Umwelt | Freienfeld

Menschliche Fäkalien im Gewässer

Gewässerverschmutzung bei Maria Trens: Laut der zuständigen Behörde handelt es sich nicht um Gülle, sondern um Abwasser aus der Kanalisation nach starken Regenfällen.
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Umweltschutzgruppen befürchteten zu viel Gülle im Gewässer, tatsächlich handelt es sich bei der Verunreinigung in einem Gewässer bei Maria Trens in Freienfeld um menschliche Exkremente. „Nach den vorliegenden Erkenntnissen sind die kurzzeitigen Schaumbildungen nicht auf Gülleeinträge zurückzuführen, sondern auf gelegentliche Mischwassereinträge bei starken Regenfällen“, teilt Moira Domenis von dem Amt für Gewässerschutz mit.

Die bestehende Kanalisierung komme bei Starkregen aus technischen Gründen an ihre Kapazitätsgrenzen. „Die Folge der Überlastung von Kanalnetz und Kläranlage sind gelegentliche Mischwasseraustritte in die Oberflächengewässer“, so Domenis. 

Hochwasser in der Talfer in Bozen 2023: Starkregen werden durch den Klimawandel häufiger. Seehauserfoto

Um dieses Problem zu lösen, hat die Gemeinde Freienfeld ein Projekt zur Modernisierung des Kanalnetzes in einem Teil der Ortschaft Trens in Auftrag gegeben. Dabei sollen fäkalienhaltiges Abwasser aus Toiletten und Weißwasser von Regenfällen und Oberflächengewässer getrennt werden, um Verunreinigung zu vermeiden.

Starkregen werden durch den Klimawandel häufiger. Vor allem in Siedlungsgebieten mit hoher Bodenversiegelung wird damit das Kanalisationssystem überfordert, vor allem weil noch nicht in allen Teilen des Landes Schwarz- und Weißwasser getrennt werden.