Land schränkt Bewässerung ein
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Jetzt S+ abonnierenUm der herrschenden Wasserknappheit entgegenzuwirken hat Landeshauptmann Arno Kompatscher ein Maßnahmenpaket zur Einschränkung des Wasserverbrauchs erlassen. Die Regeln gelten ab sofort für Privathaushalte, Gemeinden, Tourismusbetriebe, Landwirtschaft und weitere Wirtschaftszweige.
Grundlage des Dekrets ist eine Empfehlung des Wassernotstandskomitees, das die Lage am 16. Juli bewertet hatte. Als Ursachen nennt das Land eine außergewöhnlich lange Trockenperiode, hohe Temperaturen, fehlende Schneereserven und unzureichende Niederschläge. Dadurch seien die verfügbaren Wasserressourcen im Einzugsgebiet der Etsch deutlich zurückgegangen. Ausschlaggebend für die Verschärfung war vor allem der Abfluss der Etsch im Unterlauf. Dieser lag in den vergangenen Tagen wiederholt unter 80 Kubikmetern pro Sekunde. Der Wert gilt als notwendig, um zu verhindern, dass Salzwasser aus der Adria in die Trinkwasserressourcen im Bereich der Etschmündung eindringt.
Bewässerung nur mehr alle drei Tage
Besonders spürbar sind die neuen Vorgaben bei der Bewässerung von Grünflächen. Private Gärten, öffentliche Parks und touristisch genutzte Grünanlagen dürfen zwischen 8 und 19 Uhr nicht mehr bewässert werden. Auch außerhalb dieses Zeitraums ist die Bewässerung nur im Abstand von mindestens drei Tagen und im unbedingt notwendigen Ausmaß erlaubt. Automatische Bewässerungsanlagen müssen entsprechend umprogrammiert werden.
Verboten ist außerdem, Straßen und Plätze mit Wasser zu reinigen. Wasser aus dem öffentlichen Trinkwassernetz darf nicht mehr für die private Autowäsche verwendet werden. Gewerbliche Fahrzeugreinigungen sind von diesem Verbot nicht umfasst.
Die Betreiber öffentlicher Trinkwasserleitungen sollen insbesondere Haushalte und Betriebe mit hohem Verbrauch – etwa Eigentümer größerer Gärten – gezielt auf die notwendige Reduzierung des Wasserverbrauchs hinweisen.
Einschränkungen für die Landwirtschaft
Auch in der Landwirtschaft gelten strengere Regeln. Die Oberkronenberegnung ist zwischen 6 und 21 Uhr untersagt. Betroffen sind Beregnungsanlagen, die weder an einen festgelegten Bewässerungsturnus gebunden noch mit Tropfbewässerungssystemen ausgestattet sind.
„Die Landwirtschaft ist auf Wasser angewiesen, gleichzeitig trägt sie aber auch Verantwortung für einen sparsamen Umgang mit dem verfügbaren Wasser“, erklärt Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher. Die Maßnahmen seien als gemeinsame Anstrengung aller Bereiche zu verstehen.
Verstärkt kontrolliert werden sollen zudem Wasserableitungen und die Einhaltung der vorgeschriebenen Restwassermengen. Besonderes Augenmerk gilt laut Dekret der Entnahme von Wasser aus Kanälen und Gräben zur Bewässerung von Gärten.
Die Kontrollen übernehmen in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen die Gemeinden und Forststationen. Festgestellte Verstöße müssen dem Landesamt für nachhaltige Gewässernutzung gemeldet werden. Welche konkreten Sanktionen bei Verstößen drohen, wird in der Mitteilung des Landes nicht näher ausgeführt.
Auch der Betreiber der strategisch bedeutenden Staubecken in Vernagt, Reschen, Zoggler und Zufritt wird in die Pflicht genommen. Durch eine angepasste Stromproduktion sollen starke Schwankungen des Wasserabflusses in der Etsch im Wochenverlauf reduziert werden.
Alles schön und gut, aber…
Alles schön und gut, aber wer kontrolliert dieses Maßnahmenpaket nun bitte? Die Landwirtschaft (speziell unsere heißgeliebten Obstbauern im Etschtal) wässert überhaupt wann und wie viel sie will und meistens auch noch die umliegenden Straßen gleich mit.
EDIT: nur um das…
EDIT: nur um das klarzustellen, es steht im Artikel von wem es kontrolliert werden SOLLTE. Meine nicht ganz unironische Frage bezieht sich auf den realen Auswirkungen dieses Dekrets, welches nicht mal Sanktionen vorsieht.
