Umwelt | Wasserversorgung

Schutz für Brixner Quellen

Beim Bau des Südzulaufs BBT soll die Trinkwasserversorgung im Raum Brixen abgesichert werden. Ein Maßnahmenpaket bestehend aus Hochbehältern, neuen Leitungen und einem Tiefbrunnen soll dazu beitragen.
„Eine gute Zusammenarbeit“: Beim Bau der Zulaufstrecke des BBT müssen die Trinkwasserquellen im Raum Brixen geschützt werden Bild: Pixabay

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Bei einer Pressekonferenz im Brixner Rathaus wurde heute ein Maßnahmenpaket zur Trinkwasserversorgung beim Bau des Südzulaufs für den Brenner Basistunnel vorgestellt. Mit dabei waren der Landesrat für Umwelt-, Natur-, Klimaschutz und Energie, Peter Brunner, sowie Vertreter der betroffenen Gemeinden, der Stadtwerke Brixen und des Schienennetzbetreibers RFI. 

Grund für die Maßnahme ist der geplante Bau der Zulaufstrecke zwischen Franzensfeste und Waidbruck, die in den Schalderer Tunnel und den Grödner Tunnel unterteilt ist. Dort liegen wichtige Quellen für die Trinkwasserversorgung im Raum Brixen, darunter die Gruberwiesenquelle in Schalders und die Nockbachquellen am Pfeffersberg. Auch der Obmann der Trinkwasserinteressentschaft Pfeffersberg, Georg Hofer, war anwesend.

Landesrat Peter Brunner erinnert mit Blick auf die Wasserknappheit der letzten Wochen daran, wie wichtig Initiativen für die Wassersicherheit seien: „Es hat keinen Sinn zu warten, bis die Probleme auftauchen. Das Wasser sollte bei der Realisierung solcher Projekte in Zukunft als wichtigste Ressource berücksichtigt werden.“

Bereits bei der Planung des Südzulaufs des Brenner Basistunnels seien Risiken für die dort liegenden Quellen festgestellt worden, erklärte der Landesrat. Deshalb seien sowohl in der Planungsphase als auch zu Beginn der Ausführungsphase Maßnahmen formuliert worden, um die Qualität des Trinkwassers zu garantieren. Dies bestätigen auch Damiano Beschin und Andrea Falaguasta von RFI, die für die Projekte entlang der Brennerachse verantwortlich sind. Die erste Version des Vorprojekts wurde bereits vor 23 Jahren, im Jahr 2003, vorgestellt. Bei der Genehmigung des endgültigen Projekts sei der Umgang mit den Trinkwasserquellen Thema gewesen. 2024 kam es zur Planung der konkreten Schutzmaßnahmen. Man wolle den Tunnelbau bewusst und nachhaltig gestalten, betont der Vertreter des RFI.

Hochbehälter, Tiefbrunnen und Notversorgung: Die Maßnahmen werden vom RFI und der Gemeinde Vahrn finanziert. LPA/Greta Stuefer

Die geplanten Maßnahmen

Nach zahlreichen Danksagungen für die Zusammenarbeit aller Beteiligten durfte der Generaldirektor der Stadtwerke Brixen, Franz Berretta, die konkreten Maßnahmen vorstellen. Eine erste Maßnahme besteht aus einem Hochbehälter mit 1800 Kubikmetern Fassungsvermögen in Vahrn, nördlich des Friedhofs. Dieses unterirdische Speicherreservoir soll einen konstanten Druck im Versorgungsnetz gewährleisten und Schwankungen des Wasserbedarfes ausgleichen. Eine zweite Maßnahme bilden eine Trinkwasserleitung zur Notversorgung und eine Beregnungsleitung zum Feuerschutz am Pfeffersberg. Schließlich soll auch ein Tiefbrunnen nördlich des Fernheizwerkes in Vahrn erbaut werden. 

Insgesamt betragen die Kosten für das Projekt rund 10,45 Millionen Euro, wovon 8,85 Millionen Euro vom RFI und 1,6 Millionen Euro über Umweltausgleichsmaßnahmen der Gemeinde Vahrn finanziert werden. Die Arbeiten sollten im Idealfall Anfang 2027 beginnen und rund 1,5 Jahre andauern. Auch der Bürgermeister der Gemeinde Brixen, Andreas Jungmann, hofft, dass die Maßnahmen rasch und ohne Verzögerungen umgesetzt werden.