„Alte Weltordnung gibt es nicht mehr“
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EU-Kommissar Magnus Brunner ist vermutlich der Mann an der richtigen Stelle. Das zeigte heute sein Auftritt vor Bürgermeistern, Ordnungskräften und Verbandsvertreterinnen im NOI Techpark von Bozen. Während geopolitische Konflikte vor den Außengrenzen zunehmen und in vielen EU-Mitgliedsländern rechtsextreme Parteien an Stimmen gewinnen, vermittelt er so etwas wie Ruhe. Der österreichische ÖVP-Politiker kümmert sich im Auftrag der Europäischen Union (EU) um innere Sicherheit und Migration.
„Die Grenzen zwischen der äußeren und inneren Sicherheit verschwimmen zusehends und der Schutz von Bevölkerung und Wirtschaft ist komplexer geworden“, sagt Brunner am Podium. Ursache seien nicht nur Sabotageakte oder Drohnen über Flughäfen, sondern auch Terrorismusgefahr durch illegal Eingereiste. Nachdem im Mai 2024 die EU kurz vor den Europawahlen die Asylreform mit strengeren Regeln verabschiedet hatte, holte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Politiker aus Vorarlberg in ihr Team.
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Auf dem Podium neben EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann (SVP), Regierungskommissarin Maddalena Travaglin und Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) spricht Brunner über die Umsetzung der EU-Asylreform, die bis Juni 2026 vollständig in Kraft tritt. Sowohl Brunner als auch Dorfmann gehören auf EU-Ebene zur Europäischen Volkspartei (EVP).
„Die Weltordnung, an die sich zumindest unsere Generation gewöhnt hat, die gibt es in dieser Form nicht mehr. Wir werden im Osten physisch angegriffen und im Westen müssen wir unsere Beziehungen vielleicht überdenken“, erklärt der 53-Jährige. Nicht nur der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die Distanzierung des US-Präsidenten Donald Trump vom Verteidigungsbündnis NATO bringen die europäische Sicherheitsordnung in Gefahr, sondern auch organisierte Kriminalität und illegale Migration.
„Das Schengen-Abkommen ist das Herzstück der europäischen Freiheit, die nur mit einer soliden Kontrolle der Außengrenzen möglich ist.“
Dennoch ist die aktuelle Lage nicht mit der Flüchtlingskrise 2015 zu vergleichen, schließlich ist die illegale Migration nach Europa im Vergleich zum Jahr 2023 in den letzten beiden Jahren um mehr als die Hälfte gesunken – neben einem verstärkten Grenzschutz zeigen auch Abkommen mit afrikanischen Ländern Wirkung.
Seit kurzem verfügt die EU außerdem über ein weltweit neues Grenzmanagementsystem, das die Ein- und Ausreise von Personen aus Drittstaaten in der Datenerfassung zusammenführt. Seit Oktober 2025 seien bereits über 60 Millionen Personen registriert und die Einreise von 700 Personen verhindert worden, die ein Sicherheitsrisiko für die EU dargestellt hätten.
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Bewegungsfreiheit im EU-Binnenraum schützen
Damit Europa als Lebensraum attraktiv bleibt, brauche es einen funktionierenden Grenzschutz, das ist die Botschaft am prominent besetzten Podium heute Vormittag in Bozen. „Das Schengen-Abkommen ist das Herzstück der europäischen Freiheit, die nur mit einer soliden Kontrolle der Außengrenzen möglich ist“, sagt Brunner. Mit dem Schengener Abkommen wurden die Grenzkontrollen im EU-Binnenraum abgeschafft. „Diese Bewegungsfreiheit ist eine der wichtigsten Errungenschaften der EU“, betont auch Dorfmann.
Die kürzlich verabschiedete Rückführungsverordnung im Rahmen der Asylreform sei ein Zeichen dafür, dass „die Vernunft gesiegt habe“. Mit Blick auf die Kritik der Südtiroler Bewegung „No Excuses“ erklärt der EU-Parlamentarier, dass auch rund 50 Abgeordnete von Linksparteien die Verordnung unterstützt und sich damit dem Fraktionszwang ihrer eigenen Partei widersetzt haben.
