Ausflug | Wandertipp

Von Terenten zum Lechnerhof

Wanderung im unteren Pustertal von Terenten über den Mühlenweg, Erdpyramiden und Margen bis zum Hofschank Lechnerhof mit Aussicht und Einkehr.
Oswald Stimpfl

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Wanderung auf der Sonnenseite des unteren Pustertales, auf einer Mittelgebirgsterrasse. Auf einfachen Wegen geht es durch eine besondere Kulturlandschaft, an einem rauschenden Bach mit etlichen alten wasserbetriebenen Getreidemühlen entlang, an stattlichen Bauernhöfen und der gotischen Kirche von Margen vorbei, über eine weite, offene Wiesenlandschaft mit schönen Ausblicken zur Bergwelt. Als Ziel lockt ein zünftiger Hofschank.

Infos in Kürze

Einfache Wanderung in einer Höhenlage von 1100 bis 1300 m, auch im Sommer auf Grund der Höhenlage gut geeignet, dazu gibt es großartige Aussicht und einen guten Hofschank.

Schwierigkeit: Leicht bis mäßig (für Familien geeignet)

Startpunkt: Am Dorfplatz von Terenten. Dort Infotafel

Strecke: 12,3 km

Gehzeit: 3 h 50 Min

Höhenmeter: im Aufstieg und Abstieg 501 m

Anfahrt + Parkplatz:  Mit dem PKW oder Bus nach Terenten zum Dorfplatz in der St. Georgenstraße, dort Parkplätze. Fahrplan Bus unter suedtirolmobil.info. 

Zum Wegverlauf

Die Wanderung startet am großen Parkplatz im Dorfzentrum von Terenten im unteren Pustertal (1.210 m). Vom Dorfplatz aus geht es ein kurzes Stück über den Gehsteig der Hauptstraße hinab zur Brücke über den rauschenden Terner Bach, wo wir auf den Natur- und Kulturweg in Terenten (Weg Nummer 2, auch Mühlenweg genannt) einbiegen. Nach etwa 40 Minuten sanftem Aufstieg am Bach entlang durch Wiesen und schattigen Nadelwald erreichen wir das beeindruckende Naturdenkmal der Terner Erdpyramiden, die nach einem schweren Unwetter im Jahr 1837 entstanden sind. 
Hinter den Pyramiden führt der Pfad weiter bergauf an den teils über 500 Jahre alten, liebevoll restaurierten Kornmühlen vorbei. Bei einer der Mühlen bzw. am oberen Ende des Mühlentals verlassen wir den klassischen Mühlen-Rundweg und folgen der Beschilderung des Panoramawegs in Richtung Südwesten. Dieser Weg macht seinem Namen alle Ehre und bietet freie, sonnige Ausblicke über das Pustertal. Er führt uns direkt in die idyllische Fraktion Margen mit ihrer markanten Kirche St. Margareth (leider verschlossen). 

Unser Ziel, der Lechnerhof, ist jetzt nicht mehr weit. Von Margen aus folgen wir der verkehrsarmen Talsoner Straße leicht bergan. Nach einem letzten gemütlichen Teilstück erreichen wir schließlich die idyllisch gelegene Hofschänke Lechnerhof, wo wir auf der Sonnenterrasse mit traditionellen Südtiroler Spezialitäten belohnt werden. Der Rückweg geht wieder zur Margener Kirche und hier weiter über die Hansleitnerstraße direkt hinunter nach Terenten, der Wanderweg kürzt dabei manche der Kurven der kaum befahrenen Autostraße ab.

Die Esche

Warum es in Terenten und auch in anderen Bergdörfern Südtirols am Wiesenrand so vielen Eschen gibt? Die Eschen sind Zeugen einer alten Bewirtschaftungsform, früher dienten sie als Futterbäume: Bei Trockenheit und daraus folgender Futterknappheit wurden die blattreichen Äste geschnitten und das Laub an das Vieh verfüttert. Ihre Blätter sind nährstoffreich und werden vom Vieh gerne gefressen, nach Aussage eines alten Bauern geben die Kühe auch mehr Milch. Der Baum verträgt regelmäßiges Schneiden sehr gut. Gleichzeitig lieferten die Eschen Brennholz und hartes, biegsames Holz für Schaufel-, Axtstiele und Bestandteile für die Wagen, spendeten Schatten und befestigten mit ihren Wurzeln Böschungen und Hänge.

Eschen als Futterbäume: an sonnige Wiesenhängen. Oswald Stimpfl

Einkehrtipp

Hofschänke Lechnerhof

Kleine Speisekarte mit typischen Südtiroler Spezialitäten, darunter Kaspressknödel, gebratene Rippchen, herrliche Torten. Talson 7, 39030, Terenten, Tel. 338 4766764, Facebook: Hofschänke Lechnerhof. Mai - Mitte November, von Donnerstag bis Sonntag geöffnet.