Parcheggi, Amore und Ferragosto
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Jetzt S+ abonnieren„Ferragosto schien für mich der perfekte Tag zu sein, einen Italo-Disco-Pop-Song zu releasen“, meint der aus Bozen stammende und seit vielen Jahren in Berlin lebende Künstler Thomas Grandi. „Es gab schließlich etwas zu feiern“, fügt er mit Blick auf den etwas verspätet erschienenen aber möglichen Sommerhit hinzu.
Das war an sich eigentlich alles schon ziemlich verrückt, aber letztendlich haben wir es durchgezogen.
Bei hervorragenden Wetterbedingungen wollten sich am vergangenen 15. August zahlreiche Interessierte die besondere Vorstellung in der Berliner Bruchberg Bar nicht entgehen lassen. „Für diesen besonderen Tag wurden nur die feinsten Tunes ausgepackt und das hat echt sehr viel Spaß gemacht.“
Was aber hat es nun mit dem Projekt Parcheggi, in welches Grandi involviert ist, tatsächlich auf sich? „Ich hatte mal mit dem Künstler Phil Madeiski darüber geredet, dass es eigentlich cool wäre, mal wieder ein bisschen Sound zu machen“, holt Grandi aus. „Philipp Madeiski war früher als Musiker sehr aktiv, ist aber in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen davon abgekommen.“
Auch Grandis musikalische Aktivitäten liegen längere Zeit zurück. Für den aktuellen und frisch zusammengewürfelten Song mit Madeiski holte Grandi eine alte Freundin, Claudia, mit ins Boot. „Sie schrieb dann dieses Stück mit dem Titel Parcheggi.“ Grandi interpretierte den Song probeweise und „spaßhalber“, wie er betont, in seiner Berliner Küche vor sich hin, während ihn seine Frau filmte.
Dann kam eines zum anderen und sein Lied wurde geboren. Noch nicht aber der dazu passende Videoclip. „Diesen habe ich mit einer früheren Bekannten, Sylvie Weisshäupl, umgesetzt“, erzählt Grandi. „Ich wusste von ihr, dass sie schon einige tolle Musikvideos gemacht hat.“ Als Weisshäupl dann den Track hörte, sei sie gleich damit einverstanden gewesen, die Regie zum Lied zu führen. „Also wurde ein kleines Team zusammengestellt, ein Konzept für das Shooting erarbeitet und dann ging es los.“ Später kam dann auch noch das Underground-Label Doom Chakra Tapes dazu, welches sich für den Song interessierte.
Und wie ging die Vorstellung über die Bühne? Etwa mit einem Live-Auftritt von Thomas Grandi? „Ja, ich habe gesungen, ich würde aber sagen, dass mein Hauptverdienst darin liegt, dass ich daran geglaubt habe, dass daraus ein lustiges Gemeinschafts(kunst)projekt entstehen könnte“, untertreibt er. „Das war an sich eigentlich alles schon ziemlich verrückt, aber letztendlich haben wir es durchgezogen.“