kritisiert: Durch die Abschaltung moderner Kraftwerke ohne Not, hat man sich ein Ei gelegt.
Wenn wir von einer langfristigen Perspektive sprechen, gibt es natürlich viele Argumente für einen schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie., z.B. die von dir angesprochenen Kühlprobleme, die sich in den letzten Jahren offensichtlich gehäuft haben.
Antwort auf Man kann nicht pauschal… von Oliver Hopfgartner
Das sage ich nicht einfach…
Das sage ich nicht einfach so pauschal.
https://de.statista.com/infografik/26886/stromgestehungskosten-fuer-ern…
Antwort auf Das sage ich nicht einfach… von Markus Schwärzer
Ich kenne die Fraunhofer…
Ich kenne die Fraunhofer Studie und habe mir schon gedacht, dass du dich darauf beziehst.
Die Fraunhofer-Studie berücksichtigt bei den erneuerbaren Energien z.B. nicht die Zusatzkosten (Netzumbau, Speicher, Backup) und bei den AKWs geht sie von Neubauten zu relativ hohen Baukosten/kWh (6.000-16.000€/kW) bei gleichzeitig verhältnismäßig kurzen Laufzeiten und wenig Volllaststunden aus.
Man kann also sagen, die darin berechneten Kosten gehen eher in die Richtung worst case und sind daher nicht 1:1 mit den für die Kosten der erneuerbaren Energien angegebenen Kosten vergleichbar.
Ich sage damit nicht, dass man neue AKWs bauen sollte, sondern unterstreiche damit, warum ich einen schrittweisen Ausstieg und unter Umständen auch die (zeitlich begrenzte) Verlängerung der Laufzeiten von infrastrukturell guten AKWs befürworte.
Ich bin z.B. auch kein fundamentaler Gegner von E-Mobilität. Sie muss aber mit Hausverstand umgesetzt werden. in Graz-Umgebung haben z.B. viele Leute PV-Anlagen, für die sie aufgrund des Booms von PV-Anlagen kaum noch Einspeisungsentgelte erhalten. Daher haben viele dieser Leute aus der Not eine Tugend gemacht und sie nutzen nun den Stromüberschuss bei Sonnenschein, um ihre E-Autos zu tanken.
Wenn man aber E-Autos mit Kohlestrom speist, dann ist das ökologischer Unsinn und es wäre im Vergleich dazu besser, den alten Diesel noch ein paar Jahre weiter zu nutzen, bevor man sich ein neues Auto anschafft.
Antwort auf Ich kenne die Fraunhofer… von Oliver Hopfgartner
Das ist alles nur Gerede …
Das ist alles nur Gerede (schön, dass du kein fundamentaler Gegner von E-Mobilität bist. Wär auch schön blöd.)
Fakt ist, auch in Frankreich ist Atomstrom am teuersten. Du kennst meine Quellen eh.
Antwort auf Das ist alles nur Gerede … von Markus Schwärzer
Natürlich ist es viel Gerede…
Natürlich ist es viel Gerede, selbst bei Themen in denen die Zahlen eindeutiger sind, gibt es unterschiedliche Gewichtungen und Sichtweisen.
Apropos Gerede: Meine Frau (deine Nachcousine) sagt schon länger es wäre sinnvoller, wir würden mal im echten Leben diskutieren, anstatt so viel Zeit online zu „verschwenden“. Wenn du mal auf einen Kaffee vorbei kommen möchtest, findest du meine Telefonnummer auf meiner Website.
Antwort auf Es geht nicht um entweder … von Milo Tschurtsch
Die mittlerweile alte Mär…
Die mittlerweile alte Mär der Atomkraft
https://www.worldnuclearreport.org/Atomkraft-vor-Comeback-In-welchen-La…
Immer gegen die Zeit, heute…
Immer gegen die Zeit, heute wird in Batteriespeicher investiert - nicht mehr in Pumpspeicherwerke.
Bei der Trockenheit soll dieses Projekt noch SINn geben?
It is a Sin!
Interessant wäre die…
Interessant wäre die Einschätzung von Robert Bargolini zu diesem - für Südtirol- Megaprojekt!
(https://salto.bz/de/article/31072026/die-daten-werden-nicht-offengelegt)
- Falls Sie dies lesen Herr Bargolini, würde mich sehr eine Stellungnahme von Ihnen dazu interessieren. Danke im Voraus.
Antwort auf Interessant wäre die… von Herta Abram
Hallo Frau Abram, meine…
Hallo Frau Abram, meine Einschätzung dazu weiter unten in den Kommentaren. Vielen Dank für den „Wink“ beste Grüße R.Bargolini
Atom-Strom 2026 + Folgejahre…
Atom-Strom 2026 + Folgejahre ... ...???