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„Als Partei mit Regierungsverantwortung müssen wir aber auch die Courage haben, zu sagen, dass Migration weiterhin stattfinden wird und wir sie brauchen werden. Inzwischen werden in Südtirol 40 Prozent der Arbeitsverträge mit Nicht-Südtirolern abgeschlossen“, erklärt er. Auch Brunner betont den hohen Stellenwert von legaler Migration nach Europa.
„Heute ist klar geworden: Es gibt einen Plan und das haben wir jahrelang vermisst.“
Wichtiges Instrument sei dafür die Visa-Ausstellung für Arbeitskräfte. Hier habe Italien letztes Jahr vorbildhaft gehandelt. „In Italien kamen am meisten illegal eingereiste Bangladeschi an, also handelten die beiden Länder ein Abkommen aus“, so der EU-Kommissar. Italien will bis 2028 knapp 500.000 Arbeitsvisa für Personen aus Nicht-EU-Ländern ausstellen, um dem Arbeitskräftemangel in den Sektoren Landwirtschaft, Tourismus, Logistik und Pflege zu begegnen.
„Heute ist klar geworden: Es gibt einen Plan und das haben wir jahrelang vermisst“, sagt Kompatscher in seinen Schlussworten. Dann sagt der Landeshauptmann einen Satz, für den er aus den Reihen der Gewerkschaftsvertreterinnen überraschend Applaus erhält. „Diejenigen mit Bleiberecht sollen hier die Möglichkeit haben, sich in die Arbeitswelt und in unsere Gesellschaft zu integrieren – ansonsten entstehen Parallelgesellschaften.“
Leichter gesagt als getan.
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2025 sind rund 2.100 Menschen im Mittelmeer gestorben (oder als vermisst gemeldet worden). Januar bis April 2026 sind es bereits fast 1.000.
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Solange Europa sich nur…
Solange Europa sich nur halbherzig vom derzeitigen Asylsystem verabschiedet, wird es immer Todes-und andere Opfer geben die das System fordert.
Denn wenn man auch alle erfasst und registriert die ankommen und dennoch jenen ein Bleiberecht in der EU zugesteht, die als asylberechtigt eingestuft werden, OBWOHL sie keines hätten WEIL sie vorher schon mehrere Staaten durchlaufen haben, wo sie mehrmals hätten anfragen können, dann wird sich nicht viel ändern.
Dann wird halt auf dem Weg zu den famosen Registrierungsstellen an den EU Außengrenzen gestorben oder man versucht es immer noch alternativ über andere Grenzen , weil eh keiner zurückgeführt wird.
Aber auch andere z.B. Kriegsflüchtlinge die einen anderen Schutzstatus erhalten und nicht unter das Asylsystem fallen, kann man anscheinend, auch wenn der Fluchtgrund weggefallen ist, nicht mehr zurückbringen (siehe Syrer in Deutschland).
Deshalb wird sich da nicht viel ändern, wenn man nicht den Mut aufbringt das australische System einzuführen, das da lautet: Dauerhaften Aufenthalt in Australien gibt es nur für ausgewählte Flüchtlinge aus humanitären Gründen legal und in bestimmter Anzahl direkt aus Lagern, wo dann die Schwächsten Bedürftigsten und solche ohne Rückkehrmöglichkeit ausgewählt werden.
Diejenigen die um Asyl anfragen (also Schutz aus von politischer Verfolgung im Land aus dem sie stammen suchen) finden diesen in Drittstaaten mit denen Australien Abkommen hat und nicht auf dem australischen Festland, Asylbetrug ist also ausgeschlossen.
Ansonsten gibt es legale Visa für temporären oder permanenten Aufenthalt in Australien für Fachkräfte für die man ansuchen kann.
