Kritik an Höfegesetz: fehlgeleitet?
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Jetzt S+ abonnierenSeit Juni 2025 darf ein geschlossener Hof nur noch mit der Genehmigung der Höfekommission gekauft werden. Für Landesrat Luis Walcher (SVP) sei das ein „klares Zeichen gegen Spekulation und den Ausverkauf unserer Heimat“. Die Realität schaue aber anders aus, teilt die Südtiroler Maklervereinigung in einer Aussendung mit: „Diese Bestimmung schützt die geschlossenen Höfe nicht. Sie entwertet das Eigentum tausender bäuerlicher Familien, indem sie den Kreis möglicher Käufer drastisch reduziert. Dies führt langfristig dazu, dass zahlreiche Höfe nicht mehr bewirtschaftet werden und verfallen“, warnt die Maklervereinigung.
Nebenerwerb nicht mitgedacht?
Ein geschlossener Hof ist so viel wert, wie jemand dafür zu zahlen bereit ist. Genau hier setzt das Gesetz an: Kaufen darf nur noch ein eng begrenzter Personenkreis, dessen Voraussetzungen die Höfekommission prüft. Diese Hürde reduziert den Kreis möglicher Käufer erheblich und dadurch sinke zwangsläufig der Marktpreis.
Denn die neue Regelung knüpft den Kauf eines geschlossenen Hofes an bestimmte persönliche Voraussetzungen. Der Käufer muss eine landwirtschaftliche Tätigkeit und eine entsprechende Qualifikation – entweder Studientitel oder Diplom oder Junglandwirte-Kurs – nachweisen. Genau hier entstehe das Problem: Die Realität vieler Südtiroler Bergbauernhöfe entspricht nicht dem Bild eines klassischen Vollerwerbsbetriebes. Zahlreiche Höfe werden im Nebenerwerb geführt. Die Kinder helfen regelmäßig bei der Bewirtschaftung mit, sind aber meist nicht selbst als Landwirte eingetragen und erfüllen daher die formalen Voraussetzungen nicht.
Geschlossene Höfe sollten…
Geschlossene Höfe sollten nicht an „irgendjemand“ (insbesondere nicht an Nicht-Landwirte oder Spekulanten) verkauft werden, um die bäuerliche Kulturlandschaft zu schützen, die Lebensmittelproduktion zu sichern und Zweckentfremdung zu verhindern.
Antwort auf Geschlossene Höfe sollten… von Herta Abram
Schutz vor Spekulation: Der…
Schutz vor Spekulation: Der Ausverkauf von Höfen an kapitalkräftige Investoren, die die Gebäude als Zweitwohnsitze nutzen wollen, soll verhindert werden.
Zur Realität gehört leider…
Zur Realität gehört leider auch, dass die Höfe heutzutage in dieser Form wirtschaftlich nicht mehr zu betreiben sind. Im Zeitalter der landwirtschaftlichen Industrialisierung trifft auch die Transformation vollumfänglich auf diese Liegenschaften.
Antwort auf Zur Realität gehört leider… von Stefan S
Sie haben vollkommen recht: …
Sie haben vollkommen recht: Um einen Hof erfolgreich weiterzuführen, bedarf es vor allem einer bodenständigen und werteorientierten Grundhaltung und ein tiefes Verständnis dafür, dass ein Hof mehr als nur Immobilien oder Rendite ist.
Antwort auf Sie haben vollkommen recht: … von Herta Abram
Die Grundhaltung hilft nicht…
Die Grundhaltung hilft nicht nur in diesem Beruf, was ich meine ist der sehr hohe und intensive Zeitaufwand in diesem Bereich. Da sollte Mann/Frau sich wirklich berufen fühlen. Wenn man in anderen Berufen diesen Aufwand betreibt bleibt einem am Ende des Tages/Monat/Jahr erheblich mehr unter dem Strich übrig.
Antwort auf Die Grundhaltung hilft nicht… von Stefan S
Also unterm Strich die…
Also unterm Strich die Rendite.