„Das Wasser fließt bis in die Adria“
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Jetzt S+ abonnieren„Wasser ist keine reichlich vorhandene Ressource mehr, deshalb müssen wir dementsprechend damit umgehen“, sagt Paul Köllensperger, Fraktionsvorsitzender vom Team K im Landtag. Ähnlich wie in München – wo die Wasserquellen lange als „unerschöpflich“ galten – gehört Wasserknappheit auch in vielen Südtiroler Gemeinden zur neuen Realität.
Derzeit ist ganz Europa von großer Trockenheit betroffen und das stellt nicht nur die Landwirtschaft vor Herausforderungen. Denn durch den Klimawandel verschwindet das Gletschereis und der plötzliche Starkregen nimmt zu. „Der Boden ist dann nicht imstande, das Wasser aufzunehmen und es fließt schlussendlich hinunter bis in die Adria“, so der Team K-Chef. Er spricht sich deshalb nicht nur für Investitionen in Wasserleitungen aus, sondern auch für den Bau von Speicherbecken im öffentlichen Interesse.
Auch der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) und die Vorsitzende der Sozialen Mitte der SVP, Gabi Morandell, sprechen sich für eine Wasserstrategie des Landes aus. „Eine umfassende Wasserstrategie ist genau das, was wir für die Zukunft brauchen. Diese Strategie wäre auch der richtige Weg, um die derzeitige Diskussion darüber, wer genau wie viel Wasser verbraucht, auf belastbare Zahlen zu stützen, um eine sachliche Diskussion ohne Schuldzuweisungen und Mutmaßungen führen zu können“, sagt HGV-Präsident Klaus Berger in einer Aussendung.
Altes Leitungsnetz mit Lecks
Als Grundlage braucht es dafür aber Zahlen zu Wasserverbrauch und Lecks im Wassernetz. Wie Umweltlandesrat Peter Brunner (SVP) auf Nachfrage von Köllensperger bestätigt, hat Südtirol keine einheitlichen und flächendeckenden Daten dazu. Lediglich die Stadt Bozen hat dank eines PNRR-Projekts die eigenen Lecks erfasst und die Verluste im Jahr 2025 auf 23,97 Prozent reduziert, im Jahr 2023 waren es noch 32,07 Prozent.
Das Leitungsnetz wurde vielerorts vernachlässigt. „Dabei sind die Rohre das wichtigste und zugleich am schwierigsten zu erneuernde Gut eines Wasserversorgers. Viele Leitungen sind 110 Jahre alt oder älter“, erklärt Robert Bargolini, ein international tätiger Experte für Wasserverlustmanagement, im SALTO-Interview.
In Südtirol sind die Wasserverluste vermutlich von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich: „Bruneck beispielsweise soll wenig Wasser verlieren, anderenorts wird der Verlust bis auf 40 Prozent geschätzt. Bevor die öffentliche Hand also nicht ihre Hausaufgaben gemacht hat und die Infrastruktur der Wasserleitungen erneuert, kann sie der Wirtschaft und Bevölkerung schlecht vorschreiben, den eigenen Wasserverbrauch einzuschränken“, sagt Köllensperger.
Wieviel jedes Hotel Wasser…
Wieviel jedes Hotel Wasser verbraucht dürfte doch dem jeweiligen Hotelier doch bekannt sein oder?
Vielleicht sollte der HGV eine Mitgliedererhebung veranlassen und dann öffentlichkeitswirksam verkünden…
Lediglich die Stadt Bozen…
Lediglich die Stadt Bozen hat dank eines PNRR-Projekts die eigenen Lecks erfasst und die Verluste im Jahr 2025 auf 23,97 Prozent reduziert, im Jahr 2023 waren es noch 32,07 Prozent??? Liebe SEAB, diese Zahlen klingen auf dem Papier schön, sind fachlich aber extrem mit Vorsicht zu genießen. Eine reale, physikalische Senkung der Wasserverluste von 32,07 % auf 23,97 % – also um über 8 Prozentpunkte in gerade einmal zwei Jahren – ist bei der Größe und Komplexität des Bozner Netzes schlicht unrealistisch.
Bevor hier große Erfolge gefeiert werden, müssen erst einmal die echten Grundlagen auf den Tisch: Wie viel Wasser wird überhaupt produziert und eingespeist (m³)? Und wie viel Wasser wird tatsächlich verkauft und über geeichte Zähler abgerechnet (m³)? Erst wenn diese beiden harten Kubikmeter-Zahlen vorliegen, kann man überhaupt ernsthaft über reale Verluste sprechen.
Prozentangaben sind im Wasserverlustmanagement extrem irreführend: Wenn 2025 schlicht mehr Wasser eingespeist oder verbraucht wurde, sinkt der prozentuale Verlust rechnerisch sofort – ohne dass im Netz auch nur ein einziges Leck repariert wurde. Der Einbau neuer Zähler im Rahmen des PNRR-Projekts bringt erst einmal eine neue Datenbasis und korrigiert Scheinverluste, ist aber noch lange keine Netzsanierung.
Eine technisch saubere Bewertung funktioniert nicht über Prozentwerte, sondern nur über reale Kennzahlen wie den ILI (Infrastructure Leakage Index) oder die Verlustmenge pro Netzkilometer und Tag (m³/(km·d)). Solange diese Fakten nicht transparent sind, ist der angebliche Rückgang vor allem eines: eine statistische Kosmetik.
Auf Grund der zunehmend…
Auf Grund der zunehmend häufiger auf-tretenden Starkregen, braucht vor den Siedlungen viel dringender Überflutungs-Flächen, „die bei Bedarf die Wasser-Massen zurück-halten, vor sie in den Siedlungen verwüsten ...!“
Die Grundbesitzer der Überflutungs-Flächen, sind nach jedem Vorfall angemessen zu entschädigen! (ohne das Geld bei den Rechts-V......... + Gerichten zu verheizen ...!)