# setzt Strahlung + Wärme frei (... in Frankreich fehlt z.Z. das Wasser zm kühlen)
# ... niemand will ein A K W im Bereich von 1.000 km ... Harrisburg - Tschernvyl - Japan lassen grüßen!
# sind nur sehr träge zu modulieren (... für den gefürchteten Netz-Zusammen-Bruch - nicht geeignet ...!)
# der Rück-Bau ist viel teurer wie der Neubau
# End-Lager un-gelöst ...!!! (Plutonium-Halbwert-Zeit über 2.000 Jahre... kein Land will das Risiko eingehen, dass bei einem Erdbeben „der tötliche Kram -f r e i- geschüttelt wird ...!“)
Der blinde Fleck der…
Der blinde Fleck der Energiewende: Warum das 700-Millionen-Pumpspeicherprojekt Ulten nicht die einzige Antwort sein darf
Das von Alperia geplante 400-Megawatt-Pumpspeicherkraftwerk im Ultental zeigt die Ausmaße der Südtiroler Energiewende. Doch während wir über Milliarden-Investitionen und gigantische Speicher diskutieren, übersehen wir die physikalischen Grenzen unserer Stromnetze. Das Agrarkurtsystem aus Naturns in Kombination mit der Methanol-Synthese zeigt, wie dezentrale Energiegewinnung das Netz entlastet – und gleichzeitig unsere Landwirtschaft rettet.
Das Netz-Dilemma: Die physikalischen Grenzen zentraler Großspeicher
Grundsätzlich gibt es physikalisch kaum einen effizienteren mechanischen Großspeicher als Pumpspeicherkraftwerke, um enorme Energiemengen abzufangen. Das Vorhaben von Alperia im Ultental – mit einer Leistung von 400 Megawatt und geschätzten Projektkosten von 700 Millionen Euro – hat zweifellos seine Berechtigung für die makroökonomische Netzstabilisierung.
Doch bei zentralen Großprojekten stoßen wir an ein fundamentales Leitungs- und Querschnitts-Problem:
Der physikalische Einspeise-Flaschenhals: Strom aus einem 400-MW-Zentralkraftwerk kann nicht einfach flächendeckend „in die Gegend“ fließen. Er muss an einem einzigen Punkt gebündelt in das 380-kV- bzw. 220-kV-Höchstspannungsnetz des nationalen Netzbetreibers Terna eingespeist werden. Dafür muss eigens eine massive Hochspannungs-Trasse als Erdkabel vom Ultental bis nach Lana verlegt werden.
Spannungs- und Transformationsverluste: Der Strom legt riesige Strecken auf Höchstspannungsebene zurück und muss in mehreren Stufen heruntertransformiert werden:
„380 kV“⟶„110 kV“⟶„20 kV“⟶„400 V / 230 V“
Bei jeder einzelnen Transformation und auf jedem Kilometer Kupfer- bzw. Aluminiumkabel geht Energie durch Umwandlungswärme verloren. Die Kabel stoßen an ihre thermischen Belastungsgrenzen.
Selbst in kleinerem Maßstab sehen wir dieses Logistikproblem: Technisch ist es ein Leichtes, die ungenutzte Energie an den Druckminderern von Trinkwasserversorgungen über Mikroturbinen zur Stromerzeugung zu nutzen. Das Problem: Wie bringt man diesen feingliedrig erzeugten Strom zum Verbraucher, wenn vor Ort keine Speicher- oder Direktnutzungs-Logistik vorhanden ist?
Die Lösung: Strom aus Wasser & Sonne direkt vor Ort veredeln
Wir müssen aufhören, Energie ausschließlich zentral zu denken. In der Landwirtschaft existiert ein riesiges Potenzial: Jede Schutzfläche im Obst- und Weinbau kann gleichzeitig als dezentrales Kraftwerk dienen. Was wir brauchen, ist ein geschlossener, intelligenter Kreislauf:
1. Dezentrale H₂- & Methanol-Synthese (Das Pütz-Prinzip)
Anstatt das Stromnetz mit punktuellen Megawatt-Spitzen zu überlasten, wird der Solarstrom aus Agri-PV-Anlagen direkt am Erzeugungsort chemisch veredelt:
Lokal: Der vor Ort erzeugte Solarstrom wird per Elektrolyse in grünen Wasserstoff (H_2) umgewandelt, der Hof-Geräte, Traktoren und lokale Puffer-Brennstoffzellen speist.