Also hat das ganze System eine Ordnung und ist in der Hand der australischen Regierung, die wiederum die Legitimation durch das Volk erhalten hat (im Gegensatz zu den Personen in der EU-Kommission).
Dass hier Äpfel mit Birnen…
Dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden und Europa mit einem weit abseits und isoliert liegendem Kontinent, der von Flüchtlingen nur mit dem Flugzeug erreicht werden kann, verglichen wird, erwähne ich nur am Rande (wie soll sich Europa in dieselbe Lage wie Australien bringen: beschleunigte Plattentektonik?)
Aber nur EIN Beispiel, das die Unkenntnis im Kommentar oben belegt (Zitat): „Aber auch andere z.B. Kriegsflüchtlinge die einen anderen Schutzstatus erhalten und nicht unter das Asylsystem fallen, kann man anscheinend, auch wenn der Fluchtgrund weggefallen ist, nicht mehr zurückbringen (siehe Syrer in Deutschland)“: wenn die Syrer Deutschland verlassen müssen, bricht auf dem Land die ärztliche Versorgung, die in den Dörfern und Kleinstädten vorwiegend von syrischstämmigen Ärzten erbracht wird, völlig zusammen.
Antwort auf Dass hier Äpfel mit Birnen… von Peter Gasser
Da haben Sie sich wieder…
Da haben Sie sich wieder einmal etwas zusammengelesen............(nahezu alle, nämlich eine Million ! ausreisepflichtigen Syrer Ärzte !? ........)
Und dass Australien von boat people überrannt wurde (wovon ein bestimmter Anteil auf dem Meer umgekommen ist) bevor das jetzige System (2013 operation „no Way“) etabliert wurde (wo seit Jahren niemand mehr ertrinkt, weil wegen der Aussichtslosigkeit illegal niemand mehr kommt) ...........nie etwas gehört.
Das Geschäftsmodell der Schlepper darf zu keinem Erfolg führen, dieser Weg muss also verunmöglicht werden. Nicht möglich? Dann ist es ein Wunder dass es organisiert werden kann dass Sie und ich nicht ohne Papiere, Visum , Fragebogen........einfach die USA, Kanada, Australien und und und..........betreten dürfen. Da führt kein Weg hin. Das klappt hervorragend.
Naja lesen Sie mehr !
Antwort auf Da haben Sie sich wieder… von Milo Tschurtsch
Aah, Sie wollen die Syrer…
Aah, Sie wollen die Syrer zurückschicken, NUR NICHT die 7.000 syrischen Ärzte - Sie sind mir ein Schlauer!
Und die boat people - wieviele waren das?
Antwort auf Aah, Sie wollen die Syrer… von Peter Gasser
Von ordentlichen Visa aus…
Von ordentlichen Visa aus Arbeitsgründen noch nie etwas gehört, außerdem sind ein bestimmter Teil der Syrer bereits eingebürgert, haben also die Staatsbürgerschaft, um die geht es also gar nicht.
Und die boat -people habe ich nicht gezählt, jedenfalls waren es genug für die australische Regierung um zu handeln, wobei es nicht um die Anzahl sondern ums Prinzip (order and method) in der Sache geht.
Magnus Brunner, der Mann,…
Magnus Brunner, der Mann, der aus der österreichischen Innenpolitik nach Brüssel abgeschoben wurde, nachdem er das österreichische Budgetdefizit wahlkampftauglich kleingschwindelt hatte.
Wie lange wollen wir Migration noch als Sicherheitsproblem sehen? Warum liegt Migration nicht beim Wirtschaftsressort? Niemand kann bestreiten, dass unsere Gesellschaft Migration braucht, es reicht, sich kurz Gedanken über Pflege und Rente zu machen. Von Landwirtschaft, Industrie und Tourismus ganz zu schweigen. Aber wir wollen, dass niemand mehr nach Europa aufbricht, vor allem nicht, wenn „nur“ ein Leben mit wirtschaftlicher Perspektive gesucht wird.
