Der neue Umweltschützer
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Jetzt S+ abonnierenFünf Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Kaltern haben ein Promotorenkomitee für die Allmende gegründet, um den Gemeindewald vor geplanten Bauprojekten für neue Speicherbecken zu schützen. Heimatpflegeverband und Dachverband für Natur- und Umweltschutz begrüßen diesen Schritt und fordern Bürgermeister Christoph Pillon (SVP) auf, die Wahl eines Verwaltungskomitees einzuberufen.
Ihre Aussendung erreicht die SALTO-Redaktion wenige Stunden, nachdem Pillon über die Plattform Instagram zu einem Rundumschlag ausgeholt hat. Die Debatte zu einem kostenlosen Zugang zum Kalterer See werde „zunehmend persönlich“, er sei mit Hasskommentaren und Beschimpfungen in den sozialen Medien konfrontiert.
Recherchen der Neuen Südtiroler Tageszeitung legen nahe, dass die Mutter des Bürgermeisters wegen eines Stegs am Kalterer See bis vor Gericht gegangen ist. Das Verfahren wurde allerdings laut Informationen von SALTO archiviert. Landesrat Christian Bianchi (Forza Italia) hatte vorgeschlagen, unter anderem diesen Steg für einen öffentlichen Zugang zu nutzen – genau diese Flächen wollen andere für einen privaten Badestrand für sich behalten. Die Grünfläche mit Steg hat die Angehörige von Pillon in der Zwischenzeit verkauft.
Pillon weist diese Vorwürfe entschieden zurück. Die Gemeinde habe Anfang der 2000er-Jahre viel Geld in das Lido und seine Infrastruktur investiert. Frühmorgens und abends sei der komplette Seezugang dort kostenlos und tagsüber zu einem fairen Preis zugänglich.
„Den Wunsch nach einem weiteren oder verbesserten kostenlosen Seezugang kann ich nachvollziehen. Aber ein zusätzlicher Zugang am sensiblen Nordufer darf nicht vorschnell beschlossen werden. Wir sprechen hier von einem hochsensiblen Natura-2000-Schutzgebiet“, erklärt Pillon. Außerdem sei das Urteil vor dem Staatsrat zur Klage vom Verbraucherschutzverein Robin abzuwarten, fügt er hinzu. Während der Bürgermeister sich im Fall Badestrand zum Umweltschützer stilisiert, hält er sich im Fall Altenburger Wald auffällig zurück.
Allmende als Gemeinschaftsgüter
Das Promotorenkomitee für die Allmende in Kaltern möchte die historischen Nutzungsrechte für Holz, Weide oder Streu neu definieren und den Wald als Erholungsraum, für Trinkwasserschutz, als Beitrag zu Klimawandelanpassung und Artenvielfalt schützen. Das dürfte vor allem deshalb interessant sein, weil ein Zusammenschluss von Bauern eben dieses Gemeinnutzungsgut für sich beansprucht: In Kaltern hat das Bodenverbesserungskonsortium II. Grades (BVK) vor zwei Jahren ein Projekt für insgesamt sechs neue Speicherbecken auf Flächen des Gemeindewaldes in Altenburg und am Montiggler See vorgelegt. Es soll während Trockenheit die landwirtschaftlichen Flächen mit Wasser versorgen. Nach dem großen Protest aus der Bevölkerung ist es aber still um das Projekt geworden.
Hinweis: Der Artikel wurde am 11.08.2026 um 12:53 Uhr aktualisiert.
„Wir von SALTO glauben an…
„Wir von SALTO glauben an Qualitätsjournalismus und an Werte wie Unabhängigkeit, Verantwortung, Meritokratie, Solidarität und Transparenz “. So steht es in den Grundsätzen von Salto. Was ist hier unaghängier Journalismus Frau Luther? Sie kopieren einen Post von jemand anderem, Sie kopieren eine Presseaussendung eines Vereins und verknüpfen diese, und schmücken sie dann mit ihrer eigenen Meinung aus. Ist das noch Journalismus? Heisst Jounalismus nicht Politik und Wirtschaft unparteiisch kontrollieren, zu berichten, zu beschreiben? Eieiei, ich sehe da noch viel Luft nach oben. Vor allem bei Saltos/Frau Luthers Spezialthemen anti Tourismus, Antilandwirtschaft......
Behängt das Verfahren, das…
Behängt das Verfahren, das Pillon anspricht vor dem Staatsrat, oder vor dem Kassationsgericht?
Der Staatsrat ist eigentlich die letzte Instanz im Verwaltungsrecht. Das Kassationsgericht kann nur in ganz wenigen, ganz präzisen Fällen angerufen werden und auf jedem Fall nach dem Urteil des Staatsrates.
Antwort auf Behängt das Verfahren, das… von Manfred Klotz
Vor dem Staatsrat!
Vor dem Staatsrat!