Wirtschaft | Mobilität

Hohe Spritpreise: „Zeitgemäße Antworten“

Der Landtagsabgeordnete Andreas Leiter Reber fordert kostenlose öffentliche Verkehrsmittel in Südtirol – die Befreiung der Kfz-Steuer löse nur ein kurzfristiges Problem.
Vorschlag aus der Opposition: Steuerentlastungen seien zu wenig, kostenlose Öffis seien nun gefragt. Bild: Seehauserfoto

Dieser Artikel ist für dich kostenlos. Unabhängiger Journalismus in Südtirol braucht aber deine Unterstützung. Wir würden uns daher freuen, wenn du ein SALTO Abo abschließen würdest. Vielen Dank!

Jetzt S+ abonnieren

„Wenn Südtirol ebenfalls die Kfz-Steuer erlassen und damit Mindereinnahmen in Millionenhöhe in Kauf nehmen will, müssen wir endlich mit Gratis-Öffis für Südtiroler antworten“, schlägt der Landtagsabgeordnete Andreas Leiter Reber vor. Die von Giorgia Meloni angekündigte Befreiung aller Motorräder und von Autos unter einer Leistung von 80 Kilowatt nimmt er zum Anlass, seine langjährige Forderung mit einer Anfrage an die Landesregierung zu verbinden.

„Sehr viele Südtiroler sind auf ihr Auto angewiesen und jede Erleichterung ist willkommen. Doch setzen wir Meloni eins drauf und geben endlich zeitgemäße Antworten auf die hohen Spritpreise. Dazu zählt ein kostenloses Angebot von Bus und Bahn für alle Ansässigen“, schließt Leiter Reber. 

Mindereinnahmen über Staat gedeckt

In seiner Anfrage an die Landesregierung will Leiter Reber daher wissen, ob Südtirol die Befreiung übernehmen muss oder freiwillig übernehmen will, wie viele Fahrzeuge hierzulande betroffen wären und wie die Mindereinnahmen im Landeshauhalt ausgeglichen werden sollen. Laut dem italienischen Verkehrsministerium besitzen in der Region Trentino-Südtirol 363.061 natürliche Personen mindestens einen Pkw oder ein Motorrad mit einer Leistung von bis zu 80 Kilowatt. 

Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) hatte bereits gestern angekündigt, die Kfz-Steuerentlastung freiwillig zu übernehmen, da die dadurch entstandenen Mindereinnahmen vom Staat gedeckt werden sollen. Für die Details der Umsetzung in Südtirol will Kompatscher in den nächsten Wochen den italienischen Finanzminister treffen. (al)

SALTO-Artikel in der Google-Suche bevorzugt anzeigen lassen