Gesellschaft
| Gespräch
„Meran ist tot“
Joachim Staffler, neuer Präsident des Ost-West-Clubs, spricht über totes Nachtleben, und dass es Zeit ist, Gemeinschaft neu zu denken, wenn wir die Jugend halten wollen.
SALTO: Sie haben beim Ost West einst als Türsteher begonnen und sind heute Präsident des Vereins. Wie blicken Sie persönlich auf diesen Weg zurück?Joachim Staffler: Das ist richtig, rund zehn Jahre lang habe ich als „Einischmeißer“ mitgeholfen. Da habe ich die Leute kennengelernt in all' ihren Facetten; das war eine interessante Erfahrung und eine gute Zeit. Den Club kenne ich aber seit ich 20 bin, dementsprechend sah ich auch bereits viel Wandel.
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…ein bisschen übertrieben?
…ein bisschen übertrieben?
> Meran versteht sich noch…
> Meran versteht sich noch immer als Kur-, Kunst- und Kulturstadt und setzt vorwiegend auf Tourismus. [...] Für mich ist Meran eine überalterte Kurstadt, mit totem Nachtleben und unbezahlbarem Wohnraum, die ihre jungen Leute vertreibt.
Anspielung an den mehr als 50 Jahre alten Stadtstich zu Meran (Stichworte „bundesdeutsches altenheim“, „rentnerin“) aus der Feder von N.C. Kaser?