Olympische Nachwehen
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„Als Grund für das Defizit gemäß vorläufiger Prognose werden Mehrkosten in Höhe von etwa 230 Millionen Euro sowie Mindereinnahmen von weiteren rund 80 Millionen Euro angegeben“, schreibt gestern auch das große deutsche Blatt FAZ. Italien hat wohl zu groß geprahlt mit Olympia, und Südtirol hat mitgeprahlt. Die Rechnung der angekündigten Erfolgsgeschichte sieht nun also so aus, als wäre da jemand am Rechenschieber gesessen, der mit seiner Aufgabe, die Zahlen im Reinen zu halten, überfordert war. Nun sollen die beteiligten Regionen bezahlen.
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Eine (schnee-)weiße Weste: „Das ist das Geld der anderen Steuerzahler“ Foto: Filmstill Rai Südtirol TagesschauDem entgegnet Landeshauptmann Arno Kompatscher auf Nachfrage zu dem finanziellen Defizit beziehungsweise zum Desaster der Olympischen Spiele 2026 im Interview mit der Tagesschau der Rai. Ähnlich einem Taschenrechner servierte der Landeshauptmann Zahlen und Erklärungen zum ernüchternden Ergebnis der Stiftung und unterstrich, dass es zwar Mehrkosten gegeben habe, Südtirol aber durch den glücklichen Autonomiestatus in einer noch glücklicheren Rolle sei und die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler aus Südtirol nicht belangt würden. „Das ist das Geld der anderen Steuerzahler. Das stimmt. Aber nicht für die Südtiroler Steuerzahler.“ Man habe eine halbe Milliarde ins Land geholt und müsse nun möglicherweise „5 Millionen noch einmal zahlen“.
Ein Wahnsinn, den sich Südtirol gerne geleistet hat. Und weiterleistet. Um jeden Preis.
Was von Olympia bleibt oder bleiben könnte, unterstreicht eine Fotoausstellung in den Räumen des fotoforum in Bozen noch bis einschließlich 2. Mai. Zu sehen sind Fotografien, Illustrationen und Projekte von Beatrice Citterio, Francesco Marinelli (Dolomiti Contemporanee), Jonathan Coen, Laboratorio OffTopic, Leonhard Angerer, Manuel Riz, Marco Gasparic (Broken Window Theory), Rob Hornstra, Studentinnen und Studenten der Fotografieseminare Bauer Anatomie und Dynamik eines Territoriums in Zusammenarbeit mit Dolomiti Contemporanee und TeSAF (UniPa), Teresa de Toni (Dolomiti Contemporanee), Till Aufschlanger (Broken Window Theory), Voci di Cortina.„Doch was bedeutet ein Ereignis dieser Größenordnung für die Gebiete, die es austragen? Und vor allem: Ist es möglich, von sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Nachhaltigkeit zu sprechen?“ heißt es fragend in der Ausstellung Arcipelago Verticale beim Foto Forum. Durch die gezeigte visuelle Analyse stellt die Ausstellung Praktiken und Vorstellungswelten infrage und macht die strukturelle Abhängigkeit von der Ausbeutung lokaler Ressourcen – insbesondere natürlicher und kultureller – sichtbar. Gezeigt wird auch die „Vermehrung von Infrastrukturen, die fragmentierte Geografie, bestehend aus technischen Flächen und Zonen der Übernutzung, die miteinander verbunden, territorial jedoch diskontinuierlich sind“, ergänzt Beatrice Citterio.
Zu sehen (siehe auch die Bildergalerie) sind auch allerhand künstliche Speicherbecken – drei davon eigens für die Olympischen Winterspiele errichtet – ebenso wie die Hunderte von Baustellen entlang des Alpenbogens. Ein Wahnsinn, den sich Südtirol gerne geleistet hat. Und weiterleistet. Um jeden Preis.
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Der LH spricht von 500 Mio., die die Olympiade ins Land gebracht habe. Woher hat er denn diese Zahl? Und wenn sie zutreffend sein sollte, wohin sind die Mittel geflossen?
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Herr Punter ,das ist doch klar wer einzig und allein im Großformat abkassiert hat,die Lobbygastronomie,einzelne Baufirmen und SVP LECKER! Kompatscher war ja ehrlich,er hat in den Medien gesagt „ wir“ wer wohl? haben abkassiert und jetzt müssen wir SPÜDTIROLER.INNEN nur 5 MILLIONEN auf Steuerkosten zurückzahlen, das wirr war was er erklärt hat stimmt NICHT!
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Olympia ist vorbei, der Kater bleibt.
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„Das ist das Geld der anderen Steuerzahler. Das stimmt. Aber nicht für die Südtiroler Steuerzahler.“ Man habe eine halbe Milliarde ins Land geholt und müsse nun möglicherweise „5 Millionen noch einmal zahlen“. 🤦♂️
Umgangssprachlich nennt man so eine Antwort „Milchmädchenrechnung“