Wenn es das ist, was wir wollen, gibt es nur eine Möglichkeit: eine groß angelegte Medienstrategie, mit der wir der restlichen Welt vorgaukeln, dass es bei uns in Europa keinen Wohlstand gibt.
Wenn dann niemand mehr kommt haben wir gleichzeitig einen Grund, unsere Senioren im Altersheim zu besuchen, schließlich muss sich ja jemand um sie kümmern. Vorausgesetzt, wir finden die Zeit dafür, zwischen Apfelernte und Reinigungsarbeiten.
Migration ist keine Bedrohung. Migration ist eine Chance. Migration ist die Konstante der Menscheitsgeschichte.
Antwort auf Magnus Brunner, der Mann,… von Markus Schwärzer
Ich gebe Ihnen in allem…
Ich gebe Ihnen in allem Recht, nur versteht keiner dass es die Rechtsstaaten in Europa nicht schaffen genügend reguläre Visa für die Bedürfnisse die Sie aufzählen auszustellen und andererseits die illegale und ungeregelte Migration zulassen wodurch die Voraussetzungen geschaffen werden dass das mafiöse Menschenhändlertum das nahezu täglich Menschenleben kostet, aufrecht erhalten wird.
Denn gegen geregelte qualifizierte Migration hat niemand etwas, gegen geregelte Aufnahmen aus humanitären Gründen, wo die europäischen Staaten selbst und nicht die Schlepper bestimmen wer und wie viele kommen , auch nicht.
Man kann es nicht oft genug sagen: Man sollte nicht alles in denselben Topf werfen.
Antwort auf Ich gebe Ihnen in allem… von Milo Tschurtsch
Es gibt keine illegale…
Es gibt keine illegale Migration, hunderte Male wurde Ihnen das schon erklärt. Und nein, wir brauchen nicht nur qualifizierte Zuwanderer, ganz im Gegenteil. Und nicht wir bestimmen, wie viele kommen. Und auch nicht die Schlepper. Die Menschen machen sich auf den Weg, aus humanitären Gründen. Auch aus wirtschaftlichen. Das ist auch ihr gutes Recht. Und es ist unsere Pflicht, als diejenigen, die das fünffache an Ressourcen verbrauchen, den Menschen zu helfen. Migration gehört als wirtschaftliches und soziales Thema anerkannt. Das sind die Ressorts, die sich damit zu beschäftigen haben. Nicht Innenministerien oder Sicherheitskommissare.
Antwort auf Es gibt keine illegale… von Markus Schwärzer
Und wenn Sie es noch…
Und wenn Sie es noch hundertmal „erklären“, so haben Sie doch Unrecht. Es gibt illegale Migration deswegen weil damit Betrug verbunden ist, und zwar Asylbetrug. Denn die Definition einer Bitte um Asyl ist immer die, dass man vom eigenen Staat politisch verfolgt wird. Wenn jemand aber mehrere Länder durchquert um ausgerechnet in Europa den Asylantrag zu stellen, dann geht es nicht mehr um Schutz vor politischer Verfolgung sondern um Wirtschaftsmigration. Und Wirtschaftsmigration kann nur über legal ausgestellte Visa die das Aufnahmeland ausstellt erfolgen und nicht indem man das Asylsystem als Krücke dazu benutzt.
Dazu kommt noch die Zusammenarbeit mit den Menschenschleppern die ebenso illegal, also außerhalb der Legalität und eine Straftat ist.
Und solange diese Zusammenarbeit ein Geschäftsmodell ist das hundertprozentig funktioniert und das Sie anscheinend noch unterstützen, wird es nahezu täglich Opfer dieser Machenschaften geben, die auch Europa zu verantworten hat, indem es dieses Geschäftsmodell nicht verunmöglicht (auf diesem Wege darf niemand genommen werden).
