Gesellschaft | Initiative

Wer hat den schönsten Boden?

Aus Grau wird Grün: Vöran startet gemeinsam mit der Plattform LAND und einer deutschen Partnergemeinde einen Fotowettbewerb für Entsiegelung, um Grünflächen aufzuwerten.
Wettbewerb für Entsiegelung
Foto: Plattform LAND
  • Asphalt und Beton versiegeln unsere Böden – mit negativen Folgen für Klima, Natur und Lebensqualität. Ein neuer Wettbewerb im Alpenraum sucht deshalb gelungene Entsiegelungsprojekte, die zeigen, wie versiegelte Flächen wieder zu lebendigen Böden werden. Bis zum 22. Juni 2026 können private Grundstückseigentümer, Gemeinden und Unternehmen ihre Projekte einreichen und Gutscheine im Wert von je 750 Euro gewinnen, einlösbar bei Bauernhöfen mit dem Qualitätssiegel „Roter Hahn“ in Südtirol oder dem „Blauen Gockel“ in Bayern.

  • Entsiegelung des Schgraffer-Platzes in Bozen: So kann Wasser wieder versickern, die Bäumen sorgen für Beschattung und kühlen die Umgebung ab. Foto: Plattform LAND
  • Gesucht werden Projekte, die versiegelte Flächen erfolgreich wieder in lebendige Böden verwandelt haben – egal ob klein oder groß, ob auf privatem Grund, in Unternehmen oder im öffentlichen Raum. Für die Teilnahme muss ein Vorher- und Nachher-Foto des Grundstücks bis zum 22. Juni 2026 eingereicht werden.

  • Das Projekt mit Bayern

    Matthias Alber: „Gute Beispiele können andere motivieren.“ Foto: privat

    Der Wettbewerb ist Teil eines umfassenderen Projekts, das vom deutschen Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert wird: Im Rahmen von „Flächenentsiegelung im Alpenraum“ erarbeiten die Auftragnehmer ifuplan und Plattform Land gemeinsam mit den Pilotgemeinden Steingaden in Oberbayern und Vöran in Südtirol eine praxisnahe Planungsmethodik zur kommunalen Entsiegelung für ländlich geprägte Gemeinden im Alpenraum. Ziel ist es, Kommunen konkrete Werkzeuge an die Hand zu geben, um Entsiegelungspotenziale zu erkennen und umzusetzen. 

    Und so landet tatsächlich deutsches Steuergeld in Südtirol, die Zusammenarbeit wurde über die Plattform Land ermöglicht. „Auch wenn Vöran eine ländliche Gemeinde mit sehr vielen Grünflächen ist, gibt es im Dorfzentrum Bereiche, die man ökologisch aufwerten und somit attraktiver gestalten kann“, erklärt Vörans Umwelt- und Klimareferent, Matthias Alber (SVP).

    Als Pilotgemeinde begrüße es Vöran, dass der Wettbewerb südtirolweit stattfindet, da die Entsiegelung für viele Gemeinden Potential habe. „Gute Beispiele können andere motivieren und zeigen, wie man versiegelte Flächen sinnvoll ökologisch und gestalterisch aufwerten kann“, so Alber.

  • Wieso ist Entsiegeln wichtig?

    Versiegelte Böden sind zu einem ernsthaften Problem geworden: Wo Asphalt und Beton den Boden bedecken, kann Regenwasser nicht versickern, Straßen und Höfe heizen sich stark auf, und unser Lebensraum wird spürbar ungemütlicher. Entsiegelung macht diese Prozesse rückgängig und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung, zum Hochwasserschutz, zur Biodiversität und fördert die Lebensqualität.

    Entsiegelung kann ganz unterschiedlich aussehen: Ein ehemaliger Asphaltparkplatz wird zur begrünten Stellfläche mit Rasengittersteinen, eine nicht mehr genutzte Betonzufahrt verwandelt sich in einen naturnahen Garten, oder eine brachliegende Gewerbefläche wird renaturiert. Auch kleinere Maßnahmen wie das Aufbrechen versiegelter Hofeinfahrten oder das Anlegen von Versickerungsmulden zählen dazu. Entscheidend ist: Der Boden kann wieder Wasser aufnehmen, Pflanzen wachsen, und unsere Umgebung wird lebenswerter.

  • Jetzt bewerben und inspirieren!

    Einreichfrist: 22. Juni 2026

    Preisverleihung: Herbst 2026

    Hier finden Sie alle Informationen zur Teilnahme und zum Wettbewerb.