Ein Musikvideo, dem Himmel so nah
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Jetzt S+ abonnierenEin Videodreh auf über 3.000 Höhenmetern bringt extreme logistische und wetterbedingte Herausforderungen mit sich. Dennoch hat die Wipptaler DJ und Produzentin ENA für das Musikvideo zu ihrer neuen Single „move in the fire.“ – die am heutigen Freitag, 17. Juli 2026, um 20:00 Uhr erscheint – genau einen solchen Ort gewählt: das Becherhaus auf 3.195 Metern Meereshöhe, Südtirols höchstgelegenes Schutzhaus. Die Idee, den neuen Track nicht im klassischen Studio oder Club, sondern in dieser imposanten Kulisse visuell in Szene zu setzen, entstand bereits im vergangenen Winter im engen Austausch mit einer guten Freundin.
Das Lied braucht einen besonderen Ort.
Für die aus Sterzing stammende Künstlerin stand schnell fest, dass dieses Projekt einen außergewöhnlichen Rahmen braucht – denn die Motivation dahinter war zutiefst emotional. „Das Lied braucht einen besonderen Ort. Das kann man nicht einfach so in einer Standard-Veröffentlichung machen, weil es bei den Liedern um Emotionen geht, um innere Stärke, um die Kraft, im Moment zu sein. Und für mich war klar, dass es irgendwohin muss. Da ich aus Sterzing – also aus dem Wipptal – bin, war es mir wichtig, das Lied in Südtirol zu behalten. Und dann ist mir das Becherhaus eingefallen.“ Was als kühne Vision begann, stieß bei den Partnern vor Ort sofort auf offene Ohren. Sowohl Hüttenwirt Lukas als auch das Hubschrauberunternehmen Elikos ließen sich schnell von der Begeisterung anstecken und sicherten ihre Unterstützung für den Transport und die Logistik zu.
Ein Videodreh auf solch stolzer Höhe bringt jedoch alpine Herausforderungen mit sich. Auf 3.000 Metern verzeiht die Natur keine Planungsfehler. Das Team musste extrem minimalistisch und hochgradig effizient arbeiten – auch aus Respekt vor der Bergwelt. „Ja, es war schon eine Herausforderung. Zum Beispiel auch, dass man davor genau wissen muss: Was nimmt jeder mit? Uns war wichtig, das Projekt möglichst umweltschonend umzusetzen. Das hieß auch, die Dezibel, den Einsatz der Technik und das ganze Equipment aufs Minimum zu beschränken“, erklärt ENA.
Neben der Logistik machten dem Team auch die Kälte und der Wind zu schaffen. Die Vorbereitungen begannen nämlich schon mitten in der Nacht: „Die Techniker haben ja bereits in den Nachtstunden mit den Vorbereitungen begonnen, mit Stirnlampen. Bei zwei Grad und Wind vor dem Sonnenaufgang war es schon ein wenig frisch.“
Hinter dem Namen ENA steht die Wipptaler DJ, Produzentin und Live-Künstlerin Verena Senn. Als Gründerin des Labels Blacky Records und mit über 100 Bookings in den letzten Jahren – von Underground-Clubs bis zu internationalen Festivals – gehört sie zu den meistgebuchten elektronischen Acts Südtirols. Ihr Sound bewegt sich kompromisslos zwischen Melodic Techno, Mainroom Techno und treibendem House. Aktuell belegt sie in den DJ-Top100 Platz 6 in Italien, Platz 39 europaweit und Rang 59 weltweit. Neben eigenen Eventformaten wie RAVE ON oder SNOWBEATZ fokussiert sie sich auf neue Releases: Die neue Single samt Musikvideo „move in the fire.“, gedreht auf dem Becherhaus, erscheint am heutigen Freitag, 17. Juli 2026, um 20:00 Uhr.
. ENA Official auf YouTube https://www.instagram.com/ena_dj.official/
Die Hüttengäste, die eigentlich für die Ruhe auf dem Berg waren, bekamen den Dreh direkt mit. Die Reaktionen vor Ort waren laut ENA jedoch durchwegs positiv: „Die Reaktion war überraschend positiv. Wir haben das im Vorfeld mit dem Hüttenwirt Lukas besprochen und gesagt, wir müssen die Gäste informieren, nicht dass jemand hochkommt und sich denkt: Okay, was ist das hier? Zum Glück war jeder von dem Projekt angetan, wir haben nur Lob bekommen. Davon waren wir echt positiv überrascht.“
Der Dreh sollte die Natur nicht beeinträchtigen, sondern sie wertschätzen.
Bei dem Projekt ging es DJ ENA auch um den Umgang mit der alpinen Landschaft. Der Dreh sollte die Natur nicht beeinträchtigen, sondern sie wertschätzen. Für die Künstlerin stehen die Bergwelt, die innere Stärke und die Botschaft des Songs in einer direkten Verbindung – es soll zeigen, dass man sich bewusst für einen Moment und die eigene Kraft entscheiden kann, ohne Spuren in der Umwelt zu hinterlassen. Ob wir in Zukunft noch mehr solcher Extrem-Drehs von ihr erwarten können? Die Künstlerin hält sich alle Türen offen, blickt aber bereits mit Vorfreude auf das nächste Kapitel. „Ich plane generell gerne extravagante Sachen und mache gerne spezielle Projekte. Ich würde gerne an alles anschließen und jetzt erst einmal schauen, wie dieses Projekt aktuell ankommt.“