Links liegen gelassen
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Links außen, ob in Sport, Politik und Gesellschaft: in Doppelpunkt stellt SALTO den Autor und Aktivisten Gabriel Kuhn vor, der in Tirol aufgewachsen ist und seit vielen Jahren in Schweden lebt. In Südtirol forscht er gerade zur politischen Situation und insbesondere zur Rolle der Linken. Außerdem erzählt er zu seinen Vorfahren aus Meran und Neumarkt.
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Italienische Übersetzung: „Un calcio al potere. Gioco e lotta sociale“. Gerade nach der Nicht-Teilnahme Italiens an einer WM Pflichtlektüre im einstigen Fußballland. Das Buch hat er vorgestern in Meran vorgestellt. Foto: ElèutheraGabriel Kuhn interessierte sich schon seit seiner Jugend für linke Politik und verbindet in seinen Arbeiten soziale Gerechtigkeit mit einem starken Freiheitsgedanken. Ein zentrales Thema des Doppelpunkt-Gesprächs ist seine Recherche zur Linken in Südtirol: Kuhn kritisiert, dass das Südtirol-Thema historisch stark von rechten und nationalistischen Kräften dominiert wurde und die Linke sich oft zurückgezogen hat. Dies habe dazu geführt, dass linke Perspektiven in der öffentlichen Wahrnehmung kaum mehr vorkommen. Dabei habe es durchaus linke Ansätze und Persönlichkeiten gegeben, etwa Alexander Langer, die jedoch häufig vergessen werden.
Die Linke sollte solche Themen nicht ignorieren...
Gabriel Kuhn sieht eine grundsätzliche Herausforderung für die Linke: Wie soll sie mit Situationen umgehen, in denen berechtigte politische Anliegen – wie Selbstbestimmung oder Widerstand gegen Unterdrückung – von ideologisch problematischen oder rechten Kräften getragen werden? Die Linke sollte solche Themen nicht ignorieren, sondern eigene progressive Perspektiven entwickeln, statt das Feld anderen zu überlassen. Während früher viele Befreiungsbewegungen stärker sozialistisch geprägt waren, hätten heute oft nationale oder konservative Elemente an Gewicht gewonnen.
Gabriel Kuhn bei Doppelpunkt: Autor, Übersetzer und Aktivist. Er beschäftigt sich vor allem mit politischen Theorien, Subkulturen und Sportpolitik. Neben eigenen Büchern übersetzt er Werke internationaler Autoren und Autorinnen ins Deutsche und trägt so zur Verbreitung kritischer Theorie bei. Foto: Andy OdiernoZur Folge - all'episodio:
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