Denn ob Sie es glauben oder nicht, es gibt kein absolutes RECHT von irgendjemandem außerhalb der Eu ohne geregelten Zugang und ohne Visum (oft noch ohne nachweisbare Identität) einzureisen, und auch KEIN RECHT ausgerechnet in Europa um Asyl anzusuchen, genausowenig wie uns der Selbsteintritt in andere Länder nicht gestattet ist ohne dass diese uns vorab eine Genehmigung erteilen. Denn dass jeder in der Welt beliebig herumreisen und sich ansiedeln kann wo es beliebt, das ist doch wohl eine Illusion, schon allein aus Sicherheitsgründen.
Denn die wirtschaftlichen Gründe um einzureisen kann man regeln und steuern (und so den Menschen reale und nachhaltige Perspektiven ermöglichen) ohne dass die Hälfte auf der Straße landen weil der Antrag nicht genehmigt wurde.
Die humanitären Gründe ebenso, denn wie ich schon sagte, wird es doch humaner sein wirklich Hilfsbedürftige Frauen, Kinder, Alte, solche ohne Rückkehrperspektive und vor allem solche ohne körperliche und finanzielle Möglichkeiten einer Schlepper zu bezahlen direkt aus Lagern, wo sie schon oft jahrelang festsitzen, ohne dass man sie einer Gefahr aussetzt , aufzunehmen. Die Anzahl wie viele und welche kommen können entscheidet ebenso die Aufnahmegesellschaft.
Migration muss man STEUERN wenn sie nicht ausufern und zu gesellschaftlichen und sozialen Problemen und Spannungen und letztlich zum Chaos führen soll.
Soviel wird man wohl mittlerweile gesehen haben.
Antwort auf Und wenn Sie es noch… von Milo Tschurtsch
Nein er hat absolut recht,…
Nein er hat absolut recht, aber das wollen Sie einfach nicht zur Kenntnis nehmen, weil Ihre Behauptungen in sich zusammenbrechen würden, wie ein Kartenhaus vor dem Ventilator. Ein Land zu verlassen und ein anderes zu betreten ist, wenn, irregulär, widerrechtlich kann es nicht sein, weil die Bewegungsfreiheit der Menschen in der Menschenrechtscharta verankert ist. Es ist sogar eines der fundamentalen Rechte. Den irregulären Status kann man aber überwinden, beispielsweise durch Zugestehen des Asylrechts, durch eine Aufenthaltsgenehmigung usw.
Ihren Nickname haben Sie doch nicht etwa gewählt, weil im besten Südtiroler Dialekt, „Tschurtsch“ eine Bezeichnung für einen intellektuell Schwerfälligen ist, oder?
Antwort auf Nein er hat absolut recht,… von Manfred Klotz
Die Bewegungsfreiheit der…
Die Bewegungsfreiheit der Allgemeinen Menschenrechtserklärung beinhaltet nicht das Recht, in Länder seiner Wahl einzureisen. Artikel 13 besagt, dass jeder Mensch das Recht hat, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen. Zudem hat jeder das Recht, jedes Land, einschließlich des eigenen, zu verlassen und in sein Heimatland zurückzukehren.
Antwort auf Die Bewegungsfreiheit der… von Martin Daniel
Mit Textverständnis haben…
Mit Textverständnis haben Sie es nicht so, oder? Was glauben Sie wo Sie hinkommen, wenn Sie ihr Recht in Anspruch nehmen und ein Land verlassen, das nicht gerade eine Insel ist? Richtig, in ein anderes Land. In die meisten Länder der Erde können Sie sogar ohne Visum einreisen. Erst wenn Sie bleiben wollen ändert sich die Sachlage. Zum Unterschied zu einem illegalen Status kann man einen irregulären aber sanieren, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind.
Antwort auf Mit Textverständnis haben… von Manfred Klotz
Die Google-KI teilt mein…
Die Google-KI teilt mein Textverständnis: „Die Bewegungsfreiheit schützt das Recht, sich innerhalb eines Landes zu bewegen, das Land zu verlassen und in das eigene Land zurückzukehren. Sie umfasst nicht das Recht, die Grenzen eines beliebigen Staates zu überschreiten.“ Das ergänzt sich mit dem Recht auf Asyl, das im ersten sicheren Ankunftsland überprüft und ggf. gewährt werden muss und nicht frei zur Wahl steht. (Drittstaatenregelung). Dies ist die geltende rechtliche Lage, ihre Interpretation scheint mehr auf der normativen denn auf der deskriptiven Ebene verortet zu sein.
