Umwelt | Zuaglost

Startschuss für die Kitzretter

Wenn es vor der Heumahd darum geht, Kitze vor dem Tod zu retten, arbeiten Jäger und Bauern eng zusammen. Zu Gast ist der Jäger Pirmin Frener.
Hinweis: Dies ist ein Partner-Artikel und spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der SALTO-Redaktion wider.
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Foto: Pirmin Frener
  • Wenn im Frühjahr die erste Mahd ansteht, beginnt für viele Rehkitze eine gefährliche Zeit. Die Jungtiere liegen gut getarnt im hohen Gras, drücken sich bei Gefahr instinktiv auf den Boden und flüchten in den ersten Lebenswochen nicht. Genau das macht sie für Mähmaschinen so gefährdet. Pirmin Frener kennt diese Situation aus der Praxis. Er ist im Revier St. Andrä/Afers als Jäger aktiv und seit 2022 mit der Drohne unterwegs, um Rehkitze vor der Mahd aus den Wiesen zu retten. In der aktuellen Folge von „Zuaglost“ erzählt er von seinen Erfahrungen.

    Der Ablauf der Kitzrettung ist auf eine gute Abstimmung mit den Landwirten angewiesen. Idealerweise melden diese ein bis zwei Tage vor der Mahd, welche Wiese gemäht wird und wann der Einsatz sinnvoll ist. Denn der Zeitpunkt ist entscheidend: Wird ein Kitz früh am Morgen gefunden und erst am Abend gemäht, müsste es viel zu lange gesichert bleiben. Gleichzeitig hat die Drohne vor allem in den kühleren Stunden gute Bedingungen. Dann hebt sich die Wärmesignatur des Kitzes deutlich von der Wiese ab. In der Mittagshitze dagegen ist der Boden selbst warm, die Unterschiede verschwimmen, und die Suche wird fast unmöglich.

    Für Frener ist klar: Kitzrettung dient nicht nur dem Wildtier. Auch für die Bauern ist sie wichtig. Wird ein Tier vermäht, bedeutet das nicht nur großes Tierleid. Verunreinigtes Futter kann auch die Gesundheit der Kühe beeinträchtigen, die Milchqualität verschlechtern und im schlimmsten Fall ernste Folgen im Stall haben. Besonders problematisch kann es werden, wenn tote Tierkörper in die Silage gelangen.

    Getragen wird die Kitzrettung vor allem von der Jägerschaft und vielen Freiwilligen. Für Frener gehört dieser Einsatz zum Selbstverständnis der Jäger: Wild hegen und pflegen, Tierleid vermeiden und gleichzeitig den landwirtschaftlichen Betrieben helfen.

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