Wassermangel wird auch zur sozialen Frage: Let’s talk! Bild: Julian Prast
Umwelt | Let’s talk

Wem gehört Südtirols Wasser?

Seit Wochen sorgt die extreme Trockenheit für schwindende Wasservorräte im Land. Abhilfe schaffen soll ein Maßnahmenpaket der Regierung. Doch reicht das aus?

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Im Rahmen der Dürreperiode und europäischen Hitzerekorde wurde der Wasserverbrauch in mehreren Bereichen eingeschränkt. Unklar scheint die Grundlage, da nur Schätzungen und keine statistischen Erfassungen vorliegen. Bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass die Wassernutzung stark zwischen Industrie, Tourismus, Landwirtschaft und Beschneiung variiert. Dabei wird politisch und öffentlich ein starkes Augenmerk auf den Tourismus gelegt, wobei über die Hälfte des Konsums bei der Landwirtschaft liegt.

Für effiziente Lösungen muss eine klare Faktenlage geschaffen werden. Anhaltspunkte und Strategien gibt es zuhauf, aber es scheint unvermeidbar, große Investitionen für nachhaltige Systeme wie Tropfberegnung, Wasserspeicher, und -recycling zu schaffen. Damit eröffnet sich auch die Frage, wer es finanzieren soll.

Ohne einen langfristigen, fairen Plan, läuft Südtirol Gefahr, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Versäumnisse der Wirtschaft ausgleichen müssen. Somit wird Wassermangel auch zur sozialen Frage. Let’s talk!

„Let's talk“ auf SALTO

Zweimal im Monat mittwochs kurz nach 18 Uhr erscheint ab heute die Video-Kolumne „Let’s talk“. Gestaltet wird sie von Julian Prast, der seit etwa einem Jahr seinen Kanal Let’s talk Südtirol auf Instagram betreibt. Mit der Video-Kolumne wollen wir auf SALTO kritische und datenbasierte Informationen im kompakten Format an unsere Leser bringen.

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