Wenn man selbst an dieser Straße lebt...
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Jetzt S+ abonnierenLasst uns doch mal eine neue Perspektive in den Fall geben: Ich bin Charlotte, 22, Generation Fridays for Future und ja, des Problems der Bodenversiegelung bin ich mir sehr bewusst. Und ich möchte hier die Perspektive einer jungen Frau erzählen, die als Kind an der Hauptstraße von Mauls aufgewachsen ist - naja, zumindest fast: Meine Eltern zogen aus Mauls weg, nachdem sich in der Kurve beim Dorfeingang eine Ladeluke eines LKWs gelöst hatte. Die Luke schlug in Mauer und Fenster ein, löste Fensterstock, Hausmauer und Steine, die in meine Kinderwiege fielen.
Jahre später kehrten meine Eltern zurück, nur um festzustellen, dass alles noch gefährlicher geworden war: mehr Verkehr, höhere Geschwindigkeit und mehr Unfälle, bei denen auch Anrainer verletzt wurden.
Nachdem sich die Anrainer jahrzehntelang dafür eingesetzt haben, nicht mehr unter diesen Bedingungen zu leben und ihre Kinder so aufwachsen lassen zu müssen, wurde schließlich ein Plan für die Umfahrungsstraße ausgearbeitet. Über Jahre haben Ingenieurinnen und Ingenieure, Landesämter und Landespolitikerinnen und -politiker dieses Projekt entwickelt, das keinesfalls eine „weitläufige Umfahrung“ ist, wie die Oldies for Future es beschreiben, sondern eine Lösung, die mit den Grundeigentümern diskutiert wurde und den Grundverbrauch so gering wie möglich halten soll.
Gerade weil in den letzten Jahren viel diskutiert und optimiert wurde, konnte sogar ein teilweiser Rückbau der bestehenden Straße garantiert werden.
Alles andere hat keine Lösung gebracht
Bei einer kürzlich abgehaltenen Informationsveranstaltung in Mauls erklärten die Planerinnen und Planer genau, wie die Umfahrungsstraße aussehen wird. Fragen von Anrainerinnen und Bewohnern wurden beantwortet und Bedenken angehört und berücksichtigt, manchmal durch ein wenig Erklärung sogar gleich aus dem Weg geräumt.
Warum es überhaupt dazu kam, diese Umfahrung so weit zu bringen, wie sie jetzt ist? Weil all die anderen Möglichkeiten, die die Oldies for Future angesprochen haben, beispielsweise den Ausweichverkehr an der Autobahn zu stoppen, eine 30er-Zone einzuführen und die Belastung der Anwohner kritisch zu hinterfragen, keine ausreichende Lösung gebracht haben.
Zu guter Letzt geht es auch nicht darum, dass es mich nervt, dass täglich ein paar Tausend Autos einen Meter neben meinem Schlafzimmer vorbeirauschen, sondern darum, dass diese Lärmbelastung Auswirkungen auf meine Gesundheit und die meiner Nachbarn hat und die Belastung bereits bei der Volksanwaltschaft und anderen Stellen aufgezeigt wurde.
Und die Frage ist doch: Sollen die Menschen aus dieser kleinen Fraktion wegziehen, weil sie die Belastung nicht mehr aushalten oder schaffen wir es, eine Straße aus einem Ortskern herauszuverlegen, damit die Dorfbewohner sich hier ein Leben aufbauen können?
Dieser Beitrag ist ein Gastbeitrag und gibt nicht notwendigerweise die Meinung der SALTO-Redaktion wieder.
Seit der HENRY FORD mit…
Seit der HENRY FORD mit seiner TIN LIZZY die Groß-Serien-Produktion für PKWs erfunden hat, „maltretieren + gefährden“ diese inzwischen zu über-motorisierten -S U V - U N G E H E U E R N- ausgewachsenen Protz-Kisten, zusammen mit dem durch EXPORT-PRÄMIEN -b e f e u e r t e n - ü b e r t r i e b e n e n- WAREN-VERKEHR, die Bewohner an den „-z u - v i e l - b e f a h r e n e n- STRAßEN!“