Antwort auf Die Google-KI teilt mein… von Martin Daniel
Ach so, KI... ja dann gute…
Ach so, KI... ja dann gute Nacht. Im Artikel 13 steht nichts von dieser Einschränkung:
1. Everyone has the right to freedom of movement and residence within the borders of each State.
2. Everyone has the right to leave any country, including his own, and to return to his country.
Es dürfte logisch sein, dass das Recht ein Land zu verlassen, das Recht impliziert in ein anderes einzureisen. Wenn nicht, wie könnte er das erste Recht sonst in Anspruch nehmen? Die manches Mal vorliegende Notwendigkeit eines Visums ist zwar eine Einschränkung, aber nicht eine grundsätzliche Ablehnung von Punkt 2 von Art. 13.
Ob er das Recht hat dort zu bleiben und wie lange, ist eine andere Geschichte.
Im nachfolgenden Artikel 14 wird dann auch noch das Recht auf Asyl in einem anderen Land festgehalten, das im Grunde sogar von einem Visum absieht.
Antwort auf Ach so, KI... ja dann gute… von Manfred Klotz
Natürlich hat jeder das…
Natürlich hat jeder das Recht sein Land zu verlassen und zurückzukehren (außer man lebt in Nordkorea o.ä.). Es gibt aber Bedingungen (Visum, nachweisbare Identität) dafür , schon aus Sicherheitsgründen. Das Einreiseland muss einen aufnehmen wollen (nicht nur manchmal). Sonst läuft nichts.
Also Herr Klotz stellen Sie sich vor, mir wurde das Recht in die USA einzureisen verweigert, am Flughafen war Schluss. Zum Glück habe ich mich noch daran erinnert dass ich einen gültigen Pass und ein Touristenvisum für 2 Wochen dabei hatte um dann noch den Fragebogen auszufüllen ...........:-)
Und stellen Sie sich vor, ich wollte in Australien um Asyl ansuchen, weil mein Land mich politisch erfolgt. Der Asylantrag wurde auf einer Insel, wo ich im Aufnahmezentrum zu bleiben hatte, bearbeitet, dann wurde mir gesagt ich würde selbstverständlich Schutz vor Verfolgung finden, aber nicht auf dem australischen Festland, sondern in einem für mich sicheren Drittland, wenn ich denn wolle.............
Und illegal (gegen das Gesetz) ist schon allein die Zusammenarbeit mit der Mafia . Wozu fließen dann enorme Summen (von denjenigen die es sich leisten können ein Asylverfahren in Europa zu erzwingen auch wenn praktisch kein Asylgrund feststeht, man aber einmal den Fuß in Europa auf den Illegalen Aufenthalt spekuliert.......) wenn jeder das Recht hat dahin zu gehen wo es beliebt :-)
Jeder Staat in Afrika ist Teil der afrikanischen Flüchtlingskonvention wo jeder politisch Verfolgte (im nächsten Staat) ansuchen kann. Es gibt kein RECHT in Europa um Asyl anzusuchen, wer es dennoch macht obwohl er mehrere Länder durchquert hat ohne anzusuchen, ist ein Wirtschaftsmigrant .
Dass Europa das nicht durchsetzt zeigt die Schwäche der Ausführenden und wird politisch nicht mehr lange durchsetzbar sein.
