Die Offenbarung der Waltraud
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Jetzt S+ abonnierenEs begab sich aber zu jener Zeit, dass zur Halbzeit der Legislatur der Landtagspräsident und sein Stellvertreter neu gewählt werden sollten. Und diese Wahl war eine Formalität, weil der Posten bereits Gennaccaro in Aussicht gestellt worden war, und doch nicht, weil es in der Mehrheit rumorte.
Und jedermann von den Landtagsabgeordneten ging, dass er seine Stimme abgeben könne, ein jeglicher zum Magnago-Platz. Da machte sich auch Deeg auf, aus dem Geschlechte der SVP, in pinkem Blazer, und schritt an die Wahlurne, auf dass sie ihre Stimme abgebe, festen Schrittes. Und als sie daselbst aus der Wahlkabine trat, so zeigte sie ihren Stimmzettel unverhohlen dem Franz vom Stamme der Sarner, auf dass er sehe, was sie geschrieben.
Und es erhob sich ein Wehklagen und Heulen im Saal, und es sprach Maria, vom Stamme der Rieder: „NA BITTE IATZ HEBBMO NETT WIDDO DES ON!“.
Und Oberkofler vom Geschlechte der Grünen raufte sein Haar und sprach: „DER ZETTEL WURDE GEZEIGT!“
Und es erhob sich Sven vom Geschlecht der Dauerempörten und er raufte nicht sein Haar aber zerriss sein Kleid und nannte es ein Armutszeugnis für eine Mehrheit, die keine geheime Wahl durchführen könne: „GEHT DOCH NACH HAUSE!“. Doch nach Hause gingen sie nicht, sie wiederholten die Wahl, und sie war gut.
Und die Klarheit der SVP leuchtete um ihn.
Und es sprach Deeg, sie habe bloß zeigen wollen, dass sie Gennaccaro gewählt habe, denn zuvor hatte sie verkündet, sie stimme nicht mit.
Und es war Kopfschütteln links und rechts und hinter und vor ihr. Und Kopfschütteln erntete auch Foppa vom Stamm der Grünen, als sie erklärte, dass ihre Fraktion den Schuler als Stellvertreter wählen würde. Und der allmächtige Herr begriff, dass man hier mit dem Konzept von geheimen Wahlen überfordert war und seufzte und machte sich eine mentale Notiz dazu, die da lautete: Kompetentes Personal schaffen.
Und siehe, der SVP ihr Sprecher trat zur Presse, und die Klarheit der SVP leuchtete um ihn; und die Presse fürchtete sich sehr. Und Harald vom Stamme der Stauder sprach zu ihr: Es war ein Missverständnis, denn Deeg habe bloß „den Zettel vor sich hergeschwungen“. Und die Presse verdrehte die Augen gen Himmel und schrieb es nieder. Und Harald sprach, solche Szenen würden „extra produziert, damit die Medien was zu schreiben haben“. Und – oh Wunder – so geschah es, die Medien schrieben es und jedermann dachte sich sein Teil dazu.
Und alsbald war da das Volk, das sprach: Ehre sei dem neuen Landtagspräsidenten und seinem Stellvertreter und Knistern in der Mehrheit und im Landtag immer ein Puff. Amen, ich sage euch: Selig, die ihre Stimmzettel zeigen, denn ihnen gehört der Platz im Frittangelium.
Ein Großes Kompliment an…
Ein Großes Kompliment an Frau Kienzl. Besser hätte sie es nicht dalegen können. Aber natürlich war es eine Blamage für die Pustrerin und ihre SVP Verlierer Partei.
Antwort auf Ein Großes Kompliment an… von opa1950
Weshalb es eine Blamage für…
Weshalb es eine Blamage für die SVP gewesen sein soll, wenn eine der in ihren Reihen gewählten Mandatare sich nicht an die Regeln der geheimen Wahl hält, bleibt ihr Geheimnis. Es blamiert sich ja auch nicht Ihre Familie, wenn Sie stockbesoffen und eingenässt von irgendeinem Gehsteig aufgelesen werden.