Für die Langzeitlagerung: Da reines H_2-Gas flüchtig ist und unter enormem Energieaufwand auf -253^∘ „C“ gekühlt werden müsste, wird der saisonale Überschuss mit CO_2 (gewonnen aus der Luft via Direct Air Capture) gekoppelt:
〖„CO“ 〗_2+3„H“ _2⟶〖„CH“ 〗_3 „OH“+„H“ _2 „O“
Kein Leitungsnetz erforderlich: Es entsteht flüssiges Methanol (CH_3 OH). Methanol ist bei Raumtemperatur flüssig, benötigt weder Kühlanlagen noch Hochspannungskabel und kann drucklos im bestehenden Tankwagen- und Tankstellennetz transportiert werden – verlustfrei und unbegrenzt haltbar für den Winter.
2. Der ökologische Mehrwert durch das Agrarkurtsystem
Dieser Ansatz verbraucht im Gegensatz zu starr verbaute Großstrukturen keine zusätzlichen Flächen. Das von Kurt Raffl am Haflingerhof in Naturns entwickelte Agrarkurtsystem verbindet Energiewandlung mit akutem Ökosystem-Schutz:
Schluss mit der Mikroplastik-Vergiftung: Herkömmliche, ganzjährig gespannte Hagelnetze zerfallen unter UV-Strahlung und schwemmen gefährliches Mikroplastik in Südtirols Gewässer (mit Spitzenwerten in Obstanbaugebieten wie Eyrs oder Burgstall). Raffls kinetisches Foliendach ruht bei gutem Wetter geschützt im Gehäuse und schließt sich nur bei Unwetter in 6 Minuten.
Frostschutz ohne Wasserverschwendung: In Frühlingsnächten fängt das ausgefahrene Foliendach wie eine doppelte Wolkenschicht die Bodenwärme ab. Die Blüten bleiben im Plusbereich – völlig ohne den gewaltigen Wasserverbrauch der klassischen Frostschutzberegnung.
Keine Pestizid-Abdrift: Wird unter dem geschlossenen Dach gespritzt, bleibt die Sprühwolke gefangen (0% Abdrift zum Nachbarn). Da die Blätter bei Regen trocken bleiben, sinkt der Pflanzenschutzmitteleinsatz um bis zu 66%.
Maximale Flächeneffizienz: Durch flexible, transparente PV-Module wird die Plantage zum dezentralen Mikronetz-Kraftwerk, ohne dass ein einziger Quadratmeter Boden zusätzlich versiegelt wird.
Centralized (e.g. Ulten Pump Storage):
[ 400 MW Mega-Power ] ➔ [ 380/220 kV Terna Trasse ] ➔ Multiple Transformers ➔ Grid Stress & Loss
Decentralized (Agrarkurtsystem + Methanol):
[ Agri-PV Field ] ➔ Local Electrolysis (H2) ➔ CO2 Coupling ➔ Liquid Methanol (CH3OH) ➔ Tank Transport
Fazit
Pumpspeicherkraftwerke wie das Projekt in Ulten haben ihre Berechtigung, wenn es um das Ausgleichen von nationalen Lastspitzen geht. Doch wenn wir verhindern wollen, dass unsere Hochspannungsnetze kollabieren und Hunderte Millionen in reine Kupfer-Trassen gefallt werden müssen, führt kein Weg an dezentralen Agrar-Kraftwerken vorbei.
Das Agrarkurtsystem in Koppelung mit der Methanol-Synthese beweist: Landwirtschaft, Wassersicherheit und die grüne Energiewende schließen sich nicht aus – sie bilden den lebenden Bauplan für eine wirklich resiliente Zukunft.
https://youtu.be/Y9FLX41KYcU?si=mCgSM10kwGfeXxvE
Ein Blick über den Tellerrand
Zur Veranschaulichung des Prinzips dient der oben eingebettete Erklärfilm, der mit Unterstützung von KI-Tools erstellt wurde. Er zeigt bildhaft, wie moderne Technologie Abläufe verdeutlicht. Die eigentliche Leistung liegt jedoch in der Hardware: Der voll funktionsfähige Prototyp steht bereits seit Längerem in der Realität auf dem Haflingerhof in Naturns (www.agrarkurtsystem.eu).
Während die Diskussionen auf lokaler Ebene oft träge verlaufen, zeigt sich auf internationaler Ebene ein völlig anderes Bild:
Vor wenigen Wochen besuchte der Honorarkonsul für Burkina Faso (Belgien) das Forschungszentrum, um einen möglichen Einsatz des Systems in Westafrika zu prüfen.
In dieser Woche empfängt Erfinder Kurt Raffl eine hochrangige Delegation aus Marokko.