Antwort auf Ach so, KI... ja dann gute… von Manfred Klotz
Es bringt Ihnen nichts,…
Es bringt Ihnen nichts, Quelle oder Überbringer zu deligitimieren, wenn Ihnen das Ergebnis nicht passt. Das Recht, das eigene Land zu verlassen, soll jeden Menschen vor der Willkür seines eigenen Staates schützen, denken wir etwa an die kommunistschen Regime des Ostblocks oder des heutigen Nordkorea oder Kuba, die ihre Staatsbürger nicht ausreisen lassen. Dieses Recht inkludiert nicht den Anspruch, in ein bestimmtes Land einzureisen, es sei denn es handelt sich um einen Staat, der die einschlägigen Abkommen zum Asylrecht unterzeichnet hat und das erste sichere Ankunftsland nach Verlassen des Heimatlandes darstellt. Nachdem dies fast nie per Flugzeug erfolgt, ist dies nun mal entweder eines der Nachbarländer (siehe Türkei, Jordanien oder Libanon) oder jenes Land, wie z.B. Italien oder Griechenland, an Boote mit Flüchtlingen anlegen.
Natürlich steht es jedem Staat zu, großzügigere Regelungen anzuwenden und wie Deutschland unter Merkel Menschen aus einem Bürgerkriegsland regelrecht einzuladen. In dem Falle war es von Ungarn und Österreich korrekt, die syrischen Flüchtlingen durchzuwinken und sogar mit eigenen Zügen nach Deutschland zu bringen, obwohl es sich bei ihnen aus deutscher Sicht um sichere Drittstaaten handelte.
Auch für uns besteht kein absolutes Recht in ein anderes Land einzureisen, außer in jene der Europäischen Union, die eine Personenfreizügigkeit - wohlgemerkt nur - für Unionsbürger sowie Bürger aus Island, Liechtenstein, der Schweiz und Norwegen innerhalb der Mitgliedsstaaten vorsieht. Alle anderen Länder der Erde erlauben die Einreise aufgrund bilateraler Abkommen mit Italien und im Einklang mit eigenen Interessen.
Ich fände es gut, wenn wir in Diskussionen im Stande wären, das Gewünschte vom Ist-Zustand zu trennen und vor einer Wertung versuchten, sachlich eine - in diesem Fall rechtliche - Lage zu ergründen. Auf dieser Basis mag jeder seine Meinung entsprechend der eigenen Weltanschauung formulieren - der eine spreche sich für eine permissivere und die andere für eine restriktivere Änderung aus und wieder andere mögen die aktuelle Lösung für gut befinden.
Antwort auf Nein er hat absolut recht,… von Manfred Klotz
„Ihren Nickname haben Sie…
„Ihren Nickname haben Sie doch nicht etwa gewählt, weil im besten Südtiroler Dialekt, “Tschurtsch„ eine Bezeichnung für einen intellektuell Schwerfälligen ist, oder?“
Nein ich habe ihn gewählt damit Leute wie Sie sich mühelos und ganz automatisch intellektuell überlegen fühlen können :-)
Antwort auf Es gibt keine illegale… von Markus Schwärzer
Es gibt sehr wohl illegale…
Es gibt sehr wohl illegale Migration - allerdings ist das eine relative Betrachtung. Die Beschränkung von Einwanderung ist notwendig, wenn man einen Wohlfahrtsstaat und rechtstaatlich geregelte Eigentumsrechte gewährleisten will. Gäbe es keinen oder nur einen rudimentären Wohlfahrtsstaat, könnte man auch erfolgreich eine Politik der offenen Grenzen fahren, so wie es in den USA zwischen Sezessions- und 1. Weltkrieg der Fall war.
Man kann nicht beides gleichzeitig haben, außer man ist bereit, die Eigentumsrechte der Bevölkerung völlig aufzuweichen.
Dazu kommt noch der Aspekt, dass viele Migranten mit völlig falschen Vorstellungen nach Europa kommen. Ich denke da z.B. an meine ehemalige Putzfrau - eine studierte Pakistanerin. Sie sagte, sie würde gerne wieder zurück gehen, weil ihr Österreich kulturell und religiös zu degeneriert sei. Auch ein Mitarbeiter in einem Ex-Betrieb, den ich als Berater im gesundheitlichen Arbeitnehmerschutz betreut habe, hat sich ähnlich geäußert. Er meinte, er wird in den nächsten Jahren nach Syrien zurückkehren, weil ihm der soziale Zusammenhalt in Österreich viel zu wenig ausgeprägt sei.
