Politik | Langsame Linie

Junge Generation fordert mehr Tempo

Die Junge Generation (SVP) Burggrafenamt fordert mehr Tempo beim Ausbau der Bahnlinie Meran-Bozen. Über eine Umsetzung im Jahr 2038 zu diskutieren, sei nicht akzeptabel.
Bild: STA AG

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Die Bahnverbindung zwischen Meran und Bozen verbindet die beiden größten Städte Südtirols – aber leider nicht wirklich gut. Auch aus Sicht der Jungen Generation Burggrafenamt ist sie längst nicht mehr zeitgemäß. „Wenn ein Zug zwischen den zwei größten Städten des Landes im Durchschnitt nur rund 41 km/h schafft, dann hat das nichts mit modernem öffentlichem Nahverkehr zu tun“, kritisiert Peter Tirler Ausschussmitglied der JG Meran. 

Die JG nimmt deshalb klar Stellung: Der zweigleisige Ausbau der Bahnlinie Meran–Bozen muss schneller vorankommen als bisher diskutiert. Dass bei einem der wichtigsten Mobilitätsprojekte des Landes plötzlich das Jahr 2038 im Raum stehe, sei nicht akzeptabel. „2038? Da sind heutige Grundschüler fast mit dem Studium fertig“, sagt Kevin Pichler, Vorsitzender des Mobilitätsausschusses der JG.

 

„Der Ausbau der Bahnverbindung zwischen den beiden größten Städten Südtirols ist ein Gewinn für alle.“

 

Mit einer leistungsfähigeren Strecke könnten laut JG unter anderem Vilpian und Sigmundskron regelmäßig im Halbstundentakt bedient werden. Auch Terlan und die Orte dazwischen würden von einer stabileren und verlässlicheren Verbindung profitieren. Zudem hätte der Ausbau Auswirkungen bis in den Vinschgau: Von Naturns aus wäre Bozen laut JG künftig in knapp 45 Minuten erreichbar.

Niemand erwarte, dass „morgen früh um sieben ein zweites Gleis aus dem Boden wächst“. Dennoch müsse die Frage erlaubt sein, warum Südtirol für eine zentrale Bahnstrecke so lange brauche. Die historische Grödner Bahn, so die JG, sei vor über hundert Jahren in weniger als sechs Monaten gebaut worden.

Wer die Menschen zum Umstieg auf den Zug bewegen wolle, müsse ihnen auch eine Verbindung anbieten, die pünktlich, häufig und schnell genug sei. „Klimaschutz beginnt nicht mit Sonntagsreden, sondern mit einem Fahrplan, der funktioniert“, heißt es in der JG-Aussendung.

„Der Ausbau der Bahnverbindung zwischen den beiden größten Städten Südtirols ist ein Gewinn für alle“, sagt Marja Prantl von der JG Burggrafenamt. Schnellere Reisezeiten würden den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen, die Lebensqualität der Bevölkerung steigern und auch Touristinnen und Touristen eine nachhaltige Alternative zum Auto bieten.

Aus dem Landesressort für Infrastrukturen und Mobilität heißt es: „Landesrat Daniel Alfreider begrüßt den Vorstoß der Jungen Generation, die sich klar zur Vision einer gut ausgebauten Eisenbahn bekennt. Es müssen laut Alfreider nun alle an einem Strang ziehen, damit sämtliche anstehenden Genehmigungs- und Planungsphasen so rasch wie möglich abgewickelt werden können. Nur dann könne man mit einem Baubeginn der Infrastruktur durch Italferr in der Mitte der 30er Jahren rechnen.“

Update

Der Artikel wurde aktualisiert am 15.06.26, um 20:00 Uhr.

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