Chronik | Pressekonferenz

Einstürzender Justizbau

Nach dem schweren Einsturz am Gerichtsgebäude in Bozen gab es am Vormittag eine erste gemeinsame Pressekonferenz der zuständigen Behörden.
Seehauserfoto

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Zu Beginn der für 11 Uhr angesetzten Pressekonferenz am Gerichtsplatz wurde betont, dass sich zum Zeitpunkt des Vorfalls keine Personen im Gebäude befanden und somit niemand verletzt wurde. Die oberste Priorität liege nun aber darin, den Betrieb der betroffenen Einrichtungen möglichst rasch wieder sicherzustellen.

Erste Begehungen: Auch die Beratungen mit der Regierung und den Behörden sind angelaufen. SALTO/HM

Der Generalstaatsanwalt Corrado Mistri bezeichnete die Schäden als tragisch und sprach von einem Ereignis von erheblichem Ausmaß. Nach Beratungen mit Regierung und Behörden sei vereinbart worden, alle erforderlichen Maßnahmen eng abzustimmen. Zunächst gehe es darum, die Sicherheit des Gebäudes zu gewährleisten und die Lage umfassend zu beurteilen. Erst anschließend würden die Ursachen des Vorfalls sowie mögliche Verantwortlichkeiten untersucht.

Bürgermeister Claudio Corrarati unterstrich die Bedeutung des Gebäudes für die Stadt. „Es ist nicht nur ein wichtiger Standort für die Justiz, sondern auch ein historisches und identitätsstiftendes Bauwerk mit großem emotionalem Wert für die Bevölkerung.“ Die nächsten Stunden und Tage würden zeigen, so der Bürgermeister, ob und in welchem Umfang Teile des Gebäudes weiterhin genutzt werden könnten. 

Die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen wurde als entscheidend hervorgehoben.

Parallel dazu werde intensiv daran gearbeitet, den Justizbetrieb aufrechtzuerhalten, unterstrich Gerichtspräsidentin Francesca Bortolotti. Die Justiz müsse ihre Arbeit ohne größere Unterbrechungen fortsetzen können, weshalb bereits nach geeigneten Ausweichquartieren gesucht werde. Ziel sei es, Verhandlungen und den laufenden Betrieb so schnell wie möglich an andere Standorte zu verlegen.

Christian Bianchi, der Landesrat für Hochbau, dankte allen Einsatzkräften – darunter Feuerwehr, Polizei, Carabinieri, Finanzpolizei und Zivilschutz – für ihren schnellen und koordinierten Einsatz. Ebenso wurde den anwesenden Vertretern der Stadt und der lokalen Behörden für ihre Unterstützung gedankt. Die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen wurde als entscheidend hervorgehoben.