Aus meiner eigenen jahrelangen Erfahrung als Produktamager– unter anderem beim weltweiten Marktführer für Kabelmess- und Leckortungstechnik (SebaKMT / Megger) – kenne ich die Praxis dezentraler Versorgungsnetze sehr genau. Obwohl ich dort im Wasserbereich tätig war, prägte mich der tägliche, enge Austausch mit den Entwicklern, dem Vertrieb und den Kunden vor Ort. Genau dieses Zusammenspiel aus Ingenieurskunst und harter Alltagsrealität schärft den Blick dafür, was in der Praxis wirklich funktioniert und was bloße Theorie bleibt.
Lektionen aus dem Desertec-Debakel: Bereits vor Jahren, während meiner Zeit bei der Von Roll AG, habe ich mich intensiv mit dem bekannten Desertec-Verfahren auseinandergesetzt. Das Konzept, Europa mit Solarstrom aus den Wüsten Nordafrikas zu versorgen, scheiterte letztlich nicht nur an immensen technischen Hürden, sondern vor allem an weltpolitischen Verwerfungen wie dem Arabischen Frühling. Riesige, zentrale Systeme in politisch instabilen Regionen bergen unkalkulierbare Risiken.
Die Erkenntnis für Südtirol:
Wir müssen uns nicht den Verwerfungen der Weltpolitik unterwerfen oder auf fernab gelegene Großprojekte warten. Südtirol besitzt das Potenzial, durch kluge Köpfe, dezentrale Ansätze und eigene Technologien eine internationale Vorreiterrolle an der Schnittstelle von Landwirtschaft und Energieversorgung einzunehmen.
Wer das Verfahren von Kurt Raffl lediglich als einfaches Schutzdach betrachtet, übersieht die physikalischen und ökonomischen Schnittstellen zwischen Landwirtschaft, Wassereffizienz und dezentraler Energieversorgung. Das System bietet einen praxistauglichen Lösungsansatz für drängende Zukunftsfragen – weit über die Grenzen Südtirols hinaus.
Antwort auf Der blinde Fleck der… von Robert Bargolini
Wow, bin schon wieder…
Wow, bin schon wieder geflasht von ihrem komplexen denkvermögen!
Danke, ich möchte unbedingt, dass sie einfluss bei der wasser- strom zukunftsplanung südtirols haben!! Wie kann das gelingen?
Antwort auf Wow, bin schon wieder… von Herta Abram
Vielen Dank für das…
Vielen Dank für das Vertrauen und die freundlichen Worte!
Wie das gelingen kann? Vermutlich gar nicht – und das aus recht einfachen Gründen:
Bei so essenziellen Zukunftsthemen wie der Wasser- und Stromversorgung hat das Parteibuch schlichtweg in der Schublade zu verschwinden. Das gilt für die Presse und die Politik an erster Stelle, aber genauso für jeden mündigen Bürger.
Da ich ein durch und durch unabhängiger Mensch bin, lasse ich mich für ernste Sachthemen vor keinen Parteikarren spannen. Mein Wissen basiert nicht auf politischem Schlangestehen oder akademischem Fassadenschmuck, sondern auf rund 30 Jahren praxisnaher Berufserfahrung rund um den Globus, die meine Fachkompetenz geformt haben.
Doch der Prophet im eigenen Land zählt bekanntlich meist wenig – erst recht, wenn man wie ich nach 25 Jahren im Ausland wieder in die Heimat zurückgekehrt ist.
Antwort auf Vielen Dank für das… von Robert Bargolini
...bitte bleiben Sie „laut“…
...bitte bleiben Sie „laut“ mit Ihren Expertisen und lassen Sie uns weiterhin daran teilhaben.
...die hegemonialen, patriarchalen männerbünde, -auf dem Prinzip des gegenseitigen Nutzens -, welche in südtirol („immer schon“) die macht haben, werden nicht von sich aus macht abgeben wollen oder demokratischer, bzw. gemeinwohlorientierter.
....eine dekonstruktion des „system südtirol“ braucht leute mit dem wissen, dem komplexen denkvermögen, dem weitblick und der umfassenden fachkompetenz, die Sie, herr Bargolini, besitzen!
Antwort auf Vielen Dank für das… von Robert Bargolini
„keinen Parteikarren“ Das…
„keinen Parteikarren“
Das ist handfester Lobbyismus welcher hinter solchen Machenschaften sitzt.
Die großen der Branche sind sowohl Netzbetreiber wie auch Anbieter und dieser Goldesel wird auf keinen abgegeben.
In D beispielsweise, treibt man dies mit unserer aktuellen Lobbyministerin Reiche offensichtlich auf die Spitze.
https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/stromnetzbetreiber-rendite-1…
Antwort auf Der blinde Fleck der… von Robert Bargolini
„dezentraler…
„dezentraler Energieversorgung“
Top, wer Resillenz und Unabhängigkeit in der Politik nicht als leere Versprechen propagieren will, dezentralisiert die Grundversorgung.