„Das können wir nicht hinnehmen“
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Jetzt S+ abonnierenAuch die Junge Generation der SVP spricht sich heute in einer Rom darf nicht über Südtirol hinweg entscheiden Pressemitteilung gegen die geplante Änderung des Senatswahlkreises Bozen–Unterland aus. „Kurtatsch, Margreid, Tramin, Aldein, Eppan und Kaltern sind untrennbarer Teil des Unterlands und Überetschs, die ungeteilt zu Südtirol gehören. Diese Gemeinden dürfen nicht zum Spielball einer Wahlrechtsreform werden, die offensichtlich darauf abzielt, politische Mehrheiten neu zu ordnen“, heißt es in der Presseaussendung. Die geplante Senatswahlkreis-Reform sei ein Angriff auf das bewährte Gleichgewicht der Südtiroler Autonomie und dürfe nicht Realität werden.
Nachdem sich die Grünen bereits gestern kritisch geäußert haben und inzwischen auch Eva Klotz der SVP vorgeworfen, mit der Neuziehung des Senatswahlkreises des Unterlands Alessandro Urzì (Fratelli-d’Italia) den Weg in den Senat zu ebnen, reiht sich nun auch die Junge Generation der SVP in die Reihe der Kritikerinnen und Kritiker ein: Die geplante Neuziehung der Wahlkreisgrenzen sei aus Sicht der JG kein technischer Eingriff, sondern ein „politisch motivierter Versuch der italienischen Mehrheit, die sprachlichen Mehrheitsverhältnisse zu verändern“. Die JG kritisiert, dass die italienische Parlamentsmehrheit in Rom Südtirol bei dieser Entscheidung übergangen habe. „Gerade als Minderheit wollen und können wir das nicht einfach hinnehmen“, betont Daniel Peer, Vorsitzender der JG Unterland.
Auch der Politologe Günther Pallaver bewertet die Reform kritisch: Er bezeichnet die Wahlkreisreform als „ethnisches Gerrymandering“ und warnt, dass die SVP mit dem Deal nicht nur im Unterland politischen Schaden erleide, sondern auch zu einer überholten Logik der ethnischen Trennung zurückkehre.
Bei der gestrigen Abstimmung in der Abgeordnetenkammer über den Änderungsantrag des Fratelli-d’Italia-Abgeordneten Urzì zur Neuziehung des Senatswahlkreises Bozen–Unterland zeigte sich auch innerhalb der SVP ein differenziertes Bild: Die SVP-Abgeordneten Renate Gebhard und Dieter Steger enthielten sich durch Abwesenheit, während Manfred Schullian gegen den Antrag stimmte. Auch im SALTO-Interview hatte sich Schullian kritisch zur Neuziehung des Senatswahlkreises Bozen–Unterland geäußert.
„Über die Köpfe Südtirols hinweg“
Die Junge Generation der SVP weist den Verweis Urzìs auf Artikel 111 des Autonomiestatuts zurück. Zwar könne eine Absicherung der Südtirol zustehenden Sitze in der Abgeordnetenkammer sinnvoll sein, dafür dürfe jedoch nicht in das durch das Zweite Autonomiestatut festgelegte Wahlkreissystem eingegriffen werden.
Die Jugendorganisation kritisiert zudem, dass die italienische Parlamentsmehrheit eine Entscheidung von solcher Tragweite ohne ausreichende Einbindung Südtirols vorantreibe. „Rom darf nicht über die Köpfe Südtirols hinweg entscheiden. Wer am Wahlkreis schraubt, schraubt an unserer Autonomie – dagegen müssen wir uns entschieden zur Wehr setzen“, meint Anna Künig, Vorsitzende der Jungen Generation. Wer den Minderheitenschutz ernst nehme, dürfe die Grundlagen des politischen Zusammenlebens nicht einseitig verändern, heißt es.
Reform soll scheitern
Die Vizevorsitzende der JG Unterland, Stefanie Ventura, warnt vor den langfristigen Folgen einer derartigen Entscheidung: „Heute geht es um einen Wahlkreis. Morgen könnte das gesamte Gleichgewicht unserer Autonomie infrage stehen. Genau deshalb müssen wir jetzt klar Haltung zeigen“, meint Ventura.
Die Junge Generation bekräftigt daher ihre Ablehnung der Reform und fordert, den Schutzstatus Südtirols und das Gleichgewicht des friedlichen Zusammenlebens der Sprachgruppen zu respektieren. Die Junge Generation hofft auf „ein Scheitern der Reform in Rom, denn der Schutzstatus Südtirols muss respektiert werden,“ so Künig, Peer und Ventura abschließend.
Und natürlich möchte sich…
Und natürlich möchte sich Steger die Hände in Unschuld waschen.
Ist sich die Junge…
Ist sich die Junge Generation eigentlich bewusst, dass sie gar nichts, aber schon wirklich gar nix zum Sagen hat in der SVP.
Der Steger hat seine…
Der Steger hat seine Unschuld schon lange verloren.
Der Beschlussantrag des…
Der Beschlussantrag des Herrn Steger in der Abgeordnetenkammer ist natürlich nicht das Papier wert, auf dem er geschrieben steht. Glaubt den wirklich jemand, dass sich die italienische Regierung von Österreich dreinreden lässt, wenn sie das Wahlgesetz ändern will. Vielleich glaubt der Obmann das wirklich, oder möchte er nur, dass die Bevölkerung das glaubt?
Herr Punter, Sie haben mit…
Herr Punter, Sie haben mit Ihrer Analyse den Nagel auf den Kopf getroffen!
Die JG soll sich nicht…
Die JG soll sich nicht aufpudeln, der Obmann wird schon wissen, was er tut.
Anscheinend weiss der Obmann…
Anscheinend weiss der Obmann nicht was er Südtirol damit antut. Aber ihm scheint das wohl egal zu sein wie es mit unserer Heimat weitergeht. Die Junge SVP kann man nur unterstützen.
Dem guten Klima mit den …
Dem guten Klima mit den .........??? fratelli geschuldet ...!
Die frühere Garde der S V P wird sich im Grab umdrehen ...!