„Ich mag Klassiker“
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Jetzt S+ abonnierenSALTO: Welches Buch hat Sie in Ihrer Kindheit nachhaltiger geprägt, als Sie damals je geglaubt hätten?
Olivia Kaufmann: Mich haben verschiedene Kinderbücher geprägt, von einem waren meine Eltern aber am meisten beeindruckt: mit drei Jahren konnte ich anscheinend „Froschkönig“ auswendig mitsprechen, während es mein Vater las.
Welcher letzte Satz eines Romans ist und bleibt für Sie ganz großes Kopfkino?
Der letzte Satz des Buches „Grünholz“ von Emil Kaschka, einen Slamkollegen und Freund, hat mich berührt. Eigentlich die beiden letzten Sätze. „Diesen Sommer würde ich ein Buch schreiben, einen Roman. Keine paar Seiten, die unvollendet in der Schublade verstaubten oder zerknüllt in Papierkorb endeten, nein, Oskar hatte eine richtige Geschichte verdient.“
Ich schreibe zwar ausschließlich digital, kann das beim Lesen aber nicht genießen.
Reimen ist doof, Schleimen ist noch doofer… Auf welches – anscheinend gute – Buch konnten Sie sich nie wirklich einen Reim machen?
Ich mag Klassiker prinzipiell sehr gerne, aber einige sagen mir nicht so sehr zu, wie sie vielleicht sollten – ein Beispiel ist „Die Leiden des jungen Werther“
Ein Fall für Commissario Vernatschio. Wie erklären Sie einem Außerirdischen die geheimnisvolle Banalität von Lokalkrimis?
Ich glaube das besondere an Lokalkrimis ist, dass man, wenn man die Orte persönlich kennt oder sogar dort wohnt, ein bisschen Teil der Geschichte und des Geheimnisses fühlt. Man bekommt einen ganz anderen Zugang zum Buch, da man einen Zugang zum Ort hat.
Gewichtig! Welchen Buch-Tipps schenken Sie noch uneingeschränkt Vertrauen?
Jetzt mal grob gesagt: ich vertraue (fast) allem vom Diogenes Verlag. Alle Bücher dieses Verlags haben mir gefallen.
Was für ein Fehlschlag! Welches Buch würden Sie auf einer einsamen Insel zurücklassen?
So manches Schulbuch, aber natürlich erst nach der Matura.
Das Rauschen des Blätterns. Welches Buch würden Sie auf keinen Fall am E-Book-Reader lesen?
Ich lese alle Bücher gedruckt. Ich schreibe zwar ausschließlich digital, kann das beim Lesen aber nicht genießen.
Welches Buch zu Südtirol oder eines/einer Autors/Autorin aus Südtirol würden Sie unbedingt weiterempfehlen?
Ich mag Südtiroler Autorinnen und Autoren prinzipiell gerne, weil ich einige persönlich kenne und es schön ist live mit ihnen über ihr Buch zu sprechen.