Wirtschaft | WIFO-Barometer

Einzelhandel unter Druck

Der Einzelhandel ist in Schwierigkeiten. Das WIFO Barometer zeigt den Kampf mit hohen Kosten, schwachen Margen und sinkenden Umsätzen auf.
Die Handelkammer veröffentlicht ihr jüngstes WIFO-Wirtschaftsbarometer.

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Das Geschäftsklima im Südtiroler Handel fällt derzeit sehr unterschiedlich aus. Während der Großhandel vergleichsweise stabil dasteht, ist die Lage im Einzelhandel deutlich angespannter. Das geht aus der Sommererhebung 2026 des Wirtschaftsbarometers des WIFO – Instituts für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen hervor.

Ertragslage: Im Einzelhandel ist die Stimmung verhalten und Geschäftsvolumen verringern sich. WIFO/Handelkammer Bozen

Im Großhandel zeigen sich fast neun von zehn Unternehmen mit ihrer Ertragslage zufrieden. Besonders optimistisch sind Unternehmen aus den Bereichen Einrichtungsgegenstände, Haushalts- und Eisenwaren sowie Maschinen und Anlagen.

Im Einzelhandel ist die Lage hingegen deutlich unsicherer. Kaufhäuser, Supermärkte, Minimärkte und Discounter schneiden vergleichsweise gut ab. Deutlich schwieriger ist die Situation im ambulanten Handel und im Onlinehandel: Dort beklagt mehr als ein Drittel der Unternehmen eine unbefriedigende Ertragslage. Auch bei Einrichtungsgegenständen, Haushaltswaren und Bekleidung ist das Geschäftsklima verhalten und viele Betriebe berichten von rückläufigen Geschäftsvolumen.

Hds-Präsident Philipp Moser fordert weniger Bürokratie, verlässlichere Rahmendbedingungen und eine Stärkung der Kaufkraft: „Der Großhandel fährt auf stabilem Kurs, im Einzelhandel ist die Straße hingegen holprig: Hohe Kosten, schwache Margen und Kaufzurückhaltung bremsen viele Betriebe.“

(do)