Ich persönlich wäre dafür, die Einwanderungshürden deutlich zu reduzieren, um legale Einwanderung zu erleichtern, allerdings müsste man dafür im Gegenzug den Wohlfahrtsstaat auf ein vernünftiges Maß zurückstutzen. Ich fände das gerechter als den Status quo, denn unter dem Status quo leiden sowohl Einwanderer als auch die autochtone Bevölkerung.
Antwort auf Es gibt sehr wohl illegale… von Oliver Hopfgartner
Nein, gibt es nicht. Aber…
Nein, gibt es nicht.
Aber hier geht mittlerweile ja alles. Autochtone Bevölkerung zum Beispiel. Was für ein Schwachsinn. Ab wann ist man denn autochton? Ist Özdemir autochton deutsch? Markus Lanz ein Deutscher? Adis Ahmetović? In Bosnien geboren, jetzt Bundestagsabgeordneter. Autochton? Eher nicht, was?
Ich verabschiede mich jetzt von Salto. Es reicht.
Antwort auf Nein, gibt es nicht. Aber… von Markus Schwärzer
Bitte nicht, Markus…
Bitte nicht, Markus Schwärzer!
Ich persönlich finde ihre Beiträge, als sehr konstruktive Bereicherung!
Antwort auf Nein, gibt es nicht. Aber… von Markus Schwärzer
Wie gesagt, Migration muss…
Wie gesagt, Migration muss reguliert werden, wenn sie zu Spannungen führt und das ist bei einem Wohlfahrtstaat ab einer gewissen Größe der Fall. Wer gegen diese Regulierungen verstößt, ist definitionsgemäß illegal.
Ob das „richtig“ oder „moralisch“ ist, ist eine andere Frage.
Wie gesagt, wäre ich persönlich ein Befürworter einer liberalen, offenenen Grenzpolitik, allerdings halte ich das in Kombination mit dem Wohlfahrtsstaat wie wir ihn haben nur teilweise für umsetzbar.
Autochthon ist ein normales Wort. Autochton bedeutet „ortsständig“/„vor Ort entstanden“. Die Rückenmuskulatur wird z.B. in die ortsständig Rückenmuskulatur (=autochtone Rückenmuskulatur) und die von den Extremitäten kommenden, sekundär in den Rücken eingewachsenen Rückenmuskeln eingeteilt. Die Frage danach, ab wann ein Bürger autochton ist, ist berechtigt und der Punkt auf den du hinaus willst ist legitim.
Aber wie gesagt: da ich selbst grundsätzlich eher eine Liberalisierung der Einwanderungsgesetzgebung befürworte, verstehe ich nicht, warum ausgerechnet mein Beitrag bei dir ein „Es reicht.“ hervorruft.
Aus meiner Sicht solltest du salto nicht verlassen, da deine Beiträge Qualität bringen und ich sie sehr schätze. Vor dir sollten eher Leute wie Peter Gasser diese Plattform verlassen. Ich bitte dich daher zu bleiben. Ich schätze deine Beiträge, weil sie mich zum reflektieren bringen.
Antwort auf Wie gesagt, Migration muss… von Oliver Hopfgartner
Zitat: „Vor dir sollten eher…
Zitat: „Vor dir sollten eher Leute wie Peter Gasser diese Plattform verlassen“:
na das kann ich gut nachvollziehen, dass Sie das gerne möchten... wie dreist Sie sich äußern, zeigen Sie zudem.
Bleiben Sie, Sie geben ein gutes Beispiel.
Antwort auf Ich gebe Ihnen in allem… von Milo Tschurtsch
Ihre eigenen Vorfahren waren…
Ihre eigenen Vorfahren waren also auch „illegale“ Immigranten.... x und nicht nur Immigranten.