Antwort auf Weshalb es eine Blamage für… von Manfred Klotz
Es stimmt, dass die SVP…
Es stimmt, dass die SVP nicht für die Taten Deegs verantwortlich ist.
Sehr wohl verantwortlich ist die SVP jedoch für den Umgang mit Deegs Schmähung des Landtags.
Dass die SVP diesen Vorfall runterspielt, ist der Beweis dafür, dass sie den Landtag nicht respektiert. Unterstrichen wird dieser mangelnde Respekt von der gängigen Praxis, Anträge der Opposition abzulehnen und dann zeitverzögert selbst einzubringen.
Auch wenn ich deine Sympathien für die SVP verstehen kann, ist es aus meiner Sicht sehr bedenklich, wie die SVP diese Tat verharmlost.
Antwort auf Es stimmt, dass die SVP… von Oliver Hopfgartner
Meine Sympathien für die SVP…
Meine Sympathien für die SVP? Du passt wohl nicht richtig auf, wenn du liest. Es geht mir - wie eigentlich immer - um die korrekte Darstellung von Sachverhalten, ganz egal welche Seite sie betreffen. Und hier sind wir in Gegenwart eines Regelbruchs einer einzelnen Person, nicht einer „Manipulation“ wie der Meister der Manipulation schreit. Der Regelbruch ist für diese eine Person peinlich, nicht für alle. Und der Regelbruch hatte soweit auch keine Folgen, da der Wahlvorgang ja augenblicklich abgebrochen und neu gestartet wurde. Heruntergespielt hätte man das Verhalten der einzigen Person, wenn, man so getan hätte als wäre nichts passiert. Das schon wäre eine Schmähung des Landtags gewesen.
Beim zweiten Versuch wurde dann alles regelkonform abgewickelt.
Ich sehe eher im Versuch aus dieser individuellen Peinlichkeit (die, wie wir wissen, damit zusammenhängt, dass Deeg mit ihrer Partei beleidigt ist), eine Empörungswelle zu konstruieren, ein peinliches Vorgehen. Also rege dich nicht künstlich auf.
Antwort auf Weshalb es eine Blamage für… von Manfred Klotz
Herr Klotz versuchen sie…
Herr Klotz versuchen sie schon wieder die SVP in Schutz zu nehmen? Es geht nicht nur um Deeg,es geht generell um diese verlogene Bande!!! Übrigens,Stauder zeigt dass er kein ausgebildeter Diplomat ist,denn so dumm kann man wohl nicht sein und versuchen so einen Fauxpass von Deeg zu entschuldigen! PEINLICH!!!
Antwort auf Herr Klotz versuchen sie… von Günther Alois …
Nein, das versuche ich ganz…
Nein, das versuche ich ganz und gar nicht und habe ich auch noch nie getan (wie Sie an meinen Kommentaren eigentlich unschwer erkennen müssten), aber wenn Sie den Zusammenhang, d.h. den Regelbruch EINER Person nicht einer Partei, nicht verstanden haben, kann man nichts machen. Das was Sie anwenden, ist das Konzept der Sippenhaft aus braunen Zeiten.
Tatsache ist doch, dass diese „Bande“ den Wahlvorgang sofort abgebrochen und neu gestartet hat, oder ist ihnen das entgangen?
Herr, die SVP im Landtag…
Herr,
die SVP im Landtag seit jeher thronend,
sich selbst am allerbesten lohnend.
Gib ihnen Macht und Postenreich,
der Rest ist ihnen so ziemlich gleich.
Amen
Die peinlichen Leuchten der…
Die peinlichen Leuchten der S V P treffend beschrieben ...!
Die Wahltraud soll…
Die Wahltraud soll zurücktreten, aber dalli!!
Zurück treten ...? ... recht…
Zurück treten ...? ... recht viel hat sie nicht geliefert, das sie dem Steuerzahler kostet.