Antwort auf EDIT: nur um das… von P.Stone
... Strafen?, es ist ja…
... Strafen?, es ist ja nicht Corona ;-)
So lange es im Land Hotels…
So lange es im Land Hotels mit Poollandschaften gibt, die maßlos übertrieben Trinkwasser brauchen und nur einzelnen Touristen zu Gute kommen, gibt es keinen Notstand. Maßnahmen für den kleinen Bürger wirken da nur lächerlich!
Antwort auf So lange es im Land Hotels… von K V
Während der Normalbürger ca…
Während der Normalbürger ca. 120 Liter Wasser am Tag verbraucht, liegt der Verbrauch beim Touristen bei ca. 6.500 Liter am Tag.
Und der Landeshäuptling will uns erklären, wir sollen beim Bewässern unserer drei Salatköpfe sparen :-))))
Die Verordnung kann er sich sonst wo hinstecken!
https://www.naturfreunde.de/tourismus-verbraucht-lebenswichtiges-wasser
DAS kann er, der Kompatscher…
DAS kann er, der Kompatscher, und es ist das einzige, das er kann: Verordnungen unterzeichnen und der Bevölkerung drohen!
Ein vernünftiger m3 Preis…
Ein vernünftiger m3 Preis bringt den zähesten Oberflächen-Beregnungs-Befürworter zur Einsicht, dass -e r- auch eine Tropf-Beregnug einsetzen könnte ...!
Gemeindenverbandspräsident…
Gemeindenverbandspräsident DOMINIK OBERSTALLER SIEHT den Tourismus nicht als zusätzlichen großen Wasserverbraucher verweist darauf, dass etwa die Pools in den Hotelanlagen im Moment nicht zusätzliches Wasser verbrauchen: „Die Pools in den Hotelanlagen sind ja bereits schon gefüllt und diese Pools laufen ja meines Wissens in einem geschlossenen Wasserkreislauf“, sagt Oberstaller. Ja die Baden in Mineralwasser.
Antwort auf Gemeindenverbandspräsident… von Michael Kerschbaumer
Und das 3xige duschen von…
Und das 3xige duschen von 1000enden Turisten in Südtirol,jetzt bei diesen Hitzen 35Grad der 5 Sterneburgen,das verbraucht kein Wasser? Und wir dürfen unsere Gärten und Rasen nicht mehr bewässern?Herr Kompatdcher,geht’s noch???? MERKEN SIE SICH EINES: SÜDTIROLER BÜRGER.INNEN F I R S T !
Antwort auf Gemeindenverbandspräsident… von Michael Kerschbaumer
Zitat: …
Zitat: „Gemeindenverbandspräsident DOMINIK OBERSTALLER SIEHT den Tourismus nicht als zusätzlichen großen Wasserverbraucher...“:
dass man denkt man kann dem Bürger jede irre Aussage reindrücken und er würde es auch noch glauben...
zudem: der Wassernotstand entsteht nicht von heute morgen auf heute abend, sondern durch Verbrauch im Laufe der Wochen und Monate vorher - aber das will man eben auch nicht wissen oder gar sagen: nehmen wir ein Dorf, in dem 75% der Verbraucher Touristen sind und diese würden „nicht als zusätzlichen großen Wasserverbraucher“ bezeichnet: wer glaubt’s, wer kann’s glauben?
Antwort auf Gemeindenverbandspräsident… von Michael Kerschbaumer
Selten dämlich. Glaubt der…
Selten dämlich. Glaubt der Oberstaller wirklich, die Gästen schwimmen den ganzen Sommer lang im selben Wasser? Igittigitt, wie unhygienisch ...
Über kurz oder lang (eher…
Über kurz oder lang (eher wohl über kurz), wird man nicht nur Maßnahmen zum Wassersparen setzen müssen, sondern umdenken müssen, wie könnten wir das Regenwasser z.B. besser nützen, eben über möglichst umweltschonend errichtete Speicherbecken, und der Forschung, wie wir für beinahe alle Haushalte Regenwasser z.B. für Toilettenspülungen und dgl. verwenden könnten. Diese Dürre ist nicht mehr lustig. Das ganze Gras verdörrt. Schaut mal bei Google Maps die Satellitenbilder von Italien an. Gruselig, fast nur mehr Steppe...